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23. APRIL – 30. APRIL


KAPITOL: 16°C, SONNIG
IM KAPITOL FINDET AM 27. APRIL DIE HOCHZEIT ZWISCHEN ZHAR HENDRICKS UND JOULE ION STATT. DIE ANDEREN PLOTS KÖNNEN FREI GEWÄHLT WERDEN.

DISTRIKT 13: 12°C, WINDIG, REGEN
DISTRIKT 13 TRIFFT VORBEREITUNGEN FÜR DEN KRIEG UND HÄLT LETZTE TESTS FÜR EINSÄTZE AB. AM 24. APRIL WERDEN SOLDATEN UND MEDIZINER NACH DISTRIKT 4 ZUR VERSTÄRKUNG GESCHICKT.

DISTRIKT 4: 25°C, STÜRMISCH, REGENSCHAUER
AM 25. April GREIFEN DIE REBELLEN DIE KÄMPFER DES KAPITOLS AN.

DISTRIKT 10: 25°C, STÜRMISCH, REGENSCHAUER
ES KOMMT ZU KÄMPFEN MIT DEN FRIEDENSWÄCHTER IN DISTRIKT 10.

DAS WICHTIGSTE AUF EINEM BLICK:




* ENTSPRINGT DER "TRIBUTE VON PANEM"-TRILOGIE VON SUZANNE COLLINS

* SPIELT NACH DEN HUNGERSPIELEN VON KATNISS

* SCHREIBWEISE 3. PERSON SINGULAR, PRÄTERITUM

* FSK 16 RATING

* REGELMÄßIGE ANWESENHEIT ERFORDERLICH

* BUCHCHARAKTERE ABER AUCH FREIE CHARAKTERE MÖGLICH

LEST DIE BEKANNTESTE ZEITUNG DES KAPITOLS!

REBELLEN GREIFEN ZU WIDERLICHEN LÜGEN
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 Das öffentlich-rechtliche Fernsehen Panems

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BeitragThema: Das öffentlich-rechtliche Fernsehen Panems   Mo 4 März 2013 - 20:11

Hier werden Nachrichten und Propos ausgestrahlt.
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BeitragThema: Re: Das öffentlich-rechtliche Fernsehen Panems   Do 18 Apr 2013 - 23:50

