DISTRICT 13 RISING

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14. FEBRUAR '75
AB 20 UHR (GERNE AUCH SPÄTER)


KAPITOL: 5°C, SONNIG ABER ETWAS WINDIG
IM KAPITOL WIRD AB 20:00UHR DIE VERLOBUNGSFEIER IM PRÄSIDENTENPALAST AUSGERICHTET. JEDER KAPITOLER KANN DARAN TEILNEHMEN.

DISTRIKT 13: 4°C, NEBLIG
IN DISTRIKT 13 GEHT JEDER SEINER ARBEIT NACH, EINIGE KÖNNEN JEDOCH VERSUCHEN DEN VALENTINSTAG ZU FEIERN.

DISTRIKT 4: 4°C, STÜRMISCH
IN DISTRIKT 4 SPITZT SICH DIE LAGE IMMER MEHR ZU, NACHDEM SICH DIE ZWEI LAGER IN REBELLEN UND KAPITOLSANHÄNGER GESPALTEN HABEN.

DAS WICHTIGSTE AUF EINEM BLICK:




* ENTSPRINGT DER "TRIBUTE VON PANEM"-TRILOGIE VON SUZANNE COLLINS

* SPIELT NACH DEN HUNGERSPIELEN VON KATNISS

* SCHREIBWEISE 3. PERSON SINGULAR, PRÄTERITUM

* FSK 16 RATING

* REGELMÄßIGE ANWESENHEIT ERFORDERLICH

* BUCHCHARAKTERE ABER AUCH FREIE CHARAKTERE MÖGLICH

LEST DIE BEKANNTESTE ZEITUNG DES KAPITOLS!

REBELLEN GREIFEN ZU WIDERLICHEN LÜGEN
ABER WIR KENNEN DIE WAHRHEIT!

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 Propos der Rebellen

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Plutarch Heavensbee
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BeitragThema: Propos der Rebellen   Mo 4 Aug 2014 - 12:38

Hier werden die Propos der Rebellen im Live Fernsehen in ganz Panem übertragen



Katniss und Peeta stehen nebeneinander jeweils in ihren zu einander passenden Outfits. Katniss trägt dsa Spotttölpel Outfit von Cinna.

Katniss:
"Ich bin Katniss Everdeen. Ich stehe in Distrikt 13, aber nicht als Gefangene. Präsident Snow lügt, wenn er sagt, dass Peeta und ich gefangen genommen wurden. Wir wurden von den Rebellen aus dem Kapitol gerettet. Was ist das für eine Regierung, die ihre Bürger absichtlich in Sorge versetzt und lügt, nur um zu vertuschen, wie viele Menschen unglücklich sind? In welchem Land darf ein Brautpaar keine eigenen Entscheidungen für die eigene Hochzeit treffen? In welchem Land wird sogar die Farbe des Brautkleides vom Präsident bestimmt, anstatt von der Braut? Cinna wurde sogar verhaftet, nur weil er mir mein Wunschkleid anfertigen wollte. Die Rebellen haben Peeta und mich aus diesem goldenen Käfig geholt. Aber...Prim konnten sie nicht retten... [...] Meine kleine Schwester wurde mit einigen anderen verhaftet und im Gefängnis auf Anweisung von Snow gefoltert. Hier in 13 wurden wir Zeugen von einem Teil davon. Wir mussten es im Fernsehen mit ansehen. Und nun sollen sie alle in die Arena, als Strafe für einen angeblichen Mordanschlag? Prim ist 12 und Posy ist noch einige Jahre jünger. Wie sollen die beiden Mittäter eines Mordanschlags gewesen sein? Und wenn Snow in ihrem Fall gelogen hat, was spricht dagegen, dass diese ganze Geschichte nur eine weitere Lüge war?"


Peeta:
"Es geht um die Sieger, um eure Sieger! Finnick Odair, Cashmere Mayra! Sie alle sind Freunde und werden in eurem geliebten Kapitol gefoltert, getötet, misshandelt und erpresst! All das wurde uns in dreizehn gezeigt, Snow will das wir nachgeben aber das werden wir nicht. Ganz im Gegenteil, dadurch habt ihr uns gezeigt, dass wir für das Richtige einstehen, dass wir kämpfen müssen und auch kämpfen werden. Die Zukunft unseres Landes liegt in unseren Händen und es sind schon genug Unschuldige gestorben. Vorallem die Kinder können wir nicht für unsere Fehler, bezahlen lassen. Viele wissen nicht einmal warum sie im Kapitol sind und trotzdem werden sie umgebracht und so wird es weiter gehen, bis auch der letzte Widerstand erloschen ist.“
Wütend blickte er in die Kamera.
"Ihr könnt das Feuer, das in uns tobt jetzt ersticken, aber es wird immer einen Funken geben, für den es sich zu kämpfen lohnt.“
Zuerst blickte er noch ernst in die Kamera, doch am Schluss konnte er nicht anders als selbstsicher zu grinsen.

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Plutarch Heavensbee
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BeitragThema: Re: Propos der Rebellen   Mo 4 Aug 2014 - 12:38

Propovideo des Aufenthalts in Distrikt 7 am 4.Dezember




Die Kamera zeigt zu Beginn die entschlossenen Gesichter von Katniss Everdeen und Peeta Mellark, die vor dem Ausstieg im Hovercraft darauf warten, den Boden zu betreten. Als die Lucke aufgeht, zeichnet sich Entsetzen in den Gesichtern der beiden ab.
Die Kamera schwenkt um und der zerstörte Distrikt wird gezeigt.
Die Wälder sind nur noch zu erahnen und bestehen jetzt aus verkohlten, umgekippten Bäumen und verrusten Flächen. Verkohlten Holzresten und schwarz-grauer Boden wird heran gezoomt.
Die Häuser, Fabriken und Geschäfte sind beinahe alle niedergebrannt und zerstört. Die Überrester weniger Fassaden stechen verkohlt hervor.
Die Straßen sind von toten Körpern gesäumt. Sogar Kinderleichen werden mit der Kamera eingefangen.
Immer wieder schwenkt die Kamera auf dem zerstörten Weg zu Katniss und Peeta um und zoomt auf ihre ineinander verschlungenen Hände, während sie fassungslos durch den zerstörten Distrikt gehen. Ihre Minen zeigen deutlich ihr Entsetzen. Oft treten die beiden oder ihre Helfe an eine Ruine heran, um dort nach Überlebenden zu suchen. Sie finden niemanden, nur Überreste von zerstörten Möbeln, Bildern. Es wird auf einen verkohlten, selbst genähten Teddy gezoomt.

