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 The Great Capitol

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Iva Nova
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BeitragThema: The Great Capitol   Sa 31 Mai 2014 - 15:15

Hier werden die Artikel der bekanntesten Zeitung des Kapitols veröffentlicht.

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BeitragThema: Re: The Great Capitol   Mo 2 Jun 2014 - 17:08

Rise and Fall of Cashmere Mayra

Schockiert! Das ist die bestmögliche Beschreibung, du uns einfällt, wenn wir unseren Gemütszustand in Bezug auf Cashmere Mayra erklären sollen. Schockiert sind wir alle, seit die blonde Schönheit, die wir im Kapitol so sehr geliebt haben, uns betrog. Uns, die wir ihr so viel Liebe entgegen brachten.
Ja, es stimmt. Wir haben die schöne junge Frau aus Distrikt Eins gefeiert und verwöhnt, kaum dass sie im zarten Alter von 15 Jahren ihre Hungerspiele gewann. Sofort war uns klar gewesen, dass dieses Mädchen etwas ganz besonders ist. Ein roher Diamant, der durch uns, das Kapitol, zum Perfektionismus geschmiedet wurde. Nahmen wir an…

Wie sehr wir uns doch täuschen konnten, wurde uns erst durch den Hochverrat von Cashmere Mayra bewusst. Wieso sich dieses vielversprechende Talent von uns abwandte, ist nicht länger ein Rätsel sondern der Liaison mit Xavier Havering zu zuschreiben. Leider mussten wir schon oft erfahren, dass es gerade den Außendistriktlern nicht möglich ist, sich uns anzupassen. Studien bewiesen, dass es diesen Menschen aufgrund mangelnden Horizontes nicht möglich ist, sich einzugliedern. Doch wenn wir bisher auch Mitleid für ebenjene empfunden haben und unser Bestes taten, um sie trotzdem willkommen zu heißen, hört unsere Nächstenliebe nun auf!
Denn Havering brachte unsere geliebte Cashmere dazu, uns den Rücken zu zuwenden.

Beleuchten wir die unheilvolle Beziehung dieser beiden genauer. Man kann wohl zu Recht behaupten, dass Cashmere Mayra weit unter ihrem Niveau liiert ist. Nicht nur, dass die schöne Blondine sechs Jahre älter ist als ihr neuster Freund, besitzt sie auch wesentlich mehr Stil und Klasse. Verwunderung macht sich in uns breit, wenn wir die früheren Liebschaften Cashmeres betrachten.
„Schockierend. Ich fühle mich beleidigt, wenn ich meinen Nachfolger betrachte!“, beschwert sich Gaius Octus, Cashmeres letzte Abendbegleitung. Und das zu Recht. Alle Verflossenen der Siegerin erwiesen sich als anständige, gutsituierte Kapitoler.
Wie ist es also möglich, dass sich ein so schöner Vogel ausgerechnet von einem Viehwirt einfangen ließ? Einige Stimmen fragen sich, ob Havering Cashmere am Ende sogar erpresst. Wir müssen zugeben, eine andere Sichtweise ist kaum möglich.

Eines jedoch ist nicht von der Hand zu weisen, dass Haverings Einfluss ein schlechter auf Cashmere ist. Noch vor der Liaison mit dem Außendistriktler unterschied sich Cashmere kaum noch von uns. Und es gibt kein größeres Lob. Nun jedoch mussten wir alle live mit ansehen, wie Cashmere Mayra nicht nur eine Liebeserklärung an ebenjenen Mann unter ihrer Würde aussprach, sondern auch unvorstellbaren Lügen über das Kapitol verbreitete.
Natürlich sah es „The Great Kapitol“ in seiner Pflicht, Nachforschungen anzustellen und ist erleichtert verkünden zu können, dass keine Vergewaltigungen oder körperliche Verletzungen stattgefunden haben. Lassen Sie sich also nicht durch die fantasievollen Worte einer gestürzten Siegerin beeindrucken.

Der Schock und die Empörung reichen noch bis jetzt. Und die Bevölkerung fragt sich zu Recht: Wieso wendet sich diese junge Frau mit der vielversprechende Zukunft von uns ab?
„Meine Tochter wollte so sein wie sie. Wir haben jede Ankunft von Cashmere am Bahnhof verfolgt. Das Interview war ein Schock. Ich musste mein Kind in Therapie geben“, klagt Ohpia Wang. Man kann sich nur vage vorstellen, welchen Schaden Cashmere mit der Psyche ihrer Fans im Kindesalter angerichtet hat. Doch zum Glück ist unsere geliebte Hauptstadt für Notfälle vorbereitet und alle Opfer können die unten angegeben Adressen kontaktieren. Scheuen Sie nicht, Hilfe aufzusuchen.
Dieser tragische Fall sollte uns jedoch eine Lehre sein.