23. November
23:59 Uhr
"Late and Hot"


„Einen schönen guten Abend an unsere Nachtschwärmer und willkommen bei 'Late and Hot', Ihren liebsten Late Night Promis News!“
Tiberius Thorne strahlte begeistert in die Kamera. Dank der drei Zentimeter dicken Schicht Make-up auf seiner Haut, konnte man kaum erkennen, dass er jetzt schon seit fünf Stunden durch moderierte.
„Wir alle sind natürlich wahnsinnig gespannt, endlich Details über die Party des Jahres zu erfahren. Wahrscheinlich sogar die Party des Jahrhunderts...der Junggesellenabschied von Katniss Everdeen, dem Mädchen, das in Flammen stand und ihrem 'Loverboy' Peeta Mellark.“ Er machte eine ausladende Handbewegung und senkte dann seine Stimme. Verschwörerisch blinzelte er in die Kamera:
„Und natürlich haben wir die Details, meine Damen und Herren und exklusives Foto- und Videomaterial, das einige Skandale enthüllen wird, die sie heute noch die ganze Nacht wach liegen lassen werden.“
Die Kamera zoomte ein Stück von ihm weg und man konnte sehen, dass er nicht alleine im Studio saß. Statt seiner Kollegin Daria saßen zu seiner Linken ein Mann mit unverkennbar gelifteten Gesicht und grell gelben Haaren und eine Kaugummi kauende junge Frau mit violetten Korkenzieherlöckchen und einem Rock, der ihr kaum über den Hintern reichte.
„Analysieren werden sie mit uns unsere beiden Promi-Experten Maximilius Glass und Stulta Mayraine, die gerade direkt von der Party kommen. Maximilius, wie war ein Gesamteindruck?“
Der Kerl mit den gelben Haaren setzte sich ein wenig aufrechter hin und rückte seine Perücke zurecht.
„Mit einem Wort: Fan-tas-tisch! Effie Trinket hat sich selbst übertroffen. Diese Frau ist immer wieder für eine Überraschung gut.“
„Nicht nur für eine...“, unterbrach Tiberius ihn gleich wieder. „wie wir heute auch noch analysieren werden. Kurz: meine Damen und Herren – sie.werden.schockiert.sein! Aber wir wollen ja nicht zu weit vorgreifen. Sprechen wir erst einmal über die Shows. Stulta?“
Die Dame mit dem violetten Haar dürfte noch nicht mit ihrem Einsatz gerechnet haben, denn sie verschluckte vor Schreck ihren Kaugummi und musste sich erst sammeln.
„Die Shows waren phänomenal. Besonders die erste zu Ehren der Braut. Ein Adonis-Körper neben dem anderen, eingehüllt in ein Nichts aus Federn, das durch Feuer noch zusätzlich in Szene gesetzt wurde. Spektakulär. Aber auch das restliche Programm war nicht zu verachten. Schöne Körper soweit das Auge reicht. Diese Tänzer hat Effie wirklich mit Liebe zum Detail ausgesucht...“
„Wo sie doch privat einen deutlich herberen Geschmack hat...“, warf Maximilius mit einem dreckigen Lachen ein, wurde aber gleich vom Moderator mit einem vielsagenden Blick ruhig gestellt. Er räusperte sich und machte ein seriöseres Gesicht.
„Auch bei der Party des Bräutigams gab es jede Menge junges Frischfleisch und atemberaubende Shows zu bewundern. Ohne zu viel verraten zu wollen – was am Junggesellenabschied passiert, sollte auch am Junggesellenabschied bleiben – es gab Dinge zu sehen, von denen ich bisher nicht einmal geahnt hätte, dass eine Frau dazu in der Lage sein könnte...obendrein war eines der Highlights eine in Champagner badende Schönheit und der Alkohol wurde im Nachhinein natürlich getrunken. Jeder Mann, der noch bei Sinnen genug war, wollte ein Glas...“
„Im Normalfall hätte Haymitch Abernathy wohl das ganze Glas alleine leer getrunken...aber diesmal hatte er wohl etwas Süßeres, das seine Aufmerksamkeit beansprucht hat.“
Alle drei lachten, winkten schlussendlich aber ab, ohne den Witz zu erklären.
„Kommen wir zu dem, worauf die Damen und Herren vorm Fernseher wirklich warten....“
Das Foto einer wunderschönen Blondine und ihres gutaussehenden dunkelhaarigen Begleiters wurde eingeblendet.
„Cashmere Mayra und Xavier Havering. Wir sehen die beiden nicht zum ersten Mal gemeinsam. Wer hätte noch vor ein paar Wochen gedacht, dass die Distrikt 1 Schönheit jemals einen Außendistrikter erhören würde und doch wirken sie mittlerweile unzertrennlich.“, kommentierte Tiberius, während eine ganze Parade an Bildern der beiden - unter anderem in intimer Umarmung – präsentiert wurde.
„Die beiden sind schon richtig niedlich...“ Stulta fischte sich gerade einen neuen Kaugummi aus der Tasche und warf ihn sich ein. „und es ist interessant, eine weiche Seite der ehemals so harten und toughen Cashmere zu sehen.“
Es folgte ein Zusammenschnitt der verschiedenen Kleider und Begleiter verschiedenster Sieger und anderer Prominenten. Stulta moderierte unter großem Gelächter ein Best-off der größten modischen Fehlgriffe des Tages, während die Themen langsam brisanter wurden.
„Aber ein paar wenige Gäste wirkten auch unzufrieden...Unter anderem Brutus Grace?“, stellte Tiberius fest und blickte fragend zu Maximilius.
„Vollkommen grundlos. Die Party war bis ins kleinste Detail perfekt geplant. Niemand weiß, welche Laus Grace über die Leber gelaufen sein könnte. Gerade er wirkt doch normalerweise sehr interessiert an hübschen Tänzerinnen. Auch Paris Luxury wirkte etwas unglücklich, aber seine Stimmung wurde wohl von privaten Problemen getrübt – für die Herrschaften, die heute blind und taub durchs Leben gegangen sind: Paris Luxury hat nachweislich mit der jungen Siegerin Stella Mayness geschlafen und damit seiner strahlenden Karriere einen hässlichen Fleck verpasst.“
Auch Stulta schüttelte missbilligend den Kopf.
„Damit zu den Bildern, die wir wohl ALLE sehen wollen.“ Tiberius lächelte beinahe zärtlich in die Kamera, bevor ein Bild von Katniss in Peetas Arm eingeblendet wird. Ein allgemeines „Awwwww“ ging durch das Studio. „Die große Liebe.“ Stulta betupfte ihre Augen mit einem Taschentuch.
„Da kann man den Gastgebern auch problemlos verzeihen, dass sie ihre eigene Party als eine der Ersten verlassen haben.“, stellte Tiberius mit Nachdruck fest. Zustimmendes Gemurmel. „Eine Warnung an alle Diabetiker unter Ihnen. Wenn Sie Probleme mit Ihrem Zuckerspiegel haben, sollten Sie jetzt besser wegsehen.“
Ein Video-Clip wird eingespielt. Wackelige Kameraführung - da war wohl jemand im Gebüsch versteckt. Das tragische Liebespaar aus Distrikt 12 im Garten vor dem Bodacious in inniger Umarmung. Die Braut zieht ihren Verlobten an sich, er überwindet die letzten Zentimeter. Wieder ist ein lautes „Awwww“ zu vernehmen. Im nächsten Moment packt Katniss Peeta, schleudert ihn geradezu gegen die Wand und presst sich an ihn. Allgemeines Gelächter.
„Oh la la...“, bringt Tiberius irgendwann hervor. „Hier können wir deutlich erkennen, wer in dieser Beziehung die Hosen an hat. Wenn man sich mit dem 'Mädchen, das in Flammen stand' einlässt, muss man wohl aufpassen, dass man sich nicht die Finger verbrennt.“
„Da hat sich die große Jägerin wohl einen Festtagsbraten geschossen. Einen sehr willigen, wenn ich das feststellen darf.“, fügte auch Maximilius hinzu.
„Ich finde das niedlich.“ Stulta wickelte eine Locke um ihren Finger. „Er ist so sensibel. Es sollte viel mehr solche Männer geben...wenn er noch aussehen würde, wie Finnick Odair, wäre Peeta absolut perfekt.“
„Und nach der Show, die er zusehen bekommen hat, ist es kein Wunder, dass der Junge so schnell wie möglich mit seiner Braut nach Hause wollte....“ Wieder Maximilius. „Das kann ich ihm wirklich nicht verübeln.“
Auf dem Bildschirm im Hintergrund wurde ein neues Foto eingeblendet. Ein weiteres Paar. Wieder blond und dunkelhaarig.