Das Bild verschwimmt, um dann wieder eine neue Einstellung zu zeigen. Katniss und Peeta betreten den Bunker. Das Licht dort ist schummerig und schlecht und die Kamera fängt etliche abgetretene Treppen ein, die sie gehen müssen.
Im Bunker befinden sich Bänke an jeder Wand, auf denen die Menschen sitzen oder liegen. In der Mitte sind einige Decken ausgebreitet, auf denen die Verwundeten liegen und zum Teil gerade versorgt werden. Brandwunden, Abschürfungen oder gebrochene Gliedmaßen werden gezeigt, während Katniss und Peeta durch die Reihen gehen und dabei Verbandsmaterial, Salben, Schmerzmitteln, Medikamente und Nahrungsmitteln  an die Distriktbewohner verteilen.
Vor allem die Kinder werden ins Bild gezoomt. Viele sind verletzt, die Gesichter verrust. Eine Gruppe wird länger im Bild gezeigt:  Jungen im ungefähren Alter von 14, die sich in einem Kreis zusammen gefunden haben und etwas diskutieren. Einer zeichnet auf der dreckigen Erde herum, während die Kamera Peeta einfängt, der sich ihnen nähert.  “Man müsste nur von rechts kommen, dann würden wir sie einkreisen!“, vernimmt man die Stimme des Wortführers und Zeichners der Jungen.  “Und dann … BÄM!“ Er schlägt kräftig mit der Faust auf den Boden auf und blickt zufrieden in die Runde. „Nur was ist, wenn ich mich von hier anschleiche?“, mischt sich Peeta ein und zeichnet wie von ihm gewohnt mit größter Sorgfalt eine kleine feine Linie, die von der linken Seite auf das Gebilde zuläuft. „Aber dann ist die Person umzingelt und dann … BÄM!“
Peetas Lächeln ist echt, als die Kamera darauf zoomt. Er lächelt jenes Lächeln, mit dem er jeden für sich einnimmt. Deswegen wird er auch sofort erkannt:  “Du bist Peeta Mellark! Der Freund von Katniss!“, ruft der Wortführer und deutet auf den Sieger, der weiter lächelt und  dem Jungen  die Haare ein wenig zerzaust. „Und mit wem habe ich die Ehre?“, fragt Peeta in ruhige Tonlage “Zukünftiger Präsident von Panem und das ist mein Beratungsteam“, antwortet der Junge völlig ernst, was Peeta ein anerkennendes Nicken abgewinnt, bevor er sich zur Kamera wendet: „Mein Name ist Peeta Mellark und ich sitze hier mit dem zukünftigen Präsidenten von Panem und seinem Team. Wir planen die Rache nachdem Distrikt sieben so brutal und ohne Rücksicht zerstört wurde und der Plan sieht bis jetzt sehr gut aus.“ Er zwinkert der Kamera kurz zu und beginnt dann wieder etwas in die Erde zu zeichnen, nein zu schreiben: Wir glauben an Panem
Das Bild zeigt, wie Peeta die Wunde am Kopf des Präsidenten desinfiziert und dann allen Kindern ernst mitteilt: „Für euch lohnt es sich zu kämpfen. Plant weiter und vielleicht sehen wir uns bald.“ Dann schwenkt die Kamera um auf Katniss, die sich ebenfalls durch die Reihen bewegt.  

Sie geht zu erst in eine Ecke voller Kinder zwischen 5 und 12 Jahren. Das Bild wird näher herangezoomt, während der Spotttölpel mit gut erkennbarerer Brosche allen Kindern ein Paket mit Brot, Käse, Butter, Trockenfleisch, Trockenobst, Salzgebäck und Wasser geben und sie sich ausgehungert darauf stürzen.  
Aus der Ferne wird gezeigt, wie ein Wortwechsel zwischen einem jungen Mädchen mit einem Baby im Arm und Katniss stattfindet und Katniss ihr tröstend über die Haare streicht. Das Baby beginnt zu weinen und die Kamera nähert sich der Szene, als Katniss zu singen beginnt. Ihre Stimme wird lauter, je länger sie singt.

Deep in the meadow, under the willow
A bed of grass, a soft green pillow
Lay down your head, and close your sleepy eyes
And when again they open, the sun will rise.

Here it's safe, here it's warm
Here the daisies guard you from every harm
Here your dreams are sweet and tomorrow brings them true
Here is the place where I love you.

Deep in the meadow, hidden far away
A cloak of leaves, a moonbeam ray
Forget your woes and let your troubles lay
And when again it's morning, they'll wash away.

Here it's safe and here it's warm
And here the daisies guard you from every harm
And here your dreams are sweet and tomorrow brings them true
Here is the place where I love you.


Tatsächlich verstummt das Mädchen und die Kamera fängt alle Gesichter an, die Katniss mustern. Verletzte, sowie Unverletzte starren Katniss an, bis die Kamera zurück schwenkt und erst Katniss Nahaufnahme zeigt, dann ihre Brosche.  



Wieder verschwimmt das Bild und springt zu nächsten Szene über, in der Katniss auf vier Leichen blickt, den Blick vor Wut verzerrt, als sie sich umdreht und mit klarer Stimme direkt in die Kamera spricht:

“Ich bin Katniss Everdeen und stehe mit Peeta Mellark und einigen Soldaten der Rebellen hier in Distrikt 7. Wir sind hier, weil wir den Überlebenden helfen wollen und ihnen Medikamente und Nahrung gebracht haben. Präsident Snow will Panem weismachen, dass die Rebellen all das hier angerichtet hätten. Das ist eine LÜGE! Wieso sollten die Rebellen Distrikt 7 bombardieren? Sie haben gar keinen Grund dazu, denn ihr einziger Feind.....UNSER ALLER einziger Feind ist Präsident Snow und das Kapitol! Snow hat Distrikt 7 bombardieren lassen, nur um diese Tag den Rebellen zuzuschieben. Familien wurden zerstört und Kinder allein gelassen, nur weil Präsident Snow Lügen verbreiten will. Wir Distrikte müssen als eins zusammen stehen, um diesen Terror endlich zu beenden! Das Kapitol wird uns niemals gerecht behandeln oder gar den Menschen hier helfen! Es ist an der Zeit, uns zu wehren!“


Auch Peeta blickt ernst in die Kamera und beginnt zu sprechen:

„Die Menschen hier glauben an uns, sie glauben daran, dass es bald besser werden wird. Sie glauben an eine neue Regierung, an eine gerechte Regierung. Sie stehen auf unserer Seite, weil sie meinen, dass es die Richtige ist. Das ist sie auch und solange die Menschen – trotz Opfer – an uns glauben, werden wir weiterkämpfen. Wir werden kämpfen, bis die neue Ära – eine voller Gerechtigkeit – eingetroffen ist. Bis es soweit ist werden wir von dieser Hoffnung – die nichtzerstört werden kann – gestärkt. Wir kämpfen jetzt und bis zum bitteren Ende für eine gerechte Regierung. Ohne einem Snow darin."




Das Bild wird schwarz und lediglich der flammende Spotttölpel erscheint, bis ebenfalls eine Schrift aus Flammen auftaucht:

Der Spotttölpel ist Teil der Rebellion gegen Gewalt und Unrecht.

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Plutarch Heavensbee
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BeitragThema: Re: Propos der Rebellen   Mo 22 Sep 2014 - 10:13

Propagandavideo von Gloss Mayra und Xavier Havering.
Memorial Cashmere Mayra


http://www.youtube.com/watch?v=cJuOc0Ld1uk





Eine Großaufnahme von Cashmere Mayra wird zusammen mit der Musik eingeblendet, ehe das Bild verschwimmt und ein neues preisgibt: Xavier Havering und Gloss Mayra, die nebeneinander auf einfachen Stühlen sitzen, hinter ihnen nimmt ein Bild von Cashmere die gesamte Fläche ein.
Xavier spricht zu erst. Er atmet tief durch, schluckt einmal, bevor er die Lippen fest auf einander presst, den Blick auf die Kamera gerichtet.