Cashmeres Fall lehrt uns, dass wir wachsam sein müssen. So sehr unsere geliebten Sieger sich auch bemühen, können sie eben doch ihr barbarisches Wesen und ihre Primitivität nicht unterdrücken. Bevor wir weiteren Schmerzen durch einen der ihren erleiden müssen, sollten wir uns lieber an unseres Gleichen halten. Wir sind das Kapitol, wir stehen zusammen, in Gleichheit und gehobener Klasse. Niemand, erstrecht kein Distriktler, wird etwas daran ändern. Hätte Xavier Havering über dieses Wissen verfügt, hätte er die arme Cashmere Mayra vielleicht in Ruhe gelassen und sie nicht mit sich in die Tiefe gezogen.

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BeitragThema: Re: The Great Capitol   Mi 11 Jun 2014 - 22:09

Net of lies and charm


Bronzefarbene Haare, gebräunte Haut, strahlendes Lächeln und meergrüne Augen. Jede Frau in Panem, wird nun wissen, dass diese Beschreibung nur auf einen zutrifft: Finnick Odair, jüngster Sieger aller Zeiten und Playboy der Nation. Wir alle kennen und lieben ihn.
Doch kennen wir ihn wirklich? Und sollten wir nicht besser sagen: Liebten ihn? Die Fragen drängen sich uns mehr und mehr auf, je mehr Enthüllungen wir über unseren Sexgott erfahren.
Was wissen wir wirklich über ihn, außer, dass er ein begnadeter Liebhaber ist? Wir gruben tiefer in der Vergangenheit Odairs, um eine Erklärung der neusten Entwicklungen zu finden.

Als Finnick Odair im Jahr der 51. Hungerspiele in Distrikt 4 geboren wurde, ahnte noch keiner, dass er in knapp 20 Jahren eine derart starke Präsenz in den Medien und den Betten des Kapitols haben würde. Der bereits damals hübsche Junge fristete ein einfaches Dasein in einer Fischerfamilie, als ihn mit acht Jahren der erste Schicksalsschlag traf. Seine Mutter verstarb und ließ Finnick als Halbwaisen zurück.
Doch das Blatt wendete sich für ihn, als er vierzehn Jahre alte war und das Glück hatte, nicht nur für die 65. Hungerspiele ausgelost zu werden, sondern auch noch als Sieger aus ihnen hervor ging. Wer kennt nicht die glorreiche Erfolgsgeschichte des Finnick Odairs, für die nun der Startschuss gefallen war? Im Alter von Sechszehn lebte er mehr im Kapitol als in seinem Distrikt. Kaum ein Sieger schaffte es, seine Herkunft so gut abzulegen wie Odair. Der junge Mann legte tadellose Manieren, hochmodisches Auftreten und nicht zu vergessen hervorragende Liebhaberqualitäten an den Tag. Kein Wunder, dass eine Party nur dann als gelungen galt, wenn Finnick Odair sie mit seiner Anwesenheit bereicherte.
Zu unserem eigenen Schaden müssen wir eingestehen, dass Frauen wie auch Männer Schlange standen, um Beachtung von dem „sinnlichsten Mann“ ganz Panems zu erhalten. Doch jeder wusste, dass dieses Unterfangen viel Geduld benötigte. Und hatte man es einmal geschafft und seine Gunst erworben, stellte es sich als schwierig heraus, diese auch zu halten.

Einer Frau ist dies gelungen. On- Off- Beziehung Harmony Lovey schaffte es, den jungen Sieger über mehrere Jahre zumindest soweit an sich zu binden, dass er immer wieder zu ihr zurückkehrte. Bekannte des immer-mal-wieder-Paares hörte schon die Hochzeitsglocken läuten, sobald sich der Playboy die Hörner abgestoßen habe.
„Es hat einfach nicht sein sollen“, sagte Harmony Lovey niedergeschlagen als ich sie treffe. Sie kann einem beinahe Leid tun, wenn man bedenkt wie viel sie in die nun verlorene Beziehung zu Odair gesteckt und ihm die besten Jahre ihres Lebens geopfert hat. Nun steht Lovey vor einem Scherbenhaufen. „Mir bleiben nur die schönen Erinnerungen.“ Und diese bekommen einen bitteren Beigeschmack.
Denn Odair wurde als Anhänger der Rebellen entlarvt. Zu Recht fragen Sie sich nun, ob wir alle geblendet waren von seinen meergrünen Augen und nicht haben bemerken wollen, dass er in Wahrheit kein Freund des Kapitols war. Hat sich Odair am Ende in unsere Herzen eingeschlichen um uns von innen heraus zu zerstören?

Die Antwort lautet: Ja.