„Allerdings ist es nicht bei allen verständlich, dass sie sich so früh verabschiedet haben und einige davon, haben diese Party im nicht ganz einwandfreien Zustand verlassen...“, leitete Tiberius zu einem neuen Thema über.
„Cecelia Dearing und Beetee Baxter. Zuletzt ständig gemeinsam als 'Deaxter' im Gespräch. Was ist bloß mit Mrs. Dearing los? Jahrelang eine Bilderbuch-Ehe ohne Skandale, drei entzückende Kinder...plötzlich wirft sie alles hin...für einen schrägen Erfinder? Und jetzt auch noch das!“
Man sieht Cecelia mit Annie Cresta durch den Garten schwanken, sie stolpert und fällt Beetee in die Arme. Synchrones trauriges Kopfschütteln.
„Da hat wohl jemand zu tief ins Glas geschaut.“
„Ich finde es ja süß, wie heldenhaft Baxter sie auffängt. Man traut ihm eigentlich gar nicht zu, dass er dafür genug Kraft hat...“, verteidigt Stulta die beiden halbherzig.
„Aber nützt er Dearings Zustand aus? Was läuft zwischen den beiden?“, wirft der Moderator in die Runde.
„Nun, das fragt sich ganz Panem schon seit Tagen. Was läuft zwischen Dearing und Baxter? Handfeste Beweise gab es bisher ja keine. Ein gemeinsamer Tanz. Ein Foto, auf dem die beiden einander zärtlich in die Augen sehen. Ein paar Events, auf denen sie gemeinsam erschienen sind. Baxter ist bisher vierundzwanzig Jahre lang mit Wiress Owlet überall aufgetaucht. Die waren trotzdem nie ein Paar.“
Man konnte erkennen, dass Maxilmilus das Thema begeisterte.
„Mich haben diese Fragen auch beschäftigt, deswegen hatte ich bei dieser tollen Party Baxter ständig im Auge. Ich habe mich gefragt, wie der Mann tickt und dabei einige brisante Dinge gesehen, die seine Beziehung zu Dearing in ein völlig neues Licht rücken...“ Er machte eine dramaturgische Pause.
„In einem Saal voller wunderschöner Frauen, gab es nur drei Menschen, denen er Aufmerksamkeit gezollt hat. Finnick Odair – wer kann dem schon widerstehen, Plutarch Heavensbee – der bekanntermaßen Männern nicht abgeneigte oberste Spielmacher, dessen offizielle Begleitung er sogar zu sein schien – und einem jungen käuflichen Adonis namens Lucian Fortune – ein aufsteigender Stern am Callboy-Himmel. Mit diesem jungen Mann hat sich Baxter – ich habe es mit eigenen Augen gesehen – sehr angeregt, um nicht zu sagen ERREGT unterhalten.“
Stulta fiel vor Überraschung der Kaugummi aus dem Mund und auch dem sonst so professionellen Moderator fiel es schwer einen seriösen Gesichtsausdruck beizubehalten.
„Das heißt also...“, schloss er, während man sehen konnte, dass er versuchte seine Gedanken zu ordnen. „Die Frage ist eher, nutzt Baxter Dearing aus, um seine Homosexualität zu verstecken....“
„Oder zeigt die sonst so tugendhafte Mutter nur deswegen so wenig Berührungsängste, weil sie um die sexuelle Orientierung ihres guten Freundes weiß.“
Maximilius' Gesicht sagte deutlich, dass er seine eigene Theorie für wahrscheinlicher hielt.
„Ich glaube nicht, dass er schwul ist.“, warf Stulta bockig ein. „Seht euch doch sein Gesicht an, während er sie auffängt...und besorgt um sie herum wuselt. Er ist ganz eindeutig verliebt.“
„Gute Freunde.“ Erwiderte Maximilius gelassen.
„Beetee Baxter hat kein Interesse an Frauen. Mehr noch...als sich eine entzückende Tänzerin auf seinen Schoß gesetzt hat, hat er angewidert, ja geradezu panisch reagiert und fluchtartig die Party verlassen. Der arme Mann fühlt sich nicht nur nicht von Frauen angezogen, sondern scheint geradezu Angst vor Brüsten zu haben....vielleicht erträgt er deswegen nur Dearings Gesellschaft. Sie hat ja kaum welche.“
Boshaftes Gekicher.
„Nein, ernsthaft. Es hätte uns viel früher auffallen müssen. Ständig nur in Begleitung seiner verrückten Kollegin...außerdem, ganz objektiv betrachtet, er sieht alles andere als besonders männlich aus...“
Zustimmendes Gemurmel von Tiberius. Stulta machte immer noch ein beleidigtes Gesicht, wirkte aber mittlerweile ein wenig verunsichert.
„Ich finde immer noch, dass er sie sehr verliebt ansieht...“, protestierte sie leise, doch ihre Miene erhellte sich, als endlich das Paar eingeblendet wurde, über das alle drei schon den ganzen Abend sprechen wollten.
„Haymitch Abernathy und Effie Trinket. Kurz: Haffie! Was für ein Name und was für ein Paar. Seit Tagen wird darüber spekuliert und von Effies Seite HEFTIGST dementiert, aber – meine Damen und Herren – diese Szenen kann die gute Frau nicht mehr wegdiskutieren.“
Ein Video-Clip wurde eingespielt. Haymitch und Effie die sich – offensichtlich sehr heftig – streiten. Haymitch, der ihr plötzlich – wie aus dem nichts – mit einem innigen Kuss das Wort abschneidet und gegen die Wand drückt. Die Betreuerin, die sich kein bisschen dagegen wehrt, sondern ihren Kollegen nur noch näher an sich zieht und seine Küsse mit der gleichen Leidenschaft erwidert.
Stulta stieß einen schrillen Pfiff aus: „Nette Kusstechnik, Haymitch.“ Sie sah tatsächlich beeindruckt aus. Effie in der Großaufnahme ebenfalls.
„Wer hätte gedacht, dass Abernathy sich tatsächlich für etwas anderes als Alkohol interessiert....“
Man sah Plutarch den Raum betreten. Effie verpasste Haymitch eine saftige Ohrfeige, diskutierte mit beiden Männern und stürmte durch die Tür.
„Ein Temperamentbündel. Haymitch, fassen Sie die Dame vorsichtig an, sie ist hochexplosiv.“
Alle drei wirkten noch immer beeindruckt von dem, was sie gerade zu sehen bekommen hatten.
„Echte Leidenschaft! Echtes Feuer!“, stellte Stulta mit glitzernden Augen fest. „Wen interessiert schon, wo der Kerl herkommt, wenn er so küsst. Ich finde das aufregend! Dramatisch! Davon wollen wir mehr sehen.“
„Sie begibt sich hier deutlich unter ihr Niveau.“ Maximilius wirkte kritischer. „Beinahe schon peinlich. Und ausgesprochen unprofessionell, wo die beiden doch zusammenarbeiten. Da fragt man sich, ob sie das während der Vorbereitungszeit für die Spiele auch überall heimlich tun. Kein Wunder, dass Distrikt 12 bis letztes Jahr beeindruckend erfolglos gewesen ist.“
Tiberius beugte sich verschwörerisch zu seinen beiden Kollegen vor. Er hatte offensichtlich noch etwas, das er unbedingt loswerden wollte.
„Wisst ihr, was sie im Anschluss an den Kuss behauptet haben soll...“, meinte er und konnte nur mit Mühe ein Glucksen unterdrücken. „dass Haymitch sie in die Enge gedrängt habe und alles seine Schuld gewesen wäre...auf den Bildern sieht sie nicht sehr bedrängt aus...“
Eine Großaufnahme von Effies Hand, die Haymitch an seiner Krawatte an sich heranzog, wurde eingeblendet. Maximilius lachte schallend.
„Da hat sich wohl Abernathys Teufels-Krawatte von selbst um ihre Hand gewickelt und den Mann an das 'arme Opfer' gezogen.“
Lautes Gelächter während der Kuss noch einmal in Zeitlupe wiederholt wurde. Danach die Ohrfeige. Ebenfalls in Zeitlupe.
„Oh, es tut mir wirklich leid, ich sehe gerade, wir haben unsere Sendezeit längst überschritten. Alle nachfolgenden Sendungen werden sich daher um zehn Minuten verschieben. Aber ich denke, sie werden mir zustimmen, wenn ich sage: Das war es wert!“
Der Abspann wurde eingeblendet.
„Wir wünschen Ihnen eine geruhsame Nacht, träumen Sie etwas Schönes, falls sie nach diesen aufregenden Bildern überhaupt Schlaf finden können. Und schalten Sie natürlich auch morgen wieder ein. Vielleicht mit einer exklusiven Stellungnahme von Effie Trinket, falls wir sie vors Mikrofon bekommen können, falls ihre Zunge nicht gerade anderweitig beschäftigt ist...Tiberius Thorn wünscht Ihnen eine gute Nacht!“