„Cashmere ist die schönste, stärkste, mutigste und wundervollste Frau, die ich je kennengelernt habe.“
Er macht eine kurze Atempause.
Das behauptet wahrscheinlich so ziemlich jeder von demjenigen, den er liebt“, lacht er leicht musst dann erneut schlucken.
„Nach meinem Sieg, als ich Cashmere kennengelernt habe, hielt ich sie für eine eingebildete Karriero. Aber ich hab mich von Anfang an zu ihr hingezogen gefühlt, auch wenn ich das nicht wahrgenommen habe und auch nicht wahrnehmen wollte. Sie machte mich vollkommen irre, wenn ich mit ihr redete oder mich nur in ihrer Nähe aufhielt. So viele Male hätte ich ihr besser aus dem Weg gehen sollen und das wusste ich, aber am Ende saß ich doch immer wieder neben ihr. Ich konnte nichts dagegen tun.
Nach der Verkündung zum Jubeljubiläum ist es uns dann klargeworden, als es einfach passierte. Wir waren verliebt ineinander und das schon so lange und wir hatten es überhaupt nicht bemerkt. Im Endeffekt waren wir wirklich ziemlich blind. Aber von da an waren unsere Augen geöffnet, weit geöffnet und wir würden sie ganz bestimmt nie wieder schließen.“
Die Kamera verliert er während seiner Erzählung ein wenig aus den Augen und blickt eher verträumt ins Nichts.
„Wir gehören zueinander, sie und ich. Sie hat gesagt, sie will mit mir nach 10 kommen und auf einem Bauernhof leben. Wir würden Hühner haben und unser eigenes Gemüse pflanzen und wir... wären einfach glücklich und ohne Sorgen und ohne das Kapitol.“
Bitterkeit setzt sich sowohl in seinem Gesicht, als auch in seiner Stimme durch und verbannt die verliebte Verträumtheit aus seinem Gesicht, verhärte seine Gesichtszüge und verdunkelt seine Augen.
Augenblicklich richtet sein Blick sich wieder direkt auf die Kamera.
„Das Kapitol hat Cashmere schreckliche Dinge angetan. Nicht nur ihr, allen Distriktbewohnern. Aber was sie mit ihr gemacht haben...“
Er schüttelt heftig den Kopf und presst fest die Lippen aufeinander. Erst nach einer kurzen Pause kann er weitersprechen.
„Es geht nicht nur darum, was sie seit der Rebellion mit ihr gemacht haben. Seit ihren Spielen wurde sie zu Dingen gezwungen... Dieser Ausraster, den sie bei dem Interview hatte, war schon lange fällig.“
Xaviers ernste Miene löst sich ein wenig auf und er muss kurz auflachen und schüttelt den Kopf.
„Typisch, dass sie Gloss und mich mit so einer Aktion davon abhalten will, sie zu retten.“
Wieder ernster und mit einem leichten Lächeln fügt er hinzu:
„So ist sie eben: mutig, manchmal etwas kopflos, stolz und ehrlich.“
Das Lächeln verschwindet wieder. Als er dieses Mal schluckt, kämpft er Tränen nieder. Den Blick senkt er.
Die Augenbrauen zusammenziehend und den Kiefer anspannend schaut er wieder in die Kamera.
„Oder sollte ich besser sagen: so war sie?“
Seine Hände zittern. Er ballt die Hände zu Fäusten und bohrt seine Fingernägel tief in seine Handflächen. Auch seine Stimme zittert, als er weiterspricht:
„Wir haben versucht, sie zu retten. Wir... Aber sie... Wir haben es nicht geschafft. Sie... Sie liegt wahrscheinlich irgendwo dort draußen ihm Schnee und... Als ich hörte, dass sie aus dem Hovercraft gefallen ist, war das, als wäre meine Welt stehen geblieben und gleichzeitig explodiert. Ich wollte nur noch zu ihr, aber ich konnte nicht. Ich weiß nicht, ob sie... sie... Sie könnte tot sein. Sie ist wahrscheinlich tot. Sie... Ich...“
Er bekommt kein weiteres Wort heraus. Die Tränen steigen ihm in die Augen. Er hebt den Arm vor sein Gesicht und schüttelt mit dem Kopf, als Zeichen dafür, dass er fertig ist.




Nach Xavier ist Gloss dran, der stumm neben dem anderen Sieger gesessen und nervös seine Hände geknetet hatte, während dieser redete.
Gloss räuspert sich, während die Kamera den Fokus nun auf ihn legt.
„Ähm, hallo, ich bin Gloss Mayra aus Distrikt 1. Sie kennen mich sicherlich alle noch als Sieger der 64. Hungerspiele. Tja, und nun stehe ich in Distrikt 13. Dem verloren geglaubten Distrikt. Ich bin jetzt im Kapitol als Verräter bekannt. Und wissen Sie, was? Ich bin stolz darauf!“
Gloss hält kurz inne und schnappt nach Luft.
„Und jetzt möchte ich von meinem Leben erzählen. Von meinem und dem meiner Schwester Cashmere. Uns kennt man nur als das blutrünstige Karriero Geschwisterpaar aus 1. Die beide hintereinander die Hungerspiele gewonnen haben. Aber viel mehr weiß man gar nicht von uns. Cashmere und ich hatten keine schöne Kindheit. Unser Vater ist ein Tyrann. Unsere Mutter wollte keine Kinder haben und hat sich dementsprechend wenig um uns gekümmert. Stattdessen ist Cashmere zu früh erwachsen geworden und hat sich um ihren jüngeren Bruder gekümmert. Unser Vater konnte nie viel mit ihr anfangen und sie hat sehr darunter gelitten. Ich hatte nie Geheimnisse vor ihr. Wir haben uns alles anvertraut. Das was uns an Liebe von unseren Eltern gefehlt hat, haben wir uns gegenseitig versucht wiederzugeben.“
Gloss lächelt traurig.
„Als Cashmere angefangen hat, für die Hungerspiele zu trainieren, habe ich mitgemacht. Für mich war immer das richtig, was Cashmere für richtig hielt. Wir haben beide schnell Gefallen daran gefunden, mit Waffen zu trainieren und uns mit Gleichaltrigen zu messen.
Aber als Cashmere sich freiwillig für die Spiele gemeldet hat, war ich echt sauer auf sie. Ich hatte schreckliche Angst, dass sie nicht mehr widerkommen würde und ich niemanden Vertrautes mehr hätte.“
Gloss stockt kurz bei dieser Erinnerung und schluckt hart.
„Während der Hungerspiele ist etwas passiert. Etwas, dass ich Cashmere nie erzählt habe. Etwas, dass niemand außer mir weiß. Mein Vater hat meine Mutter vergiftet. Er ist Schuld an ihrem Tod. Ich wollte Cash nach den Spielen nicht damit belasten
Noch im selben Jahr hat mich mein Vater unter Druck gesetzt und dazu gezwungen, an den Hungerspielen teilzunehmen
“, spricht Gloss mit monotoner Stimme weiter.
Er hat damit gedroht, Cashmere etwas anzutun. Mir blieb nichts anderes übrig. Ich war damals gerade 14 geworden. In dem Alter sollte sich niemand mit so abscheulichen Sachen auseinandersetzten müssen. Cashmere fiel aus allen Wolken, als ich mich freiwillig für die Spiele meldete. Ich konnte ihr schon wieder nicht die Wahrheit sagen. Ich erzählte ihr, ich wollte aus ihrem Schatten treten und auch Ruhm in den Spielen erlangen. Ich denke, sie glaubte mir kein einziges Wort, aber sie bohrte nicht weiter.
Ich hatte keine großen Hoffnungen, die Spiele zu gewinnen. Cashmere war schon immer die Stärkere von uns beiden gewesen. Sie würde schon über meinen Tod hinwegkommen, sagte ich mir. Ich schloss mich den Karrieros an und schaffte es immer unauffällig unter ihnen zu überleben. Schließlich wuchs in mir doch Hoffnung. Der Gedanke an meine Schwester ließ mich letztendlich gewinnen. Noch heute träume ich von diesem fürchterlichen Endkampf.“
Gloss hält erneut inne und schluckt.
„Seitdem war ich nicht mehr der Gleiche. Mit dem Tod den ich verursacht hatte, war auch etwas in mir gestorben. Cashmere und ich gaben uns gegenseitig wieder Halt. Das Kapitol hat uns nach unserem Sieg beide als Puppen benutzt. Wir wurden überall vorgezeigt und das Kapitol war besessen von uns. Wir wurden zu Sachen gezwungen. Wir mussten uns prostituieren. Schon wieder etwas, vordem ich Cash nicht beschützen konnte.“
Gloss senkt den Kopf. Eine erste Träne hat sich in seinen Augen gesammelt.
„Wir hatten nie die Möglichkeit gehabt, ein normales Leben zu führen“, murmelt er.
Dann verstummt er für einige Zeit, tief in den finsteren Gedanken versunken.
Cashmere war immer meine einzige Konstante in dieser schrecklichen Zeit. Und deswegen wurde es längst Zeit, dass wir etwas unternehmen! Als Cashmere und ich von der Rebellion hörten, war sie sofort Feuer und Flamme. Ich war zunächst Skeptisch. Eine Rebellion hatten die Distrikte schließlich schon einmal verloren. Aber das Kapitol hat sich letztendlich selbst den Todesstoß gegeben. Wie man mit uns als Siegern umgegangen ist... Da denkt man, man hat sich durch die Hungerspiele gekämpft und hat endlich seine Ruhe. Und dann wurden wir so sehr gedemütigt! Von dem angeblich so fürsorglichen Kapitol! Das war für mich schließlich das ausschlaggebende. Doch leider ist unser Anschlag auf die Hochzeit nicht so glatt verlaufen, wie wir uns das erhofft hatten. Cashmere ist zurückgeblieben.
Ich war das erste Mal seit so langer Zeit von ihr getrennt. Man hatte mir wieder einmal alles genommen, was ich hatte.“
Gloss schießen die Tränen in die Augen. Trotzig blickt er weiter stur in die Kamera.
„Cashmeres Ausbruch beim Interview war so typisch für sie. Ich hätte damit rechnen müssen. Während ich alles still über mich ergehen lasse, platz Cashmere in ihrem Zorn raus. Das hatte sie auch schon immer zur Zielscheibe unseres Vaters werden lassen. Natürlich habe ich mich aufgeregt und war sauer auf sie, aber andererseits war ich auch stolz auf Cashmere. Sie lässt nichts unversucht. Auch wenn es vielleicht nicht klappt. Sie sitzt nicht still daneben, wenn ihr etwas Ungerechtes angetan wird.
Wir haben auf die Rettungsaktion hingearbeitet. Das hat mich am Leben gehalten. Ich hatte ein Ziel vor Augen. Ich konnte endlich etwas tun. Ich hatte die Chance, Cashmere und die anderen zu retten. Und dann ist uns unser Plan schon wieder um die Ohren geknallt worden. Wir mussten nicht nur Finnick zurücklassen, sondern neben Ayana ist auch meine Schwester aus dem Hovercraft gefallen.“