Trauriger Weise ist der Volksliebling keineswegs der charmante Liebhaber gewesen wie wir annahmen, sondern der kaltblütiger Killer, den wir bereits in der Arena kennengelernt haben. Während er uns in Netze aus Charme und Sex verwickelte, plante er den Todesstoß.
Zum Glück gelangen beide Vorhaben nicht. Weder der Anschlag auf der Hochzeit, noch der während des Interviews erreichten ihr Ziel. Von langer Hand geplant setzte Finnick Odair die verrückte Annie Cresta unter Druck, den Anschlag auszuführen. Wir können nur vermuteten, dass selbst eine Verrückte bei diesen Augen schwach wurde, wenn ihr verwirrtes Wesen nicht ohnehin leicht zu lenken war. Wir alle können von Glück reden, dass die verrückte Siegerin dazu nicht in der Lage war. Unser verehrter und geliebter Präsident ist wohlauf. Im Gegensatz zu Odair und seinen Mitstreitern.
Hingehen dem Vorhaben die Verbrecher in dem geplanten und phänomenalen Jubeljubiläum gegeneinander ihre Blutdrüstigkeit ausspielen zu lassen, müssen wir mit Schrecken melden, dass das Hovercraft durch technisches Versagen einen Absturz zu vermelden hat. Von den Verbrechen fehlt jede Spur.

Deswegen verkünden wir den dringlichen Aufruf keinem, der auf dem Bild abgebildeten Personen, Vertrauen zu schenken. Fallen Sie nicht länger auf ein schönes Lächeln rein und benachrichtigen Sie sofort die Regierung, falls Sie die Verdächtigen antreffen sollten. Zögern Sie nicht. Denken Sie an all die falschen, hinterhältigen Auftritte des jungen Mannes, in denen er uns hat glauben lassen, dass er uns, das Kapitol, liebt.
„Das Kapitol ist meine zweite Heimat. In vielerlei Hinsicht sogar noch schöner als Distrikt Vier. Könnte ich mein Boot hier herbringen, wäre mein Leben perfekt“, so Odair im Oktober letzten Jahres. Nur einer der unzähligen Lügen, mit denen er uns blendete. Falls Sie das Vergnügen hatten, die charmanten Verräter kennengelernt zu haben, so erinnern Sie sich mit großer Wahrscheinlichkeit an seine gesäuselten, liebevollen Worte. Seien Sie sich sicher, dass auch diese zu dem Netz aus Lügen zählten.
Harmony Lovey ist sich nun sicher. Aufgelöst verlässt sie meine Redaktion, benötigt vermutlich Beruhigungsmittel um die Lügen zu verkraften. Denn vor allem eine Tatsache, die wir für Harmony und auch für Sie enthüllen konnten, schockt, beinahe so sehr, wie seine wahren Motive gegen über dem Kapitol:
Odairs immer noch währender Mutterkomplex, ausgelöst durch den frühen Tod seiner Mutter. Wer dem Geruch auf dem Leim ging, Odairs Beziehung zu seinem wahnsinnigen Tribut Annie Cresta sei wahr, ist einer weiteren Lüge der Verschleierung zum Opfer gefallen.
The Great Capitol kennt die Wahrheit. Cresta ist, wenn überhaupt ebenfalls auf den falschen Charme herein gefallen.

Es gibt nur eine Frau, die Odairs Herz bis heut gewinnen konnte: Magret Vender, seine 84 jährigen Mentorin.
Wer das Verhältnis bisher rührend fand, wird es nun als grotesk und abstoßen betiteln und das nicht nur durch das abstoßende Äußere Venders. Seit dem Verlust seiner Mutter, war Odair stetig auf der Suche nach einem Ersatz. Wir erklären uns so die unzähligen Verabredungen mit Frauen weit über seinem Alter. Hier ist nicht bloß von einem perversen Fetisch zu sprechen, sondern von der krankenhaften Suche nach dem Ersatz seiner verstorbenen Mutter. Die Liebe, die sich zwischen Vender und Odair entwickelte, basiert auf diesem Verlangen den Platz in seinem Leben wieder zu füllen. Aus sicheren Quellen wissen wir, dass Odair zu Beginn der Bekanntschaft nicht selten die Nacht in Venders Haus verbachte. Bilder, die wir uns nicht vorstellen wollen, erscheinen ganz automatisch und überschatten das perfekte Bild Odairs mit Ekel.

Odair und Vender, ein ungleiches Verbrecherpaar, das in vielerlei Hinsicht Abscheu in uns hervorruft. Aber diese Liaison ruft uns auch in Erinnerungen, dass sie eben nicht unseresgleichen sind. Vender und auch Odair sind lediglich Distriktler, die sich noch so sehr bemühen können, jedoch die Verdorbenheit ihrer Herkunft nicht ablegen können. Uns wird nun auch klar, dass Odairs Bestreben den Rebellen zuzugehören gelenkt ist durch das Bestreben sein Verhältnis zu Magret Vender öffentlich zu machen.
Doch seinen Sie unbesorgt, gelingen wird ihnen Ihr Vorhaben nicht. Das Kapitol ist eine unzerstörbare Macht, die Gemeinschaft und Sicherheit und vor allem Sitte und Anstand bedeutet. Niemand wird an unseren Werten etwas ändern können. Auch kein sinnliches Lächeln.