Zuletzt von Beetee Baxter am Fr 19 Apr 2013 - 0:09 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : ze)
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BeitragThema: Re: Das öffentlich-rechtliche Fernsehen Panems   Fr 26 Apr 2013 - 0:10

23. November
nach 23:59 Uhr
"Capitol News One"


„Und jetzt noch eine letzte Eilmeldung, die uns an diesem ereignisreichen Tag soeben erreicht hat.“
Tiberius Thorne sah mittlerweile trotz Maske ziemlich müde aus.
„Vor wenigen Stunden wurde der Name des diese Woche auf so tragische Weise verunglückten Mannes bekannt gegeben. Vermus Castlestone.“
Das Foto eines blassen, sommersprossigen Mannes zwischen dreißig und vierzig wurde eingeblendet. Sein Alter war schwer einzuschätzen, weil seine großen Augen und jungenhaften Gesichtszüge im Gegensatz zu seiner etwas verbrauchten hageren Gestalt und den ersten kleinen Fältchen unter den Augen stand.
„Seine glühende Leidenschaft für Finnick Odair wurde Castlestone letzten Donnerstag zum Verhängnis.“, eröffnete der Moderator seinen Bericht mit stoischer Miene.
„In der Hoffnung einen kurzen Blick auf sein Idol zu erhaschen, kletterte der junge Mann die Fassade des Trainingszentrums hoch, verlor dabei den Halt und stürzte in den Tod. Wie uns berichtet wurde, war es nicht das erste Mal gewesen, dass der Mann bei der Verehrung seines Lieblingssiegers weit über das Ziel hinausgeschossen war.“
Ein imposantes Gebäude mit weißen, spiegelglatten Wänden wurde gezeigt. Davor standen drei Männer in weißen Kitteln. Ganz offensichtlich Ärzte.
„Nachdem sich der junge Sieger vor einigen Jahren durch seinen Fan stark belästigt fühlte, wurde Castlestone in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen, wo er gegen seine wahnhafte Leidenschaft behandelt wurde. Unglücklicherweise entkam dieser letzten Mittwoch durch einen technischen Fehler und machte sich sofort wieder auf die Suche nach seinem Idol.“
Auf dem Foto wurde das Gesicht eines der drei Männer herangezoomt.
„Das Schicksal nahm eine weitere tragische Wendung, als sich sein behandelnder Arzt in den gestrigen Abendstunden aus Schuldgefühlen das Leben nahm.“ Tiberius wirkte nun wirklich ehrlich berührt, während im Hintergrund wieder ein Foto von Vermus – diesmal in jüngeren Jahren – eingeblendet wurde.
„Vermus Castlestone stammte aus einer sehr geachteten und wohlhabenden Familie. Beide Elternteile erbten erfolgreiche Familienunternehmen im Bereich Pharmazie und fusionierten vor mehr als vierzig Jahren ihre beiden Firmen zum allseits bekannten und gigantischen Unternehmen Äskulap. Leider wollten sich die Eltern nicht zum tragischen Tod ihres Sohnes zu Wort melden,...“, stellte Tiberius bedauernd fest.
„...doch wir haben eine Cousine zweiten Grades gefunden, die ein wenig Licht in das Dunkel seiner Kindheit bringen möchte.“
Eine Frau mit kupferroter Perücke und einer Menge Schminke im Gesicht wurde eingeblendet. Ihre Augen glühten vor Begeisterung, obwohl sie offensichtlich versuchte, ein paar falsche Tränen raus zu pressen und sich immer wieder geräuschvoll in ein Stofftaschentuch schnäuzte.
„Wissen Sie, Vermus war schon als Kind irgendwie seltsam...“, erklärte sie und trompetete kurz in ihr Taschentuch.
„Weil seine Eltern so fleißig gearbeitet haben, war er viel allein und hat mit Puppen gespielt. Richtige Freunde hatte er nie wirklich...er war eben...eigen...wollte immer, dass alles nach seinem Kopf geht und konnte sich nie mit den anderen Kindern auf deren Spielregeln einigen.“
Sie schauderte kurz.
„Einmal hat er beinahe mein Kätzchen erstickt, weil er meinte, es wollte unbedingt unter seinem Kopfkissen liegen liegen, während er drauf saß...“, stellte sie fest und sah sich ängstlich um, als könnte er hinter ihr auftauchen und etwas antun, weil sie seine Geheimnisse ausplauderte.
„Und als er älter wurde, wurde er immer besessener davon, anderen Menschen nachzueifern. Er hat wohl gehofft, das würde ihn beliebt machen...Sobald ein populärer Klassenkollege eine neue Jacke hatte, musste er diese sofort nachkaufen. Er hat sich ständig die Haare gefärbt, je nachdem welche Haarfarbe sein 'Lieblingsfreund', wie er ihn nannte, gerade hatte. Der arme Junge hat nach nicht einmal zwei Jahren die Schule gewechselt...Vermus hat sich kurz darauf ein neues Vorbild gesucht.“
Mittlerweile schien sie großen Gefallen daran gefunden zu haben, aus dem Nähkästchen zu plaudern und entspannte sich sichtlich.
„Aber nachdem Finnick Odair die Spiele gewonnen hatte, wurde es richtig schlimm mit ihm. Er wurde regelrecht besessen. Sprach über nichts anderes mehr und sammelte ständig Bilder und Fotos von dem Kerl. Überall ist er mit diesem grauenhaften Buch herumgelaufen...“
Sie schnäuzte sich wieder lautstark.
„Ich wusste, dass es mit ihm kein gutes Ende nehmen würde.“
Das Interview war zu Ende und Tiberius Thorne war wieder zu sehen. Er machte ein betroffenes Gesicht.
„Was hat diesen armen, verwirrten jungen Mann dazu gebracht, dass seine harmlose Bewunderung über die Jahre so krankhaft ausgeartet war und schließlich zu seinem viel zu verfrühten Ableben geführt hat? War er in seiner Kindheit zu viel allein? Hätten seine Ärzte mehr für ihn tun können? Oder sind gar die äußeren Reize des eigentlichen Stalking-Opfers schuld?“
Ein neuer Clip wurde eingespielt.
„Genau DAS ist es, was Finnick Odair mit den Menschen macht!“, krähte eine Frau in die Kamera. Der eingeblendete Untertitel, wies sie als 'Valeria Hardford – S.F.g.F.O.' aus. „Er treibt unschuldige Opfer in den Wahnsinn!“
„Aber kann man Finnick Odair wirklich auch nur eine Teilschuld an Vermus Castlestones wahnhafter Liebe geben? Kann er so ein Verhalten wirklich nur Dank seines Aussehens provoziert haben?“, gab Tiberius zu bedenken und blickte ernst in die Kamera.
„Unbestreitbar ist, dass ganz Panem seine Sieger über alles liebt...aber lieben wir sie vielleicht tatsächlich schon eine Spur zu viel?“
Er machte noch eine dramatische Pause, bevor er die Sendung beendete.
„Das war für Sie Tiberius Thorne von 'Capitol News One'. Ich wünsche Ihnen eine geruhsame Nacht. Schlafen Sie wohl.“
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BeitragThema: Re: Das öffentlich-rechtliche Fernsehen Panems   Sa 27 Apr 2013 - 0:38