Mittlerweile laufen ihm die Tränen über die Wangen und tropfen schon sein Kinn herunter. Seine Stimme klingt brüchig, aber seinen Kampfwillen sieht man noch in seinen Augen.
„In diesem Moment ist mir wieder alles genommen worden, was ich hatte. Alle Hoffnungen die ich hatte, sind mit einem lauten Knall geplatzt. Ich weiß gar nicht, warum ich jetzt noch hier sitzen kann. Ich müsste unter all den Qualen die ich wegen dem Kapitol erlitten habe, eigentlich schon längst unter der Erde liegen.“
Er verstummt wieder, bevor er mit festem Blick in die Kamera schaut.
„Ich glaube nicht an den Tod von Cashmere. Sie hat den Sturz überlebt. Es braucht mehr, um sie kleinzukriegen!“
„Und wenn das Kapitol sie doch auf dem Gewissen haben sollte, dann glaub mir Snow, dann komme ich ins Kapitol und lasse alle dafür zahlen!“

Das Bild wird schwarz und zeigt dann wieder lediglich ein Portrait von Cashmere.

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Fulvia Cardew

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BeitragThema: Re: Propos der Rebellen   Sa 15 Nov 2014 - 13:11

Propagandavideo von Johanna Mason und Blight Loxley



Eine Großaufnahme mit einigen Bildern vom Propo aus dem siebten Distrikt werden gezeigt, ehe diese in den Hintergrund treten und Johanna Mason und Blight Loxley gezeigt werden. Sie sitzen nebeneinander auf einfachen Stühlen.

Auf Johannas Gesicht sitzt der Schock der Bilder noch tief und an ihren geballten Fäusten erkennt man ihre Wut darüber. Sie bringt zu Anfang keine Worte hinaus und starrt einfach auf den Propo der Rebellen. Ab und an ein Lächeln, als sie den Bunker sieht und danach immer wieder blankes Entsetzen. "Das Kapitol beschuldigt uns... UNS des Angriffes auf Distrikt 7? Das ist doch...“ Die Fassungslosigkeit steht ihr ins Gesicht geschrieben. „UNS? Warum sollten wir  einen anderen Distrikt angreifen? Unser aller gemeinsamer Gegner ist das Kapitol, ist Snow! Uns selber zu bekämpfen ergebe doch überhaupt keinen Sinn!“, spricht sie weiter mit einem wütenden Lächeln auf dem Lippen.
Immer wieder huscht ihr Blick zu ihrem Distriktpartner, der sich noch heraushält. „Jeder, der diesen Scheiß glaubt, ist ein verdammter Idiot! Macht endlich eure Augen auf!“ Schließlich verschränkt sie wütend die Arme und blickt zu Blight, der nun an der Reihe ist.

An dem Sieger sind die Bilder auch nicht ohne Emotionen vorbeigehuscht. Er wirkt genauso entsetzt und beide beruhigen sich erst bei dem Blick auf den Bunker, den Überlebenden. Seine Rede beginnt nachdem Johanna geendet hat, sie steckt voller verschiedenen Reaktionen vor allem Wut und Verachtung. Vor Wut zittert seine Stimme sogar ab und zu.
"Damit kommt das Kapitol nicht durch. WIR hätten NIEMALS unseren eigenen Dirstrikt eingegriffen. Warum auch? Wir lieben die Distrikte. Wir kämpfen für sie, lassen uns verstümmeln und töten. Nur für euch. Und blutet das Kapitol für seine Bewohner? Sicherlich nicht. Kurz bevor Aurelia Callis uns ins Hovercraft gebracht hat um mich und die restlichen Gefangenen in die Arena zu bringen, sagte sie zu mir „Ich habe Distrikt 7 ausbomben lassen." Danach sah diese Hexe mich provokant an, wie ich reagieren würde. Generell ist das Kapitol alles anderes, als strahlend hell und lieb und nett. Wir waren Gefangene. Und das war längst nicht das schlimmste. Sie haben und bedroht, uns gefoltert, uns beinahe ertrinken lassen in unseren Zellen, als sie diese fluteten... ich selbst bin bei dem Scheiß fast draufgegangen. Und manche von uns Gefangenen, welche von ihnen getötet worden sind, wurden dort liegen gelassen, stinkend und faulend. In der Hitze in welcher wir schwitzen mussten. Ohne Wasser zum trinken. Sie haben Finnick und Annie fertiggemacht und das vor unseren Augen! Sie haben sich auch noch darüber lustig gemacht. Ich habe noch nie jemanden so leiden sehen. Und ihre Wunden wurden von Aurelia mit einem Tacker zusammengetackert.
Im Psychoterror ist das Kapitol ganz groß. Sie wollten uns UND unschuldige Kinder in die Arena stecken, um allem noch die Krone aufzusetzen. Und jetzt, weil wir ihnen durch die Lappen gegangen sind, wollen sie uns schlechtmachen. Menschlichkeit im Kapitol? Niemals. Alle, die auf dessen Seite stehen, sollten sich mal überlegen, was sie dort unterstützen. DENN. Das Kapitol. IST DAS LETZTE!“

Er wirft Johanna einen kurzen Blick zu, schließt dann die Augen und fährt fort:
„Und es wird untergehen. Peeta hat Recht. Es wird eine Ära der Gerechtigkeit geben. Die Frage ist nur, wie viele Opfer es bis dahin noch geben wird. Und jeder einzige, der uns unterstützt, sorgt dafür, dass mehr Unschuldige überleben und diese Ära schneller heranbricht.“

Bevor der Propo endet zeigt er noch einmal Jo's wütendes Gesicht. "Kämpft für eure Freiheit, anders werdet ihr sie nie bekommen! Und Snow, glaube mir, sollten wir uns noch einmal über den Weg laufen, dann wirst du diese Begegnung nicht überleben!“



Langsam verschwindet auch der flammende Spotttölpel und das Bild wird schwarz.