Sollten Sie Hilfe oder Tipps zum richtigen Verhalten in dieser Ausnahmesituation anstreben wollen, zögern Sie nicht, die unten genannte Nummer anzurufen.

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BeitragThema: Re: The Great Capitol   Fr 27 Jun 2014 - 15:29

Brutes will stay brutes – Shocking strike against district 7




Zerstörtes Justizgebäude



Keinen Respekt, nicht einmal untereinander zeigen sich die Distrikte, und bestätigen damit, was wir schon lange wissen: Distriktler sind Barbaren, die nicht in der Lage sind, sich wie ein zivilisiertes Volk zu benehmen. Und obwohl wir seit 75 Jahren über dieses Wissen verfügen, macht es uns immer noch fassungslos, wenn wir mit solcher Brutalität und Ungeheuerlichkeit konfrontiert werden.
Erst vorgestern Nacht griffen die aus den Distrikten stammenden Rebellen, Distrikt 7 an. Wir haben die schockierenden Bilder auf den nachfolgenden Doppelseiten. Schon jetzt können wir berichten, dass der Großteil der Gebäude, vor allem der Wohnhäuser zerstört ist. Die stationierten Friedenswächter berichten von einer noch nie da gewesenen Verwüstung und Zerstörung herbeigeführt durch das eigene Volk.
„Wir hatten keine Chance die gegen die Übermacht der Rebellen, die mitten in der Nacht über Distrikt 7 herfielen. Es hat uns bis weit über die frühen Morgenstunden gekostet, die Brände zu löschen, die ihre Bomben ausgelöst haben. Distrikt 7 befindet sich im total Chaos“, so der Hauptfriedenswächter als wir ihn kontaktieren. Immer noch leisten seine Männer Hilfe und versuchen zu retten, was zu retten ist.

Wieso? Das ist die Frage, die sich uns allen aufdrängt. Die Antwort kann nur die eine sein: In ihrer primitiven Denkensart ist es Distriklern nicht möglich vernünftigen Gedanken zu fassen und danach zu handeln. Viele von uns werden die grausamen Bilder von vor beinahe 75 Jahren vor Augen haben (diese finden Sie ebenfalls auf den Folgeseiten). Und nun wir uns klar: Die Distrikte haben keinerlei Form der Weiterentwicklung erlebt, sondern den Rückschritt angetreten. Selbst unter der großherzige Güte und Förderung des Kapitols ist es diesen Menschen nicht möglich in Frieden zu leben.
Ein Wir-Gefühl und einen Einheitsgedanken, den wir alle in Panem haben sollten, besitzen sie nicht.

Präsident Snow, den ich gestern nach der schrecklichen Meldung aufgesucht habe, bestätigt: „Die Distrikte sind gefährlich, eben weil sie unkontrollierbar niedermetzeln. Wir aus dem Kapitol können nicht begreifen, wieso sie ihre eigenen Leute angreifen. Wir sehen Panem als Einheit und sind erschüttert darüber, dass unser Schutz nicht für Distrikt 7 ausreichen konnte.“ Unser geliebter und weiser Präsident ist der Kummer über die sinnlosen Verluste und die Zerstörung von Distrikt 7 ins Gesicht geschrieben und er informierte uns darüber, dass bereits heute Helfer auf dem Weg seien um die dort stationierten Friedenswächter zu unterstützen und den Schaden so gut es geht zu beheben.
„Das Kapitol ist die schützende Hand Panems, natürlich werden wir unserer Pflicht nachkommen und Distrikt 7 unterstützen so gut es geht.“
Zum Glück von Distrikt 7 verschanzt sich unser Präsident auch nach dem zweiten Mordanschlag nicht hinter seinen sicheren Mauern, sondern tritt aktiv ein um den Schwächeren zu helfen.

Wofür müssen wir uns fragen? Was, wenn sich die Tragödie wiederholt? Welcher Distrikt wird als nächstes von Seinesgleichen niedergemetzelt? Und was versprechen sich die Rebellen von solch sinnloser Grausamkeit? Fragen auf die selbst wir von The Great Capitol dieses Mal keine Antworten wissen. Denn wir alle wissen: Ein verwirrter Geist ist vielfältig und unberechenbar.
Wir alle hoffen darauf, dass die Angriffsserie vorerst ein Ende hat.
„Wir werden in jedem Distrikt die Sicherheitsvorkehrungen erhöhen müssen“, teilte der Oberster Friedenswächter mit, als wir ihn nach weiteren Schritten fragen. „Und natürlich werden wir dafür sorgen, dass das der letzte niederträchtige Angriff der Rebellen war.“
Wir können Sie beruhigen. Dem Kapitol droht keine Gefahr. Unsere hohen Sicherheitsvorkehrungen schützen Sie Tag und Nacht vor dem, was dort draußen lauert: Bösartige Distriktler, die Blut geschmeckt haben.