29. November
20 Uhr
Wiederholung - dank des großen Unterhaltungswerts trotz all der Pannen - der Folge "Kapitol aktuell" vom 24. November


„Einen schönen guten Abend und herzlich willkommen bei der heutigen Ausgabe von ‚Kapitol aktuell!“, grüßte Tiberius Thorne routiniert in die Kamera, während seine Kollegin Daria Shinecloud ungewöhnlich herum hibbelte und offensichtlich Schwierigkeiten hatte sich zu konzentrieren. Er legte seine Stirn kurz in Falten, überging ihr unprofessionelles Verhalten allerdings kommentarlos.
„Heute haben wir ein besonders brisantes Thema für sie…“
„Finnick Odair – Playboy oder Poet?“, platzte Daria plötzlich heraus und wurde ziemlich rot im Gesicht, als ihr älterer und erfahrenerer Kollege ihr einen vernichtenden Blick zu warf. Sie schwieg sofort und begann geräuschvoll die Kärtchen in ihrer Hand neu zuordnen.
„Finnick Odair. Über kaum einen Sieger wird mehr berichtet, als über den hübschen jungen Mann aus Distrikt 4.“, setzte Tiberius fort und beäugte dabei seine Kollegin misstrauisch, die sich allerdings mittlerweile besser zusammenzureißen schien.
„Vollkommen zurecht, denn Finnick Odair interessiert, bewegt und unterhält die Massen. Er ist jung, witzig, charmant, nie um eine freche Antwort verlegen…“
„…und sooooo sexy.“, fügte Daria mit einem verträumten Seufzen hinzu, bevor sie wieder aufschreckte und sich kurz räusperte. „Verzeihung.“
Tiberius Mundwinkel zuckten kurz, bevor er wieder gänzlich sein höflich freundliches Moderations-Gesicht aufsetzte.
„…und sehr gutaussehend.“, ergänzte er großzügig.
„Mehr als das: Alle Frauen möchten mit ihm schlafen, alle Männer möchten sein wie er - oder ebenfalls mit ihm schlafen.“
Er warf seiner Kollegin einen prüfenden Blick zu, aber die machte ein seriöses und konzentriertes Gesicht.
„Trotz seiner unbestreitbaren Popularität spaltet er die Nation – wenn auch nur in einen sehr großen und einen sehr kleinen Teil“, übernahm sie seine Moderation jetzt mit professioneller Stimme. „Doch wer ihn nicht verehrt, verachtet ihn.“
Für einen kurzen Moment deutete sie ein ungläubiges Kopfschütteln an, las dann aber brav weiter von ihrem Zettel ab.
„In dieser Sendung wollen wir dem Phänomen Finnick Odair auf den Grund gehen. Was macht ihn so beliebt? Wie sieht seine Zukunft aus? Und wird jemals jemand sein freiheitsliebendes Herz erobern können?“ Der sehnsüchtige Blick in ihrem Gesicht, machte deutlich, dass sie selbst gerne die Antwort auf die letzte Frage gewesen wäre und Tiberius sah sie warnend an, bevor er wieder übernahm.
„Zu diesem Zweck haben wir uns heute zwei Experten in unser Studio geladen, um über den meist diskutiertesten Mann Panems zu plaudern. Auf der einen Seite…“, er deutete links neben seine Kollegin und die Kamera zoomte auf eine Dame Mitte dreißig mit pinker Perücke und ebenfalls pinken perfekt manikürten, langen Fingernägeln, auf denen kleine glitzernde Buchstaben als Nageltattoos angebracht waren.
„Scriba Truth. Autorin des Bestsellers: Finnick Odair – ein Leben im Netz der Leidenschaft.“
Scriba nickte höflich in die Kamera, wobei ihre kleinen Ringellöckchen wippten, während Daria sie ansah, als würde sie die Schriftstellerin im nächsten Moment dazu auffordern, ihre Ausgabe des Buches mit einer persönlichen Widmung zu unterzeichnen.
„Auf der anderen Seite…“, setzte Daria fort und zog ihr Näschen dabei ein wenig kraus. „Valeria Hardford. Vorsitzende der kleinen, aber lauten Gruppierung S.F.g.F.O. Der Organisation Sittsamer Frauen gegen Finnick Odair.“
Valeria funkelte die beiden ihr gegenüber sitzenden Frauen an wie Feindbilder und blickte sich hilfesuchend nach dem Moderator neben sich um.
„Beginnen wir…“, schlug dieser mit einer Stimme vor, als müsste er jetzt schon einen Streit schlichten. „mit der Frage, was den jungen Mann aus dem sonnigen Distrikt so populär macht. Ist es wirklich NUR sein unbestreitbar gutes Aussehen?“
„Sehen Sie, DAS ist eine interessante und zentrale Frage.“, stelle Scriba fest und rückte sich die perfekt auf das Outfit abgestimmte Brille auf der Nase zurecht.
„Ich persönlich denke, dass ihm die Frauenherzen aus deutlich mehr Gründen zufliegen.“
Daria nickte eifrig.
„Da wäre einmal sein Sinn für Humor…“, begann sie aufzuzählen und hielt dabei ihre Hand in die Kamera, um seine Vorzüge an den Fingern abzuzählen. „sein Charme, seine enormes körperliches Geschick als Liebhaber,…“ Sie machte eine dramatische Pause, in der sie völlig überzeugt in die Kamera nickte, was Daria zu einem weiteren tiefen Seufzen motivierte und sogar Tiberius kurz aus dem Konzept brachte. „sein beinahe poetischer Umgang mit schönen Worten und natürlich seine tragische Kindheit.“
Valeria schnaubte verächtlich, ließ ihre Kollegin – oder eher Widersacherin – allerdings weitersprechen.
„Schon mit acht seine Mutter verloren – der arme Junge.“ Sie machte ein ehrlich bedauerndes Gesicht. „Dann mit vierzehn ausgesprochen jung für die Spiele gelost. Wer hätte gedacht, dass er überhaupt eine Chance hatte zu gewinnen. Ich selbst habe das arme Häschen nur gesponsert, weil er mir so unendlich leid getan hat.“ Und wahrscheinlich auch, weil er schon mit vierzehn verdammt hübsch ausgesehen hatte, doch das sprach niemand laut aus.
„Zwei Jahr später auch noch seinen Vater verloren. Mit sechzehn ein Vollwaise. Man stelle sich das einmal vor.“, stellte sie schockiert fest, als würde es in den Distrikten nicht so von Waisenkindern wimmeln, um die sich niemand kümmerte und denen auch keine Siegergehälter zur Verfügung standen.
„Jede gesunde, zu Liebe fähige Frau…“ Sie warf einen strafenden Blick auf Valeria. „Möchte so einen armen Jungen doch umsorgen und ihm ein wenig Zuneigung schenken, um ihn zu trösten.“
Daria seufzte leise auf und spielte gedankenverloren mit einer Haarsträhne.
„Ja, und diese Gutmütigkeit nützt er auch nach Strich und Faden aus…“ Offensichtlich war es der Vorsitzenden der S.F.g.F.O. nun zu bunt geworden und sie verspürte das Bedürfnis sich zu Wort zu melden. „Der reinste Parasit.“
Sie funkelte wütend in die Kamera.
„Finnick Odair ist wie ein Zeck. Er lauert Unschuldigen aus dem Hintergrund auf, bespringt sie ganz plötzlich und ohne Vorwarnung, saugt sich an ihnen fest und wenn er genug hat, rollt er sich einfach von ihnen herunter und wartet auf sein nächstes Opfer.“
Daria schlug sich pikiert die Hand vor den Mund und auch Tiberius stieß mit erschrockenem Gesicht ein beschwichtigendes ‚Na, na!’ hervor. Doch Valeria zeigte sich von diesen Reaktionen völlig unbeeindruckt.
„Das ist die reine Wahrheit! Und schlimmer noch als das: Er bringt unsere Töchter, Schwestern, Ehefrauen, ja sogar Mütter dazu, sich wie wilde Tiere zu benehmen…oder…Distrikter! Es ist skandalös! Widerwärtig.“, ereiferte sie sich.
„Ich habe…“ Sie setzte ein sehr selbstzufriedenes Gesicht auf und lehnte sich in ihrem Stuhl zurück. „Beweisvideos und -fotos für seine Schändlichkeit mitgebracht.“
Besagte Videos wurden natürlich sofort abgespielt. Zu sehen war Finnick, wie er mit nichts als einer Muschel und seinem Dreizack bekleidet, für ein kapitolisches Hochglanzmagazin posierte. Finnick, der mit durchsichtigem und weit aufgeknöpften Hemd eine Veranstaltung betrat und damit die Ohnmacht dreier Damen verursachte. Eine andere Veranstaltung, bei der ein junges Mädchen ihm ihren gerade erst ausgezogenen Slip ins Gesicht warf. Finnick, wie er auf einer Party vor allen Leuten sein Gesicht in Harmony Loveys Ausschnitt versenkte. Finnick, augenscheinlich betrunken, wie er eine andere Party in trauter Umarmung mit drei Frauen, einem Kerl und einem Hund verließ. Finnick am Tisch des Speisesaals während gleich zwei Frauen von ihm Früchte, Schokoladesoße und Eiscreme aßen. Finnick der nackt in einen Aufzug stieg und damit den anderen – offensichtlich weniger freizügigen Fahrgast – völlig aus dem Konzept brachte…
Kurz - ein Feuerwerk der Obszönitäten in Valeria Hardfors Augen. Was es für Daria Shinecloud bedeutete, war schwieriger zu deuten, doch als die Kamera auf ihr Gesicht zoomte, konnte man sehen, dass ihr der Mund offenstand und sie sogar ein wenig gesabbert hatte.
„Dieser widerliche, sittenlose, unmanierliche Bastard nutzt Frauen aus und wechselt sie schneller, als ein durchschnittlicher Außendistrikter seine Unterhosen.“, stellte Valeria abschließend fest, als der Zusammenschnitt vorbei war.
„Das ist nur, weil er noch nicht die ‚Richtige’ gefunden hat!“, piepste Daria.
„Seine Bindungsprobleme rühren davon, dass er so früh von seiner Mutter verlassen wurde! Der arme Kerl!“, verteidigte ihn die Autorin lautstark.
„Ich muss Sie doch bitten, auf Ihren Ton zu achten.“, empörte sich jetzt auch Tiberius, der sich ganz offensichtlich eine ruhigere Diskussion erhofft hatte und seine schweißnasse Stirn mit einem Tuch abtupfte.
„Auf meinen Ton achten?“, kreischte Valeria. „Finnick Odair achtet auch nicht auf seinen Ton, wenn er es unschuldigen Mädchen in einer Besenkammer besorgt!!!“Mittlerweile war sie schon ziemlich rot im Gesicht geworden.
„Er glaubt, mit seinem Waschbrettbauch, seinen durchtrainierten Armen, dem perfekten Gesicht…“ Sie redete sich immer mehr in Rage und schien nicht mehr darauf zu achten, was sie überhaupt sagte. „…seinem umwerfenden Lächeln und diesem niedlichen kleinen Muttermal an der Leiste…“ Die drei anderen Leute im Studio hielten vor Überraschung den Atem an.
„…kann er es sich leisten, jede Frau um den Finger zu wickeln, wegzuwerfen und dann nie wieder anzurufen…“, wetterte sie und hob drohend den Zeigefinger. „Aber nicht mit mir!!! Nicht mit mir!!! Ich werde ihn vernichten!“
„Sie haben ja auch mit ihm geschlafen!“, Daria und Scriba waren beide empört von ihren Sitzen aufgesprungen.
„Meine Damen, ich bitte Sie, setzen Sie sich wieder und beruhigen Sie sich!“
„Er ist eine widerwärtige Mistmade!“
„Rachsüchtige, frigide alte Schachtel!“
„Ich bitte Sie, achten Sie doch auf ihren Umgangston!“ Tiberius fühlte sich offensichtlich mit der Situation überfordert. Normalerweise moderierte er äußerst ruhige und gesittete Sendungen.
„Dumme, lüsterne Schlampen!“
„Vertrocknete, frustrierte Furie!“
Tiberius winkte dem Kameramann zu, damit er auf sein Gesicht zoomte. Sichtlich nervös und außer Atem stammelte er in sein Mikrofon, während im Hintergrund immer noch gekreischt und gezetert wurde.
„Ich denke, es ist Zeit zum Wetter zu schalten. Das war ‚Kapitol heute’ mit einem sehr…hitzigen Bericht über Finnick Odair. Ich bin Tiberius Thorne und wünsche Ihnen noch einen schönen Abend und viel Spaß beim….Wetter. Gute Nacht!“
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Coriolanus Snow
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BeitragThema: Re: Das öffentlich-rechtliche Fernsehen Panems   Mo 8 Jul 2013 - 11:19

Erstes Statement zum Angriff der Sieger auf das Kapitol am 30. November durch Präsident Snow
Die Sendung wird in ganz Panem als Pflichtprogramm ausgestrahlt


Bürger von Panem, was heute geschehen ist, war Hochverrat! Dieser hinterhältige und heimtückische Angriff unserer einst so geliebten Sieger hat schwere Verluste und tiefe Trauer mit sich gebracht.
Niemand von uns hätte wohl je angenommen, dass ausgerechnet diejenige sich gegen uns wenden, die wir als Helden verehrt haben. Es schmerzt sehr zusehen, wie sich unsere Sieger gegen das Kapitol gewendet und diesen blutrünstigen Angriff gegen uns und ihres Gleichen durchgeführt haben.
Ich bedaure sehr es sagen zu müssen, doch dieser Angriff war von langer Hand geplant. Keiner von uns kann wohl verstehen, was in den Köpfen dieser Barbaren vor sich gegangen ist und mit welchem Motiv sie unsere schöne Stadt angegriffen haben. Das Kapitol gewehrte ihnen doch immer eine außerordentliche Gastfreundlichkeit. Zwischen uns und den Sieger entstand ein starkes Band der Freundschaft, das nun gewaltsam durchtrennt wurde.