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SO WELL INTENDED, AND YET SO INSULTING.                            
                         "NOTHING PERSONAL - I AM JUST DOING MY JOB."
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BeitragThema: Re: Propos der Rebellen   Do 19 März 2015 - 0:36

Propagandavideo der Dearings.
Memorial Dahlia Dearing





Die Musik (Klick) läuft leise im Hintergrund, während die Dearings nebeneinander auf Stühlen sitzen und dem Zuschauer deutlich wird, dass sie sich nicht sehr wohl fühlen. Die Reihe beginnt mit dem ältesten Sohn, Nathan, dann die Schwester der Siegerin, Sarah Collister, dann Cecelia Dearing und ihr Mann Michael und endet mit der jungen Tochter Lilly.
Die Kamera zoomt an den Ehemann heran, der sich nervös die Hände an seiner grauen Hose abwischt. Mit brüchiger Stimme beginnt er zu sprechen:

„Ich war jung als Cecelia und ich geheiratet haben. Wir kannten uns nicht lange, aber wir wussten, dass es passt.“
Michael fixiert mit den Augen einen Punkt bei der Kamera.
„Dann kam Nathan. Wir waren eine kleine Familie. Ich hätte vorher nicht gedacht, dass ich noch glücklicher sein könnte.“
Sein Blick gleitet an der Kamera vorbei.
„Als Ehemann und Vater wollte ich meine Familie beschützen. Nach Nathan kam Lilly. Sie kam zu früh. Wir hatten Glück, dass sie die ersten Wochen überlebt hat. Wäre Cecelia keine Siegerin, hätten wir keine medizinische Versorgung aus dem Kapitol erhalten. Ich war damals dankbar und ich bin es auch heute. Ich verdanke diesen Ärzten meine Tochter. Es erschien mir damals wie Gnade, aber das war es nicht. Es war eine Machtdemonstration. Wenn Snow dagegen gewesen wäre … Wir sind nichts weiter als seine Sklaven. Sein Eigentum. Da war mir das erste Mal bewusst, dass ich meine Kinder nicht habe. Ich habe sie nur solange Snow es zulässt.“
Michael atmet tief durch.
„Drei Jahre später wollten Lilly und Nathan eine kleine Schwester zu Weihnachten. Ich erinnere mich, wie ich darüber geschmunzelt habe, aber dann hat Cecelia mir zu Weihnachten diese winzigen Schuhe geschenkt. Lilly hat gefragt, was ich damit soll, weil die viel zu klein für mich wären und dann hab ich es begriffen. Da habe ich erfahren, dass ich zum dritten Mal Vater werde. Ich werde nie vergessen, was für Angst ich hatte als Cecelia hochschwanger zu den Hungerspielen musste. Ich hatte Angst, ich könnte nicht dabei sein, wenn Dahlia geboren wird. Jede Mutter und jeder Vater werden dieses Gefühl verstehen. Das erste Mal, als ich Dahlia im Arm gehalten habe. Das war unglaublich. Ich hatte das zwei Mal vorher erlebt, aber das war jedes Mal wieder überwältigend. Dieses winzige Baby. Ich habe Cecelia nur noch mehr dafür geliebt, dass sie mir unsere Kinder geschenkt hat.“
Man sieht dem Mann an, dass er in Erinnerungen versunken ist.
„Dahlia ist optisch mehr nach mir geschlagen, aber ansonsten war sie ganz ihre Mum. Die Hungerspiele haben meinen jüngeren Bruder getötet und meine Frau traumatisiert, aber in Dahlia hab ich Cecelia gesehen. Als kleines Mädchen. Und Dahlia konnte ich beschützen. Ich konnte alles von ihr fern halten. Sie war ein unbekümmertes, fröhliches Kind. Unser Wirbelwind.
Ich konnte nicht streng mit Dahlia sein. Sie hat am liebsten Kuchen gegessen und das den ganzen Tag lang. Sie hat Sarahs Kuchen geliebt. Sie war frech und vorlaut, sehr lebhaft, aber auf eine niedliche Art, dass man ihr nie böse sein konnte.“

In seiner Stimme schwingen Wehmut und Sehnsucht mit.
„Als Vater habe ich versucht hinter meinen Kindern zu stehen. Sie aufzufangen, wenn sie fallen und sie zu beschützen. Ich habe Dahlias Hände gehalten als sie laufen gelernt hat. Ich stand panisch im Garten als sie auf Bäume geklettert ist. Ich bin ihr hinterher gerannt als sie Fahrrad fahren gelernt hat und einfach davon geradelt ist.“
Michael macht eine Pause. Es wirkt also würde es ihm schwer fallen weiter zu sprechen.
„Sie war musikalisch talentiert. Ich habe ihr Klavier spielen beigebracht. Das hat sie geliebt. Spätestens bei Nathans erster Ernte ist mir aufgefallen, dass es nur eine Illusion ist.“
Nun klingt seien Stimme belegt, als ob die Traurigkeit ihn zu überwältigen droht. Er atmet tief durch und legt einen Arm um seine Tochter Lilly neben.
„Was ist das für ein Land, in dem ein Vater seine Kinder nicht beschützen kann?“
Bitterkeit mischt sich unter seine Stimmlage.
„In dem ein Vater seine Kinder zur Ernte bringen muss, wie ein Tier zur Schlachtbank.
Am Tag der Hochzeit von Katniss Everdeen und Peeta Mellark wurde ich verhaftet. Mit meinen Töchtern zusammen. Ich verdränge, was passiert ist. Ich versuche es.
Dahlia wurde angeschossen und schwer verletzt. Wir kamen in Distrikt 13 an und ich habe geglaubt, wir wären in Sicherheit, aber die Ärzte sagten uns Dahlia liegt im Sterben. Wir haben sie glauben lassen, sie würde einschlafen und am nächsten Morgen würde sie aufwachen … wir würden Kuchen frühstücken …“

Michael zieht Lilly etwas enger an sich, wie um wenigstens sie zu beschützen.
„Wenn ich mit dem Daumen ihre Schläfe gestreichelt habe, dann ist sie eingeschlafen. Sie hat sich jedes Mal bei mir beschwert, dass sie davon müde wird. Ich habe Hush, little Baby gesungen. Das war ihr Lieblingsschlaflied. Und dann ist sie eingeschlafen, aber sie wird nie wieder …“
Der Mann der Siegerin seufzt schwer.
„Ich wollte, dass sie eines Tages einen netten Mann kennen lernt, den ich als Vater natürlich dafür hassen muss, dass er mein kleines Mädchen heiratet. Ich wollte Dahlia zum Altar führen und auf ihrer Hochzeit mit ihr tanzen. Stattdessen hoffe ich nun darauf, dass ich eines Tages in Freiheit nach Distrikt 8 zurück gehen kann, um die Urne meiner Tochter nach Hause zu bringen.
Wir müssen damit leben, was unserer Familie passiert ist. Es ist schwer. Jeden Tag beginnen wir von vorne und stellen fest wie zerbrochen wir ohne Dahlia sind. Sie fehlt. Ich würde auf der Stelle sterben, wenn mein Tod meine Tochter zurück bringen könnte.
Ich bin nicht für Krieg, aber es ist notwendig, dass wir uns wehren. Schon als junger Mann habe ich davon geträumt, dass es Freiheit in Panem gibt und jetzt haben wir die Chance. Wir sind viele. Gemeinsam können wir als Distrikte gegen das Kapitol kämpfen und Snows Terrorherrschaft ein Ende bereiten. Ich habe endlich die Chance meine Familie zu beschützen.
Wir haben endlich die Chance unsere Familien zu beschützen. Wir können dafür kämpfen, dass unsere Kinder in Frieden leben können und unsere Enkel in Freiheit geboren werden. Wir sind ihnen das schuldig.“