Deswegen an alle braven Bürger des Kapitols der Aufruf zur Wachsamkeit. Im Moment ist davon auszugehen, dass zumindest zwei von ihnen, Köpfe der Rebellion und der beiden Anschläge auf unseren geliebten Präsidenten, sich vor der Grenze des Kapitols befinden. Wir möchten Sie eindringlich vor Cashmere Mayra und Finnick Odair warnen, deren Taten unberechenbar sind. Zögern Sie nicht, Ihre Bürgerpflicht zu tun, wenn Sie einen der beiden antreffen, und kontaktieren Sie die Regierung. Denken Sie daran: Diese beiden sind nicht, wie sie uns haben glauben lassen, Freunde des Kapitols. Die jahrelange Maskerade ist nun durchschaut und zeigt ihr wahres, hinterhältiges Wesen.

In unserer nächsten Ausgabe werden wir ausführlich von dem Flugzeugabsturz berichten, den die beiden Sieger überlebt haben. Bis dahin, bleiben Sie unbesorgt, aber wachsam.

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BeitragThema: Re: The Great Capitol   Mo 7 Jul 2014 - 16:37

Beauty and the Beast - Tribernathy








Die Horrornachrichten reißen einfach nicht ab! Meine Damen und Herren, dieses Mal können wir Ihnen mit Sicherheit über den Verbleib von Effie Trinket, der Betreuerin von Distrikt 12 berichten, der sich als Tragödie herausstellt.
Die beliebter Betreuerin, die seit ihrem Erfolg in den 74. Hungerspielen in aller Munde ist und nicht zuletzt in den Medien starke Präsenz wegen ihrer Liaison mit Mentor Haymitch Abernathy glänzte, wird seit der Anschlag auf unseren geliebten Präsidenten während der Hochzeitszeremonie von Katniss Everdeen und Peeta Mellark vermisst.

Lange forschten die Friedenswächter nach dem Verbleib der aufstrebenden Kapitolerin. Denn neben Effie Trinket galten noch viele weitere Personen als vermisst. Inzwischen konnte alle Toten identifiziert werden (Auf Seite 8 unserer Ausgabe erfahren Sie mehr über die Trauerveranstaltung, die auf der bekannte Live Bühne stattfinden wird).

Jetzt besteht die schockierende Gewissheit, dass Miss Trinket als Entführungsopfer gemeldet wurde. Augenzeugen berichten sogar, dass niemand anders als ihr Geliebter Haymitch Abernathy die Betreuerin gegen ihren Willen mitnahm und sie schließlich aufgrund ihres Widerstands bewusstlos schlug.
„Ich habe von meinem Versteck unter dem Tisch aus genau beobachten können, wie sie in einen Streit geraten sind!“, beteuert der renommierte Stylist von Distrikt 2. „Dann hat er die arme Frau einfach niedergeschlagen. Dieser Barbar!“ Die Bestürzung, die Tonius Splentus dabei an den Tag legt ist nachvollziehbar.
Wieder einmal zeigt sich, dass wir diesen barbarischen Distriklern nicht trauen dürfen. Hatten wir noch vor wenigen Wochen von der heimlichen Liebelei berichtet, so müssen wir jetzt von Gewalttaten schreiben.  

Leider können wir kein Motiv für die Entführung der Kapitolerin enthüllen. Doch der für den Fall zuständige Friedenswächter hält eine Entführung zum Zwecke einer Vergewaltigung für wahrscheinlich.

„Wir müssen davon ausgehen, dass Abernathy Miss Trinket zu dem Zwecke entführt hat, sie in seine Gewalt zu halten und eine erzwungenen Liebesbeziehung einzugehen. Offensichtlich ohne Miss Trinkets Zustimmung, wie wir durch Augenzeuge erfahren haben. Deswegen versuchen wir unser Möglichstes sie zu befreien.“

Zu Recht sind Sie nun in Sorge um ein Mitglied unserer Gesellschaft, das nun in der Gewalt der rebellischen Distriktler auf Rettung hofft. Anders als unser geliebtes Brautpaar trat Effie Trinket jedoch noch nicht in Erscheinung, was uns Schlimmes befürchten lässt. Während Katniss Everdeen und Peeta Mellark durch Erpressung zu unlauteren Aussagen und Auftritten gezwungen werden, erschien Miss Trinket noch nicht in den Medien. Dies sieht der zuständige Friedenswächter als Beweis seiner These und auch wir können sie nicht abstreiten.