Mit Entsetzten betrachten wir alle nun den Tag, der nichts als Freude und Glück mit sich bringen sollte und nun von Leid, Schmerz und Tod geprägt ist. Unser aufrichtiges Beileid geht vor allem an Katniss Everdeen und Peeta Mellark, deren Hochzeit für diese blutrünstige Aktion ausgenutzt wurde. Leider kann niemand etwas über den Verbleib des Brautpaares sagen. Wir fürchten, dass die Angreifer unsere beiden geliebten Sieger mit sich genommen haben. Unsere Herzen sind bei euch, Katniss und Peeta. Wir hoffen, dass unser tragisches Liebespaar auch diese Hürde überstehen wird und freuen uns auf den Tag, an dem ihr wohlbehalten ins Kapitol zurückkehren könnt.
Es erleichtert mich sehr, dass wir eine gute Nachricht verkünden können. Auch wenn wir in tiefer Sorge um Katniss selbst leben, so konnten wir doch ihre kleine Schwester, die unschuldige Primrose Everdeen retten. Sie erholt sich von ihren schweren Verletzungen und erhält die bestmögliche ärztliche Hilfe des Kapitols. Auch wenn Primrose kaum bei Bewusstsein und Sorge um Katniss ist, hofft sie, dass es ihrer Schwester gut geht und dass sie bald wieder im Kapitol vereint sind. Ihre Cousine, Posy Hawthorne konnte ebenfalls von uns gerettet werden und erfährt natürlich die gleiche Gastfreundlichkeit wie Primrose. Wir hoffen sehr darauf, dass die Familie bald wieder vereint ist.

Während der Großteil der Sieger sich gegen das Kapitol wandte, das ihnen mit nichts als Freundlichkeit entgegen kam, gibt es einige wenige loyale Sieger, denen unser größter Respekt und Dank gilt. Felicia Infinity, Brutus Grace, Enobaria Delacour, Cajus Greystone, Undine Artemia und Solaria Pellet trotzten dem Angriff ihrer eigenen Freunde und stehen weiterhin an der Seite des Kapitols. Wir danken ihnen für ihre Unterstützung.
Traurige Neuigkeiten haben wir über weitere Sieger zu berichten, die in ihrer Loyalität ebenfalls unerschütterlich waren und zu uns gehalten haben, dabei jedoch schwer von ihrem eigenen Freunde verletzt wurden.
Dabei handelt es sich um Annie Cresta, Woof Yarn, Seeder Hennly, Krill Bemer, Jake Wheeler, Blight Loxley, Wiress Owlett, Ayana Melliston, Cashmere Mayra und Finnick Odair. Wir können nur hoffen, dass unsere Freunde schnell genesen. Vor allem der Angriff auf die eigenen Freunde und Kollegen lässt uns fassungslos auf die Täter blicken. Niemals hätten wir angenommen, dass diese Menschen so skrupellos sind.
Unser Beileid gilt auch den Kapitolfamilien, die Angehörige und Freunde in diesem Angriff verloren haben.

Dies war ein schwerer Angriff und trotz unseres Entsetzens werden wir nun nicht in Ohnmacht versinken. Wir sind es den Gefallenen und Verletzen schuldig, die Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Wir rufen die Sieger hiermit zur Kapitulation auf, bevor es zu weiteren Verlusten kommt. Wir appellieren an ihre Humanität und ihr Gewissen.
Diese Bitte entspricht jedoch gleichzeitig einer Warnung. Wir dulden keinen Angriff auf unser Land, unsere Bürger und unsere Freude! Wir sind verpflichtet unsere Bürger, unsere Kultur, unsere Welt zu schützen und ergreifen im Zuge dieses Schutzes jede nötige Maßnahme. Verräter, die sich nicht umgehend ergeben und einen fairen Prozess entgegen treten, werden nicht geduldet.
In diesen schweren Zeiten müssen wir eng zusammenstehen. Wir müssen zwischen Freund und Feind unterscheiden. Jeder unserer Freunde wird die vollste und beste Unterstützung erfahren, während wir bereit sind jeden Feind zum Wohle des Landes und der unschuldigen Bürger auszulöschen.

Es wird um Wachsamkeit gebeten und um Mithilfe. Die entflohenen Sieger müssen vorerst als Staatsfeinde geahndet werden und deren Worte dürfen kein Gehör finden.
Zu unserem großen Bedauern müssen wir vor allem vor Beetee Baxter warnen, der allem Anschein nach der Drahtzieher dieser Organisation war. Wir sind schockiert und entsetzt darüber, dass dieser Mann sich gegen uns gewendet hat und unsere Unterstützung seiner Arbeit und seines Lebensstils so mit Füßen tritt.

Wir möchten allen Bürger dazu aufrufen sich keine Sorgen zu machen. Wir garantieren für ihren Schutz. Allerdings rufen wir hiermit augenblicklich die höchste Sicherheitsstufe aus.
Lassen Sie uns in dieser schweren Zeit zusammen halten und den Angreifer zeigen, dass unser Land nicht von ihnen entzweit werden kann!

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BeitragThema: Re: Das öffentlich-rechtliche Fernsehen Panems   Mi 26 Feb 2014 - 13:29