Es bleibt einen Moment lang still im Raum währen die Kamera weiterhin auf Michael Dearing zeigt. Dann schwenkt sie auf Sarah Collister um, die Schwester von Cecelia und Tante des verstorbenen Mädchens.
Auch sie schaut auf einen Punkt oberhalb der Kamera und stellt ein trauriges Lächeln zur Schau.
„Ich hab Dahlia immer Zöpfe geflochten. Auf sie aufgepasst, wenn Cecelia mich darum gebeten hat. Ich hab ihr meine Witze erzählt - die sind wirklich nicht gut - und Dahlia hat trotzdem gelacht. Sie war ein kleiner Sonnenschein. Aber jetzt – jetzt ist Dahlia nicht mehr da. Darüber zu reden holt sie auch nicht zurück.“
Die junge Frau stockt kurz und schaut in Richtung Decke,  während ihre Hand nervös an ihrem Armband zupft.
„Ich glaube, ich verdränge bewusst, was passiert ist. Weil es einfach nicht passiert sein kann. Denn wie ist es möglich, dass ein unschuldiges kleines Mädchen zu den ersten Opfern gehört? Was hat sie denn schon verbrochen, dass sie so ein Schicksal verdient hat?“
Erneut macht Sarah eine Pause. Sie schließt die Augen und holt kurz Luft, bevor sie fortzufährt.
„Jedenfalls ist Dahlia jetzt an einem besseren Ort. In Panem ist kein Platz für Kinder – entweder man lässt sie elendig verhungern, hetzt sie in den Hungerspielen gegeneinander in den Tod oder man erschießt sie. Einfach so. Ohne Grund.
In was für einem Land leben wir, wenn eine solche Tat nicht einmal bestraft, ja nicht einmal negativ kommentiert wird? Hier ist kein Platz für Kinder. Ich jedenfalls will nicht in einem Land leben, in dem kleine Mädchen wie Dahlia auf diese Weise sterben müssen. Wer kann das wollen? Wer kann so ein Land unterstützen?“



Sarahs Worte hängen noch in der Luft als man auf ihren Neffen umschwenkt, der die ganze Zeit über auf seine Hände starrt. Doch nun wo er an der Reihe ist, atmet er noch zweimal tief durch und blickt dann direkt in die Kamera.
"Dahlia war eigentlich immer fröhlich. Manchmal hat sie Lilly und mich schon damit genervt, dass sie immer und überall herumgealbert hat. Sie konnte kaum mal eine Minute still halten. Aber wir alle haben sie geliebt. Wo sie war, war immer was los und es gab immer was zu lachen. Vor allem, wenn man sie geärgert hat."
Ein kurzes Lächeln umspielt seine Lippen, bevor es wieder verschwindet.
"Ich war immer unglaublich stolz darauf, der älteste bei uns zu sein. Ich war der große Bruder, der seinen kleinen Schwestern lustige Sachen beibringen konnte und sie auch beschützen wollte. Als mein Dad und meine Schwestern verhaftet wurden, war ich aber nicht bei ihnen. Ich war bei Sarah und wir sind später aus Distrikt 8 geflohen. Von Dahlias Tod habe ich erst hier erfahren und ich kann es immer noch nicht fassen. Welcher feige Erwachsene schießt auf ein kleines Mädchen? Was hat sie denn getan?"
Nathan muss schwer schlucken und presst die Lippen zusammen. Sein Blick richtet sich wieder auf seine Hände und es wird deutlich, dass er nichts mehr sagen kann oder will.
Dafür wird seine Mutter neben ihm ins Bild geholt. Die Siegerin Cecelia Dearing wirkt nervös und knetet ihre Hände als sie zu sprechen beginnt.

„Sie war so niedlich. Wie jedes andere kleine Kind wollte Dahlia immer alles haben oder machen, was ihre Geschwister auch hatten oder taten. Ihr Gesicht, wenn sie beleidigt war, war Gold wert. Michael und ich haben uns immer nur eines gewünscht. Dass unsere Kinder ein friedliches, unbeschwertes Leben haben. Dass sie eines Tages den einen Menschen finden, der für sie die Welt bedeutet, diesen Menschen heiraten und selbst Familien gründen. Doch in einem Land wie Panem wird dieser Wunsch immer von der Angst begleitet, dass man sein Kind in den Hungerspielen verliert. Jahr für Jahr, vom zwölften bis zum achtzehnten Geburtstag, lebt die ganze Familie in Angst. Das kann und darf so nicht weiter gehen.“
Cecelia wirft einen Blick auf ihre Familie, die sich Mühe geben, stark und gefasst zu wirken, doch dass es mehr als schwer war, sieht man ihnen an. Besonders für die kleine Lilly, die zu zittern begonnen hat.
„Als ich die Hungerspiele gewonnen hatte, war ich ein Wrack. Ich war total kaputt. Dann bin ich Michael begegnet. Ich hatte gedacht, nicht glücklicher sein zu können. Und dann wurde ich schwanger. Ich hatte Angst davor, Mutter zu werden. Sah mich dazu nicht in der Lage. Doch Michael hat mich aufgefangen. Er hat mich unterstützt mit all seiner Kraft. Ich habe das Glück, eine Familie zu haben, die mich liebt. Und als Dank für diese Liebe habe ich mir geschworen, sie zu beschützen. Mit allem, was ich habe.“
Cecelia macht eine kurze Pause.
„Ich habe versagt. Unser kleiner Engel ist gestorben. Ich würde auf der Stelle mein Leben geben, um sie zurück zu bekommen. Sie war erst acht Jahre alt. Sie hatte ihr ganzes Leben noch vor sich. Dank dieser Rebellion mit einer Chance auf eine friedliche Zukunft.“

Cecelias Beitrag ist nun vorbei. Stattdessen fliegt die Kamera zu der nun jüngsten Tochter Lilly, die neben ihrem Vater sitzt, der sie immer noch im Arm hält, während das junge Mädchen zittert.  Sie öffnet den Mund, um etwas zu ihrer verstorbenen Schwester zu sagen, als  eine Melodie erklingt (Klick ), dicht gefolgt von einem Hologramm des jungen Mädchens eingeblendet wird. Das Bild zeigt die verstorbene Dahlia Dearing am Klavier. Die Melodie ist die des Liedes, welches sie auf dem Bild spielt.
Die Reaktionen der Familie treten augenblicklich ein, nachdem sich der erste bestürzte Schock gelegt hat. Der erblasste Ehemann springt auf und führt die weinende  Lily wortlos aus dem Sichtfeld der Kamera, die weiterhin auf die übrig gebliebene Familie hält. Cecelia Dearing beginnt ebenfalls zu zittern und drückt die Hand ihres Sohnes, die er ihr anbietet. Auch sein Gesicht spiegelt den Schock wieder, während er wie gebannt das Hologramm anstarrt.
Die Kamera zoomt ein wenig von der Familie weg, nur um dann wieder auf Cecelia Dearing zu zoomen, die unerwartet doch noch etwas sagt.