Zurzeit können wir nur hoffen, dass Miss Trinket die Gefangenschaft und vermutlich sexuellen Übergriffe bis zur ihrer Rettung überstehen kann. Doch wer sich an den Alkoholiker Haymitch Abernathy, der hier eindeutig der Sexualtäter ist, erinnert, weiß, dass unsere Hoffnung schwach ist. Nicht genug, dass sich Miss Trinket in den Händen eines Distriktlers befindet, handelt es sich dabei um einen alleinstehenden, dem Alkohol verfallenen Wüstling.

„Es besteht die Annahme von enormen Nachholbedarf seitens Abernathy“, bestätigt auch der Friedenswächter, als ich meine entsetzte Überlegung preisgebe. Somit wird mir und sicherlich auch Ihnen jegliche Hoffnung genommen. Wer weiß schon, welche perversen Fantasien im Kopf einer solchen Person herum spuken und mit denen sich Effie Trinket nun konfrontiert sieht.
Ob Miss Trinket sich ihrer nahen Zukunft bewusst war, als sie die Liaison mit Abernathy begann, die wir anfangs mit Interesse beobachteten. Nein mit Sicherheit nicht. Ebenso wenig wie wir. Niemand hätte die perversen Abgründe dieses Mannes vorhersehen können.

Doch nun sind wir uns sicher, dass Effie Trinket sich nicht nur auf einem Mann weit unter ihrem Stand eingelassen hat, wie es sich nicht für eine Dame ihres Kalibers gehört, sondern mit einem Mann, der nicht nur den beruflichen Ruin, sondern auch eine Gefahr für ihr Leben bedeutet.

Des Weiteren müssen wir das Fehlen des gesamten Vorbereitungsteams sowie der Stylisten von Distrikt Zwölf verzeichnen. Dieses Team, das sich leider durch die Hochzeitsgegebenheiten im vorderen Teil des Saales befand, war leichte Beute für die Rebellen. Es ist davon auszugehen, dass den braven Kapitolern gleiches Schicksal wie Miss Trinket blüht. Leider müssen wir in diesem Zuge den Tod des Mitglieds Flavius Molier bekannt geben, der noch auf der Hochzeit den Verletzungen des Angriffes unterlag. Der Verdacht, dass die Rebellen es auf Frauen des Kapitols abgesehen haben verstärkt sich daher.

Wir können nur eindringlich davor warnen, sich mit Distriklern, die derweil nicht im Kapitol weilen, abzugeben, da ihre Perversität nun bekannt ist. Es ist ratsam, sich mit Pfefferspray zu bewaffnen um nicht als Vergewaltigungsopfer oder Schlimmeres zu enden.

Denn unter den bisher Vermissten, deren Verbleib noch unklar ist, sind eindeutig viele Frauen, die das Schicksal von Effie Trinket und ihren Kolleginnen Venia Milian, Octavia Dermott und Portia Cadwell teilen könnten.
Wie ein Psychologe mir bestätigte, kann vor allem die Gedanke, eine vernünftige, angesehen Dame aus dem Kapitol zu besitzen mehr Reiz in Distriklern erweckt als sich eine Mätresse unter Ihresgleichen zu suchen. Auch wenn wir diesen Gedanken durch aus nachvollziehen können, sind die Auswirkungen natürlich erschreckend.

„Alleine durch den Standesunterschied und das unausgesprochene Tabu ist der Reiz für einen Täter hier größer. Er steigert die Perversität der Lager. Wir können hier durchaus ein erschreckendes Muster erkennen“, bestätigt uns Psychologe Dr. Sextus Medicus. Die ekelerregende Vorstellung bleibt uns hoffentlich allen eben nur eine Vorstellung und lässt sie nicht zu einem realen Albtraum wie in Effie Trinkets Fall werden.

The Great Capitol wird umgehend Bericht an die besorgten Bürger im Kapitol erstatten, sobald die Ermittlungen im Fall Trinket weiter Ergebnisse zu verzeichnen haben.



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BeitragThema: Re: The Great Capitol   Mo 4 Aug 2014 - 9:41

Memorial: Seneca Crane





Monate sind vergangen seit der aufstrebende Spielmacher von uns geschieden ist. Während das Leben weiterging, steht die Zeit für diejenigen die Seneca Crane nahe standen immer noch still. Der Kummer sitzt noch tief und keiner vermag die Lücke, die der junge Mann hinterließ zu schließen.
Als ich seine junge Witwe Alar Mackney treffe, sieht man ihr die Trauer immer noch deutlich an. Und wer könnte es ihr verdenken? Niemals hätte sie annehmen können, dass sie mit 19 Jahren bereits zur Witwe werden würde.