Coriolanus Snow strahlte äußerlich Ruhe aus, auch wenn er im Inneren tatsächlich besorgt war. Diese Rebellen, Cashmere Mayra, die aufmüpfigen Distriktler, unzuverlässige Friedenswächter, Verräter aus dein eigenen Reihen und immer wieder Katniss Everdeen, das Mädchen das in Flammen stand. Da konnte der Präsident nur hoffen, dass es von nun an so lief, wie er es wollte. Zu viele Fehltritte waren bisher passiert. Noch mehr konnte sich das Kapitol nicht erlauben. Denn mit jedem Fehltritt verlor es mehr und mehr an Glaubwürdigkeit und Stärke und der Respekt gegenüber der Hauptstadt würde immer mehr schwinden.
Umso wichtiger war es nun, dass er einen souveränen und überzeugenden Auftritt auf seiner Party gab. Die Presse würde anwesend sein.
Der Präsident trat auf den Balkon seines Anwesens und blickte auf die versammelten Gäste und Reporter. Die Mengen wollte erfahren, was geschehen war, warum es geschehen war und er musste das zur Schadensbegrenzung nutzen.
„Guten Abend, guten Abend. Es freut mich, dass Sie alle den Weg hierher gefunden haben und der Party beiwohnen, trotz der schrecklichen Ereignisse der vergangen Tage. Die erlebten Schrecken und die feigen Anschläge auf unsere geliebte Stadt haben uns alle erschüttert.“
Snow machte eine Pause und musterte die Kapitoler, die zu ihm aufsahen. Einige von ihnen wirkten wütend, einige ängstlich, aber die meisten neugierig. Er fragte sich beinahe, ob die Menschen in dieser Stadt jemals ihre Neugierde ablegen konnten. Aber es war auch von Vorteil, denn so bekamen die Menschen nicht mit, dass ein waschechter Krieg vor der Tür stand. Man musste sie lediglich weiter verwöhnen und ablenken um den Ernst der Lage zu verschleiern.
„Aber nun wissen wir, wer hinter den gemeinen Anschlägen steckt. Es sind unsere geliebten Sieger, die uns seit Jahren treu begleiten und unsere Vorbilder sind. Eben diese wenden sich nun gegen uns, um selber an Macht zu gelangen.“ Einige der Menschen schnappten nach Luft. „Wie wir gesehen haben, sind selbst unsere engsten Freunde unter den Siegern nicht länger vertrauenswürdig. Erschrecken Sie jedoch nicht, wenn Sie auf der Party einige der wenigen treuen Sieger treffen, die die Großzügigkeit und Gastfreundschaft des Kapitols zu schätzen wissen und sich nicht gegen uns stellen würden. Die verbliebenen Sieger an unserer Seite genießen weiterhin unsere Freundschaft und unser Vertrauen. In diesen Tagen müssen wir zusammenstehen, damit wir auch diese Feuerprobe überstehen und daraus als Sieger hervor gehen“, erklärte Snow ruhig und mit neuer Zuversicht. „Wir haben bereits die Verdächtigen bei Seite genommen und prüfen sämtliche Sachverhalten, die hinter dem ersten heimtückischen Anschlag auf unser geliebtes Brautpaar, das sich nun in ihrer Gewalt befindet und dem zweiten Anschlag auf mein Leben, stecken. Seien Sie unbesorgt. Unsere Sicherheitskräfte haben die Lage im Griff und ich würde es persönlich sehr bedauern, wenn Sie die Gelegenheit diese Festlichkeit zu genießen versäumen würden.“
Auf Snows Lippen erschien ein aufmunterndes Lächeln als er das Glas hob. „Auf einem schönen Abend und auf das Kapitol, das alle Schwierigkeiten immer meistern konnte und für Solidität, Sicherheit und Wohlstand steht und dem nichts wichtiger ist, als diese Grundsteine zu erhalten“, sprach Snow den Tost aus und nahm selbst einen Schluck, wie auch die Menschen, die zu ihm aufsahen und seiner Rede gelauscht hatten.

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BeitragThema: Re: Das öffentlich-rechtliche Fernsehen Panems   Mi 5 März 2014 - 0:05

3. Dezember
9:00 Uhr
Präsident Snow

„Ich bedauere, Ihr Morgenprogramm für eine wichtige Eilmeldung unterbrechen zu müssen. Soeben konnten wir die Umstände des Anschlages während der friedlichen Interviews mit unseren gerade erst von uns versorgten und gepflegten Siegern dargelegt. Die Nachricht ist für jeden von uns schockierend. Auch für mich. Und nur mit größtem Bedauern und  größter Bestürzung teile ich Ihnen nun die Gegenebenheiten mit. Auch Sie haben ein Recht darauf zu erfahren, wie sehr wir uns von unseren geliebten Sieger haben täuschen lassen.“
Snow sah von seinem Rednerpult direkt in die Kamera, die dann jedoch einen Schwenk durch den Raum machte, der nach wie vor die Verwüstung und Zerstörung von vor einigen Stunden zeigte. Auch das Blut hatte er nicht wegwischen lassen.
„Drahtzieher dieses Anschlags, der unschuldige Leben im Kapitol kostete, waren die interviewten, beliebten Sieger selbst. Cashmere Mayra und Ayana Melliston haben bereits vor der Kamera gezeigt, dass sie dieses Blutvergießen geplant haben. Aber auch die beiden Sieger Blight Loxley und Finnick Odair müssen wir als Köpfe der Tat verzeichnen. Es wird noch eingehend geprüft, ob die verängstigte Schwester unserer geliebten Siegerin Katniss Everdeen ebenfalls zu diesem Plan verführt wurde, sowie es die psychisch labilen Siegerinnen Wiress Owlet und Annie Cresta wurden.“
Das Bild schwenkte wieder auf Snow um und er sah ernst in die Kamera, während er den Bericht weiter fortsetzte.
„Niemand anders als Annie Cresta feuerten den ersten Schuss ab, der meiner Person galt und der Startschuss für einen sinnlose Schießerei und ein blutiges Chaos darstellte. Da wir nun ihr Geständnis haben, möchten wir Ihnen ihre Worte nicht vorenthalten.
Er wusste, dass nun der kleine, leicht umgewandelte Film von einer verstörten Annie Cresta gezeigt wurde. Das Mädchen war eigentlich viel zu leicht zu beeinflussen gewesen. Kaum drohte man ihr mit Finnick Odair, plapperte nach sie was auch immer man verlangte. Es war beinahe peinlich mit anzusehen, was zwei Menschen bereit waren zu tun. Denn der Präsident konnte sich auch ein recht genaues Bild davon machen, was Odair gerade für diese Verrückte tat.
Mit wilden, zerzausten Haaren und verschmiertem Make-up wurde Annie eingebildet, die an einem Tisch saß und sich erfolglos die Tränen abwischte. Ihre Stimme war verheult und brüchig, was sicherlich an den Schreien ihres Verlobten galt, die sie computertechnisch produziert und ihr vorgespielt hatten.
„Ich habe versucht Präsident Snow zu töten…. Cashmere hat mir die Waffe gegeben. Ich sollte sie rein schmuggeln. Unter meinem Kleid. Ich war nervös, aber ich wirke harmlos, haben sie alle gesagt, Deswegen haben Cashmere und Ayana auch für mich bestimmt. Finnick war auch dafür. Ich sollte schießen, weil niemand mit mir rechnet. Ich sollte Cashmeres Liebeserklärung an Xavier Havering abwarten, es war das Zeichen…. Ich hatte noch nie eine Schusswaffe in der Hand… ich habe nicht gut gezielt und nicht getroffen.“
Das Bild zeigte nun wieder den Präsidenten, der den Kopf schüttelte. Vor allem über die junge Frau, die ihr eigenes Todesurteil unterzeichnet hatte, damit dass sie einen Tat gestanden hatte, die sie nicht begangen hatte. Und das nur für einen Mann, der ebenfalls bereits so gut wie tot war. Wie jämmerlich sie danach geschluchzt hatte und nach Odair gefragt hatte. Aber das zeigte das Video natürlich nicht.
„Das schockierende Geständnis von Annie Cresta lässt uns alle mit Unverständnis zurück. Diesem Mädchen wurde seit ihrem Sieg Fürsorge und Wohlstand geboten und dies ist der Dank. Schlimmer noch, die Teilnahme der beliebten Sieger Mayra, Melliston und Odair. Niemand von uns konnte mit so einem Verrat rechnen. Ihre Tat hinterlässt bei uns tiefe Trauer und Wut. Doch seien Sie sich sicher, wir werden sie nicht nur für den vereitelten Anschlag sondern auch für die Täuschung und Schmach, die sie dem Kapitol gebracht haben. Nicht nur Sie, meine Damen und Herren, sind auf das äußert gute Schauspiel so vieler Sieger herein gefallen. Wir können uns sicher sein, dass weitere Sieger sich diesen Verräter angeschlossen haben. Gloss Mayra, Xavier Havering, Beetee Baxter und Johanna Mason gelten ab sofort ebenfalls als Staatsfeinde. Ihre Eliminierung wird erfolgen, sobald es möglich ist.“
Und Snow hoffte, dass die Eliminierung dieser Sieger und so manch anderen sehr bald möglich wäre. Sollten sie doch kommen um ihre Freunde zu rächen. Er würde mit Sicherheit ein noch schlimmeres Schicksal für diese Sieger finden als die Arena, die den anderen bevor stand.
„Meine Damen und Herren, diese Attentäter haben uns schwer getroffen. Sie haben unser Brautpaar entführt, sie haben Menschen ermordet und unsere Stadt in Angst und Schrecken versetzt, aber etwas lassen wir uns nicht nehmen. Wir werden trotz alle dem das Jubeljubiläum feiern, auf das wir alle gewartet haben. Die Tribute werden unsere ehemals so geliebten Sieger sein. Doch wenn wir sonst unseren Favoriten klar unterstützen konnten, so müssen wir uns jetzt fragen, ob ein  solcher Verbrecher unsere Unterstützung noch verdient. Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, in nur wenigen Minuten werden unsere ehemals geliebten Sieger ein zweites Mal die Arena betreten, die eigens für das Jubeljubiläum gebaut wurde.“
Hierbei musste der Präsident wirklich aufpassen, dass er nicht erfreut wirkte. Denn die Nachricht sollte ernst und betroffen wirken. Dass er es in Wirklichkeit nicht erwarten konnte, die ersten Kanonen zu hören sollte besser keiner wissen.
„Unsere Gedanken sind nun vor allem bei den Familien, die heute Verluste erleiden mussten und bei denen, die in der Gewalt dieser Attentäter sind. Katniss Everdeen und Peeta Mellark, wir hoffen ihr seid wohl auf. Sobald wir eine Möglichkeit sehen, unsere Freunde zu retten, werden wir diesen natürlich umgehend ergreifen