„Diese Rebellion ist riskant. Die Zukunft ist ungewiss. Doch eines ist sicher: wenn wir nicht endlich aufstehen und kämpfen, wird die Tyrannei niemals ein Ende haben. Das Kapitol tötete meine Tochter. Zerstörte meine Familie. Das Kapitol zerstört das Leben aller Familien in Panem. Das ist die Wahrheit. Lasst das nicht mehr zu. Wehrt euch! Panem soll endlich das glorreiche, schöne Land sein, wie es in all den Büchern, die wir kennen, geschrieben steht. Doch unter Präsident Snows Herrschaft wird Panem bluten. Steht auf und kämpft für das Leben, das wir uns alle verdient haben. Kämpft für eure Kinder, die in den Spielen sterben mussten. Wir müssen alles dafür tun, dass es keine Spiele mehr geben wird. Nie wieder. Wir müssen für eine friedliche Zukunft für uns und die kommenden Generationen kämpfen. Wir alle und besonders unsere Kinder haben eine solche Zukunft verdient!“
Dann wird das Bild schwarz und lediglich das Bild von Dahlia Dearing ist noch zu sehen, bevor auch dieses verblasst und sich rote Buchstaben leuchtend ins Bild schieben.

Stoppt die Morde an unschuldigen Kindern! Stoppt das Kapitol!

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BeitragThema: Re: Propos der Rebellen   Di 20 Okt 2015 - 10:02

Liveticker der Rebellenweihnachtsfeier / Propo

- Dieser Liveticker wird auch live ins Kapitol übertragen-

Ab 20 Uhr

- Effie Trinket "Es war mir eine Ehre, diesen Ort zu verschönern und trotz der schweren Zeit einen schönen Tag zu zaubern"
- Gesang der Kinder aus verschiedenen Distrikten
- Essensausgabe
- Tanzfläche wird eröffnet
- Cecelia und Michael Dearing beim Tanzen
- Finnick Odair macht Annie Cresta einen Antrag

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BeitragThema: Re: Propos der Rebellen   Di 16 Feb 2016 - 16:38


Liveticker der Rebellenweihnachtsfeier / Propo

- Dieser Liveticker wird auch live ins Kapitol übertragen-


Ab 20 Uhr


- Effie Trinket "Es war mir eine Ehre, diesen Ort zu verschönern und trotz der schweren Zeit einen schönen Tag zu zaubern"
- Gesang der Kinder aus verschiedenen Distrikten
- Essensausgabe
- Tanzfläche wird eröffnet
- Cecelia und Michael Dearing beim Tanzen
- Finnick Odair macht Annie Cresta einen Antrag

ab 20 Uhr

- Sirene und Lautsprecherdurchsage: "Guten Abend, hier spricht Präsidentin Coin. Bitte, begeben Sie sich unverzüglich und auf direktem Weg in den Schutzbunker. Bomber aus dem Kapitol befinden sich im Anflug auf Distrikt 13. Dies ist keine Übung! Wir werden angegriffen. Ich wiederhole, dies ist keine Übung! Begeben Sie sich unverzüglich in den Schutzbunker."
- Chaos im Speisesaal, Menschen rennen durcheinander
- Zoom auf ein weinendes Kind
- Zoom auf Katniss Everdeen, die nach ihrer Schwester ruft
- Nebel verschleiert die fliehenden Menschenmassen


„Das Kapitol hat soeben die Weihnachtsfeier von Distrikt Dreizehn mit einem Angriff unterbrochen. Ein Angriff aus dem Nichts auf wehrlose Männer, Frauen und Kinder, die einfach nur ein Weihnachtsfest gemeinsam verbringen wollten. Wie würden Sie sich fühlen, wenn plötzlich jemand Ihr Weihnachtsfest brutal und lebensbedrohlich sprengen würde? Dem Kapitol ist es egal. Wollen Sie wirklich für so jemanden kämpfen? Können Sie das mit Ihrem Gewissen vereinbaren? Erst Distrikt Sieben, jetzt Distrikt Dreizehn? Was kommt als nächstes?“

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BeitragThema: Re: Propos der Rebellen   Mo 18 Jul 2016 - 14:41

Propagandavideo von Finnick Odair
Enthüllungen des Kapitols

Austragung in ganz Panem: 5. Januar, 08:15 Uhr





Finnick Odair steht auf den Stufen seines Hauses im Dorf der Sieger von Distrikt 4 und sieht ernst in die Kamera.

„Mein Name ist Finnick Odair, ich komme aus Distrikt 4 und bin Sieger der 65. Hungerspiele. Erst vor kurzem wurde ich vom Kapitol gefangen genommen und zusammen mit anderen für die Zusammenarbeit mit den Rebellen gefoltert. Bei uns waren auch unschuldige Kinder, die unter dem Kapitol leiden mussten. Doch die Rebellen von Distrikt 13 konnten uns befreien.
Das Kapitol griff uns in der Nacht vom 25. Auf den 26. Dezember auch dort an. Es freut mich ganz Panem mitteilen zu können, dass alle Rebellen, einschließlich des Spotttölpels wohl auf sind. Auch alle unschuldigen Kinder konnten den hinterhältigen Angriff des Kapitols überleben.“

Finnick hält kurz inne und richtet den Blick starr auf die Kamera.

„Aber deswegen bin ich nicht hier. Ich will euch darüber informieren, welchem Mann ihr blind folgt. Jeder hat seine Geheimnisse. Doch die von Coriolanus Snow sind die abscheulichsten, die ich von allen bisher gehört habe. Und ich kenne viele Geheimnisse des Kapitols.
Seit meinem 16. Lebensjahr zwang mich der Präsident zu Arrangements, wie nahezu jeden Sieger. Umso beliebter man ist, umso größer ist die Anzahl der Kunden. Arrangements bedeuten nichts anderes, als das man für Geld an interessierte Kapitoler verkauft wird, nur dass man das Geld selber nie zu Gesicht bekommt. Weigern kann man sich nicht. Denn ansonsten tötet der Präsident jemanden, der einem nahe steht. Das weiß ich genau, weil er meinen Vater umbringen ließ, als ich 16 Jahre alt war und mich weigerte. Danach habe ich mich nie wieder geweigert. Viele Sieger erleiden solange das gleiche Schicksal, bis das Kapitol das Interesse an einem verliert.
Das Interesse an meine Person bestand jedoch bis zur Hochzeit von Katniss Everdeen und Peeta Mellark. In den knapp 8 Jahren, in denen ich die Betten von Kapitolern besuchen musste, habe ich jedoch einiges erfahren. Geheimnisse, die Sie Ihren Freunden, Kollegen, Nachbarn, so sogar der eigenen Familie niemals zugetraut hätten.
Und ich bin bereit alle davon zu verraten. Und zum Schluss werde ich die Geheimnisse unsere Präsidenten enthüllen.“

Wieder hält Finnick inne, damit seine Worte in das Bewusstsein aller Bewohner Panems sinken können. Er strafft die Schultern und richtete sich etwas mehr auf.

„Marcia Amore, Tochter des bekannten Spielmachers Gaius Amore erschlief die Position ihres Vaters als sie gerade mal 14 Jahre alt war mit einem seiner Vorgesetzten. Als ich sie zum Ausgleich Jahre später traf, war sie bereits 19 Jahre alt und zutiefst traumatisiert von der Nacht, die ihren Vater die gewünschte Position einbrachte. Sie verriet mir, dass sie keine Wahl gehabt hätte. Er hätte sie gezwungen.“

„Nicht wenige hohe Tiere des Kapitols erhielten so ihre Stellung. Chefarzt Quintus Medicus, Schauspieler Tiberius Note und Model Mania Nica sind nur ein paar weitere Beispiele. Möchten Sie wirklich in einer so verkommen Gesellschaft leben, in der man seine eigene Position nicht durch ehrliche Arbeit verdienen kann?
Und wenn Ihnen diese Enthüllungen noch nicht schockierend genug sind, wie wäre es mit dem Missbrauch eines jungen Mädchens von ihrem eigenen Vater? Nino Portshore, der bekannte Architekt missbraucht seine Tochter Silver Portshore regelmäßig. Und so jemanden lassen Sie das Kinderzimmer Ihrer eigenen Tochter designen.“

Ein Ausdruck des Bedauerns huscht über Finnicks Gesicht, bevor er sich fängt und weiterspricht.