Werfen wir einen Blick auf diese tragische Liebesgeschichte, die alles andere als ein Happy End hat. Alar Mackney wurde für die 73. Hungerspiele ausgelost, was nicht nur eine große Ehre, sondern auch Schicksal gewesen sein muss. Zwar besagt ein Sprichwort, dass man entweder Glück im Spiel oder in der Liebe haben kann, aber Alar belehrt uns eines Besseren: Sie geht als Siegern der 73. Hungerspiele hervor und schafft es außerdem das Herz des Spielmachers Seneca Crane zu gewinnen, der die junge Frau vom Fleck wegheiraten musste. Es folgten wunderbare romantische Flitterwochen, die das Paar noch enger zusammen schweißte und ihre Liebe vollkommen machte.
„Also, er war natürlich schon der junge, aufstrebende, innovative Spielmacher, als der er sich gezeigt hat, soviel ist klar. Aber als Spielmacher, vor allem als oberster, hat er immer ein bisschen unnahbar gewirkt, so überlegen und so, als hätte er immer alles im Griff. Was die Spiele angeht, war das auch so, keine Frage. Aber man vergisst dabei leicht, dass er auch nur ein Mensch ist wie wir alle auch. Vor allem ich selber musste das erst erkennen, weil er für mich am Anfang eben nichts anderes war als der, der mich mit Mutationen bombardiert hat und in dessen Wüstenarena ich fast gestorben wäre. Aber er war mehr als das. Er hat mir zugehört, hat mich erzählen lassen, und ich glaube, er hat mich auch verstanden“, erzählt uns die trauernde Witwe über die so zaghaften Anfänge der Beziehung, die etwas holprig erscheinen. Aber ist nicht genau das der Stoff aus denen guten Liebesgeschichten bestehen? Wie berührend ist es, dass dieser engagierte Mann sich während der Arbeit in einen Tribut verliebte?
"Es hat noch nie in den letzten 75 Jahren etwas Vergleichbares gegeben. Ein Spielmacher und eine Tributin. Doch ich glaube immer noch fest daran, dass es mehr war. Ein Beschützer und seine große Liebe", gibt Donis Garner sehr richtig wieder und beschreibt damit, was auch wieder denken. Dass es die große Liebe gewesen sein muss.

Eigentlich war dieses Paar sogar recht ungleich, doch wie so oft ziehen sich Gegensätze an. Besonders so attraktive Gegensätze. „Ich kann manchmal recht launisch sein und bin dann 'unausstehlich', wie er immer gesagt hat, aber er wusste immer, dass das einfach ich bin, und hat mich dann wüten lassen und irgendwann hat er mich in den Arm genommen und mir gesagt, dass er mich liebt. Und dann war alles wieder gut.
Für Seneca war irgendwie immer alles so einfach, und das hat auf mich abgefärbt. Wenn er bei mir war, dann war alles gleich viel simpler. Er hatte die Dinge genommen, wie sie waren, hat jeden Menschen so genommen, wie er war. Und auch wenn er es sich hätte leisten können, er hat sich nie für etwas Besseres gehalten. Als er meine Eltern kennengelernt hat, war er aufgeregter als ich. Ich habe ihn nie so konzeptlos gesehen, und eigentlich weiß er ja immer genau, was er tut, aber er war so sehr darum bemüht, einen guten Eindruck zu machen, dass er die ganze Zeit über zittrige Hände hatte und immer wieder beim Reden den Faden verloren hat. Weil er eben auch nur ein Mensch war wie wir alle.“, schwelgt Alar in Erinnerungen, die gleichermaßen traurig, wie auch schön sind. Wenn auch nur für sehr kurze Dauer hat sie eine wunderbare Liebe erfahren, die ihr niemand mehr nehmen kann. Ich hoffe aufrichtig, dass die Erinnerung ihr einen gewissen Trost spendet.

Vielleicht schaffen es Witwe und die Familie des Verstorbenen sich gegenseitig Halt zu geben. Denn auch seine Mutter ist immer noch aufgelöst und scheint den Verlust kaum überwunden zu haben. „Seneca war ein so erfolgreicher und guter Sohn. Ich hätten alle Türen offen gestanden, da bin ich sicher“, schluchzt Kore Crane, die ein Bild ihres verstorbenes Sohnes an sich drückt. „Ich trage es immer in diesem Medaillon mit mir herum um ihn zu ehren.“ Eine sehr berührende Geste, die uns noch einmal zeigt, was für tiefe Furchen der Trauer Seneca unwillentlich hinterlassen hat.

Freunde des Paares versichern, wie glücklich die beiden zusammen waren.