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BeitragThema: Re: Das öffentlich-rechtliche Fernsehen Panems   Fr 3 Okt 2014 - 14:34

Capitol News - Sondersendung


„Dies ist Capitol News. Ich bin Severina Draghis.“ Die Nachrichtensprecherin mit den magentafarbenen Haaren und dem Blumentattoo auf der Wange wirkte blass unter der dicken Schicht ihres aufwendigen Make-Ups. Fahrig ordnete sie ihre Karten neu. Ihre Stimme zitterte kaum merklich als sie fortfuhr. „Eine unfassbare Eilmeldung wurde uns soeben vom Präsidentenpalast bekannt gegeben“, sprach Severina in die Kamera. Sie schien die Nachricht selbst nicht glauben zu können, aber ihre Stimme wurde zunehmend sicherer.
„Bisher ist man davon ausgegangen, dass ein technischer Defekt den Absturz des Hovercrafts der Tribute am Morgen des 3. Dezembers herbei geführt hat. Wie sich nun heraus gestellt hat, ist es ein weiterer Anschlag der Rebellen gewesen. Ayana Melliston kam bei diesem Anschlag ums Leben. Weitere Tribute, unter anderem Primrose Everdeen, werden vermisst“, fuhr Severina fort. Wieder warf sie einen ungläubigen, verunsicherten Blick auf ihre Karten. „Die Verantwortlichen für diesen Anschlag sind Finnick Odair und Cashmere Mayra. Seit fast einer Woche befinden sich diese Verräter auf der Flucht.
Heute haben sie in der Nähe von Distrikt 11 einen Güterzug überfallen. Aufgrund der schlechten Wetterbedingungen ist der Zug liegen geblieben, was diese Verbrecher für ihren brutalen Überfall ausgenutzt haben.“
Ein Video wurde eingespielt. Er zeigte Friedenswächter in einem Zug, die gegen einen Gegner im nachfolgenden Abteil kämpften. In dem Schusswechsel verloren die Friedenswächter ihr Leben. Finnick Odair tauchte in der Abteiltür auf. Er durchsuchte die Leichen der Friedenswächter, die der Waggontür am nächsten lagen, wagte sich nur wenige Schritte in den Waggon vor. Cashmere erschien in der Tür. Dann brach das Video wieder ab.
„Finnick Odair und Cashmere Mayra sind flüchtige Verbrecher. Sie haben acht Friedenswächter getötet, deren Familien unser aufrichtiges Beileid gilt. Diese Friedenswächter sind als Helden gestorben. Es wird ausdrücklich vor Odair und Mayra gewarnt!
Vermutlich haben sie weitere Todesopfer auf dem Gewissen. Seit dem Anschlag auf das Hovercraft müssen wir davon ausgehen, dass Wiress Owlet, Annie Cresta, Primrose Everdeen und ihre Cousine Posy Hawthorne ebenfalls tot sind. Von ihnen fehlt jede Spur.
Finnick Odair und Cashmere Mayra sind gefährlich! Jeder Hinweis, der zur Ergreifung der Verbrecher führt, wird belohnt.“


(Danke an Annie für diesen Beitrag)

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BeitragThema: Re: Das öffentlich-rechtliche Fernsehen Panems   Mo 24 Aug 2015 - 9:55

20. Dezember
11:30 Uhr
Stellungnahme des Präsidenten zum Angriff auf das Einkaufszentrum


Meinen lieben Mitbürger,

heute ist etwas Schreckliches geschehen. Einige unter uns ereilte bereits die Nachricht des tragischen Unfalls in unserem Einkaufszentrum. Doch die Wahrheit ist noch tragischer. Bei diesem Unfall handelte es sich um einen strategisch geplanten Angriff auf unseren Mitmenschen. Die Täter sind zweifelsohne jene Radikale, die auch bereits die Hochzeit von Miss Everdeen und Mr. Mellark, sowie die Festlichkeiten von Adamas Gray auf brutale Art und Weise unterbrochen haben.
In der Hoffnung, dass diese Verbrecher sich durch verstärkten Schutz abhalten lassen mögen, haben wir ihre Verbrechen nicht weiter verfolgt. Wir appellierten an ihre Menschlichkeit. Auch wenn es mir schwerfällt, zu glauben, dass jemand das Band Panems, welches auf Zusammenhalt basiert, zertrennen will, so muss ich nun bekannt geben, dass wir nicht weiter gewillt sind, diese Angriffe hinzunehmen. Das Kapitol, dessen Stärke unangefochten ist, wird nicht länger dulden, dass unser geliebtes Land von Verbrecher zerstört wird. Das Leiden Unschuldiger muss ein Ende haben und wir werden dieses Ende bereiten.
All jenen, die auf der Seite dieser Radikalen stehen, möchte ich mitteilen, dass nun der Zeitpunkt gekommen ist, eine Seite zu wählen. Das Kapitol oder die Seite dieser Verbrecher. Doch all jenen, die sich für die Seite dieser Anschläge und Morde entscheiden, möchte ich deutlich machen, dass sie sich des Verbrechens schuldig machen. Und dieses Verbrechen wird hart bestraft.
Hiermit verhänge ich die Todesstrafe für alle jene, die gewillt sind diese so genannten Rebellen zu unterstützen. Jeder noch so kleine Akt der Rebellion wird umgehend zur Exekution führen.
Diejenige jedoch, die sich für den rechten Weg, die rechtschaffenden und friedliebenden Weg des Kapitols entscheiden, möchte ich versichern, dass das Kapitol sie schützen wird. Wie auch bereits beinahe 75 Jahre zuvor wird das Kapitol den Frieden Panems waren und den Schutz seiner Bevölkerung sichern.



Der Präsident verstummt und sein Enkel, Zhar Hendricks, tritt vor den Schreibtisch.


Fee, meine liebste Schwester, sieh, was passiert ist.
Unser Shopping Center wurde angegriffen, Mama wurde verletzt. Willst du das das passiert? Willst du dass Mama oder Papa oder mir was passiert? Unschuldige sind gestorben, Menschen, die nur ihr Leben leben mussten sterben.
Ich weiß, dass die Rebellen dich zwingen, aber bitte höre auf damit, denn es können keine Unschuldigen sterben für die verrückte Pläne weniger radikaler Menschen. Es sterben Unschuldige, unser Volk, unsere Familie. Du willst doch nicht dass unsere Familie stirbt?

Bürger Panems, ihr habt es gehört, es müssen Unschuldige sterben für die wahnwitzige Idee einiger weniger Radikaler. Wollen wir unsere langjährige Einheit Panems für das aufgeben? Wir sind alle ein Volk, eine Familie und wir müssen zusammen halten. Ein Krieg darf uns nicht entzweien.
Ich will keinen Krieg. Wollt ihr einen Bürger Panems? Ein Krieg, der uns auseinander reißt und uns unsere Liebsten nimmt! Ich will diesen Krieg nicht und meine Familie will diesen Krieg nicht! Bürger Panems, ich bin mir sicher ihr wollt diesen Krieg auch nicht!

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