„Kommen wir zu einer Frau, deren Ruf ohnehin schon voller Gerüchte ist. Aurelia Callis ist, wie sicherlich viele schon vermuten, nicht die trauernde Witwe, die so vorgibt zu sein. Die Ehe zwischen den Eheleuten Callis war voller Abscheu. Selbst wenn ihr Mann, Lucias Callis, im Hause war, scheute sie nicht davor zurück, sich Besuch einzuladen. Neben mir und einigen anderen schlief sie sogar mit ihrem eigenen Schwager. Wer Aurelia kennt, dass sie die rechte Hand des Präsidenten ist. Wieso sie so wichtig ist, erfahren Sie noch.
Aber nicht nur die normalen Bürger bergen Geheimnisse. Auch die Familie unseres Präsidenten, die uns im Fernsehen als perfekt vorgespielt wird, hat ihre Geheimnisse. Beginnen wir mit Anatolius Hendricks. Der Schwiegersohn unseres Präsidenten hegt eine Schwäche für alle schönen Frauen, nicht nur für seine attraktive Ehefrau. Wie oft Anatolius seiner Gattin eine andere vorgezogen hat, kann ich nicht sagen. Nur wer würde es ihm verdenken, wenn seine Frau, Natercia Hendricks nicht besser ist? Unsere First Lady hat nicht weniger Sieger selbst mit Freude getestet. Ich hatte das Vergnügen als ich 16 war. Das Bild aus den Medien der liebenden Ehefrau und Mutter war an diesem Abend nicht vertreten.“

Die Informationen über die Präsidentenfamilie lässt Finnick erst einmal sacken, bevor sein Blick kälter wird.

„Jetzt folgt, worauf Sie alle gewartet haben. Informationen über unseren Präsidenten, Coriolanus Snow. Dagegen werden alle anderen Geheimnisse Ihnen wie Kavaliersdelikte vorkommen. Sie fragen sich vielleicht auch, wieso unser Präsident solange an der Macht bleiben konnte? Wieso niemand seinen Posten bisher einnehmen konnte? Die Antwort darauf ist mit Aurelia Callis verknüpft. Seine Auftragskillerin macht kurzen Prozess mit denjenigen, die den Präsidenten enttäuschen. Doch das ist wenig überraschend, wenn man sich Aurelia vorstellt. Unser Oberster Friedenswächter Kilian Boyd verdankt einem Ausrutscher seines Vorgesetzen und Aurelias Arbeit seine jetzige Position.“

Wieder hält Finnick inne.

„Aber auch unser ehemaliger Spielmacher Plutarch Heavensbee verdankt seine Beförderung einem Auftragsmord. Nicht wie bisher in den Medien behauptet durch Plutarch selbst, sondern angeordnet von Coriolanus Snow, der mit der Arbeit seines obersten Spielmachers Seneca Crane nicht im Geringsten einverstanden war. Der Grund? Katniss Everdeen, unser Spotttölpel. Bereits in ihrem Spielen zeigte das Mädchen in Flammen, dass sie diejenige sein kann, die unserem Land den Frieden bringt. Kein Wunder, dass Coriolanus Snow sie tot sehen wollte. Crane jedoch hatte andere Vorstellungen und lieferten den Zuschauern der Hungerspiele ein gewohnt spannende Show, in der am Ende die Liebe des tragischen Liebenspaars siegte. Zu seinem Verhängnis. Crane wurde gezwungen eben jene Nachtriegel Beeren aus den 74. Hungerspielen zu essen, die Katniss und Peeta zu essen gedroht haben. Alar Mackney zur Witwe zu machen war in diesem Fall nicht genug. Um das eigene Versprechen zu vertuschen wurde in den Medien verlautet, dass Cranes engster Vertrauter Plutarch Heavensbee den Mord begangen haben soll. Nicht zu letzte die bekannte Zeitschrift ‚The Great Capitol‘ berichtet davon.“

Ganz kurz huscht Finnicks Blick zur linken Seite, wo außerhalb des Bildrandes das Haus von Siegerin Alar Mackney steht, die durch das Verbrechen zur Witwe wurde.

„Die Medien des Kapitols sind bestrebt, den Präsidenten und seine Familie durchweg positiv darzustellen, weswegen niemand von diesen Grauentaten berichtet. Auch hier sorgt Aurelia Callis wieder für die Einhaltung von Snows Gesetzten. Ich weiß von Treffen und Kommunikation zwischen Aurelia Callis und Iva Nova, Besitzerin von ‚The Great Capitol‘, die heftigste Zensur zur Folge hatten. So viel zur umfassenden Aufklärung durch die Medien, denen Sie vertrauen.“

Finnick schüttelt leicht den Kopf, bevor er fortfährt.

„Doch das schockierte Geheimnis lüfte ich nun. Wer sich fragt, wie Präsident Snow weiter Widersache zur Strecke brachte auch ohne Aurelia Callis‘ direktes Eingreifen, sollte nun genau zuhören. Nicht jeder Feind des Präsidenten kann durch Aurelia beseitig werden. Der Präsident nutzt für nicht wenige einen perfiden Plan.“

Nach eine kurzen Pause, spricht Finnick weiter.

„Gift. Coriolanus Snow verwendet Gift um sich der zu entledigen, die ihm gefährlich werden können oder die nicht seiner Meinung sind. Um keinen Verdacht zu erregen trinkt er selber sogar ebenfalls von der vergiften Substanz. Nur ein Gegengift bewahrt den Präsidenten selber vor dem Tod. Coriolanus war gerade erst an der Macht, da traten die ersten Tode bei gemeinsamen Essen. Herztode im Kreise des Präsidenten waren anfangs keine Seltenheit. Und auch heute noch setzte er die Methode ein. Die einzige Nebenwirkung sind Blutungen in seinem Mund. Den Geruch überdeckt er mit der obligatorischen Rose an seinem Jackett. Noch eine Enthüllung, die mir dank Aurelia Callis und einem Mann namens Tullius bekannt ist. Tullius, der nicht nur mit der eben erwähnten Iva Nova, verlobt war, sondern auch ein Drogendealer im Dienste von Aurelia Callis war. Da wir alle Nova für eine kluge Frau halten, gehe ich davon aus, dass ihr das Doppelleben ihres ehemaligen Verlobten bewusst war. Kurzen Prozess mit Tullius machend, nachdem er den Präsidenten mit ebenjener Entdeckung erpressen wollte, wurde ich Komplize in seinem Mordfall. Tullius wurde nicht wie in den Meiden behauptet vermisst, sondern kaltblütig von Aurelia Callis umgebracht und anschließend im Wald außerhalb des Kapitols vergraben. Eine Tätigkeit, die ihr so leicht von der Hand ging, sodass ich mich frage, welche verschlossenen Bürger, dort noch verrotten.“

Finnick schweigt, bevor er sich unmerklich anspannt.

„Mit Tullius‘ Tod wurde auch das größte Geheimnis von Coriolanus Snow sicher verwahrt.  Außer ihm, Aurelia Callis und mir wusste niemand von den Morden, die unser Präsident während Dinnerpartys begeht.
Es wird jedoch Zeit das Schweigen zu brechen und Panem zu sagen, zu welchem Mann es aufsieht.
Bürger von Panem, könnt ihr damit leben, einen Mann zu unterstützen, der so hinterhältig und falsch ist? Wie könnt ihr für eine Regierung kämpfen, die auf Lügen, Missbrauch, Gewalt und Erpressung aufgebaut ist? Jetzt ist der Moment, in dem wir dem ein Ende bereiten müssen.
Präsident Snow, wir wissen, was Sie getan haben. Und Sie werden dafür bezahlen!“

Der Bildschirm wird schwarz.

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