Alle vorweg natürlich Donis Garner, renommierte Stylist und enger Vertrauter des Paares: "Seneca...er war ein spezieller Mann. Mit einem schrecklichen Geschmack, wenn es um seinen Bart ging, aber keine bösartige Person. Sobald er und Alar zusammen waren, war es...magisch. Ja magisch.“ Jeder, der die beiden zusammen erlebt hat, erzählt von einer Ehe voller Glück, Lachen und hin und wieder Wutanfällen. Doch diese kleinen Streits tun der großen Liebe keinen Abbruch. „Dieses Mädchen hat eine starke Persönlichkeit und einen sturen Kopf. Seneca liebte wahrscheinlich dieses "Makel"“, erklärt und Garner und ich glaube, dass er Recht hat. Alar wirkt immer noch stark, wenn man sie sieht. Wie muss sie erst als stolze Siegerin auf Seneca Crane gewirkt haben?

„Er hat sie immer so zärtlich angesehen“, schwärmt Ginia, die Visagistin von Distrikt Vier. „Wenn man die beiden zusammen gesehen hat, ist man ganz neidisch geworden.“ Doch ihr Gesicht drückt Trauer aus, wenn sie an den Ausgang dieser sehr kurzen Ehe denkt. „Die Hochzeit war noch so schön… und das Kleid erst! Donis Garner hat sich selbst übertroffen. Er sagte mir, er habe sich von ihrer Heimat und ihr selbst inspirieren lassen. Seneca hat sogar fast geweint, als er Alar in ihrem Hochzeitskleid gesehen hat und ich natürlich auch. Und Alar! Sie hat vor Glück die ganze Zeit geweint. Sie hatte es so sehr verdient glücklich zu werden mit Seneca. Ich wünschte, die beiden hätten etwas mehr Zeit zusammen gehabt.“

Das wünschen wir uns alle. Vor allem, nachdem ich die immer noch trauernd Witwe im Dainties getroffen habe, bringe ich ihr noch mehr Sympathie und aufrichtige Anteilnahme entgegen. Wir alle haben schon einmal einen geliebten Menschen verloren. Wie lange dieser Verlust zurückliegt spielt dabei keine Rolle. Denn wird Alar Mackney nicht jeden Morgen daran erinnert, dass etwas in ihrem Leben fehlt, wenn sie sich nur ausversehen zur kalten und leeren Bettseite rollt?
“Tja, wie geht es mir? Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, es ginge mir gut. Es ist so ein Schwebezustand, verstehen Sie? Ich hänge irgendwie in der Luft und komme nicht voran“, so die junge Siegerin. Ihre Trauer zu sehen bricht mir beinahe das Herz. Und dabei ist sie versucht sehr tapfer zu wirken. Doch wer würde es ihr grollen, wenn sie ihre Maskerade nicht standhalten könnte, nach allem, was ihr angetan wurde?


Ja, angetan. Denn wer bisher die Umstände des Todes von Seneca Crane nicht kannte, wird nun höchstwahrscheinlich ebenso geschockt sein wie seine Witwe. Nach gründlicher Recherche und Untersuchungen können wir eindeutig sagen, dass es sich um Mord gehandelt hat. Mord!
Ein Wort, dass wir uns erst durch den Kopf gehen lassen müssen. Zwar sind wir in den vergangen Tagen mit vielen Mordfällen konfrontiert wurden, haben jedoch so einen Tathergang noch nicht erlebt. Wir haben erfahren, was es heißt von einem Freund verraten zu werden. Doch dieser Verrat toppt das bisher dagewesen. Der Täter hat nicht nur seinen Freund, Seneca und dessen Frau verraten, sondern auch uns alle. Es handelt sich um niemand Geringeren als Plutarch Heavensbee.
Vielen von Ihnen werden nun denken, dass es sich dabei um den neuen, jedoch abtrünnigen Obersten Spielmacher handelt. Damit liegen Sie richtig und haben vermutlich das erste Mordmotiv erkannt. Doch dieses Verbrechen geht so viel tiefer.

Wenn wir den Tag des Verbrechens betrachten, wird deutlich, dass der arme Seneca bereits eine böse Vorahnung gehabt haben muss. Er wird geahnt haben, dass sein vermeintlicher Freund etwas im Schilde führt. Wie durch eine wundersame Eingebung rettet Seneca seiner Frau das Leben, in dem er sie im Badezimmer einschloss. Damit beginn Seneca Crane eine Heldentat, die seine Frau ihm niemals zurückzahl noch danken kann. Eine Bürde, die niemand, ganz besonders niemand so Junges, tragen sollte.
“Ich weiß nicht einmal genau, was mit ihm passiert ist. Das will ich auch gar nicht wissen. Aber ich wollte ihm irgendwie helfen. Er hat mich im Badezimmer eingeschlossen und ist gegangen. Ein paar Stunden später hat mich dann mein Stylist gefunden. Aber da war …” Alar Mackney kann den Satz nicht beenden und ich fühle mit ihr. Und gleichzeitig bin ich gerührt von seiner Tat. Nicht auszudenken, was mit Alar geschehen wäre, hätte sie ihn an diesem Tag begleitet. Hätte Plutarch vor ihr Halt gemacht? Ich bezweifle es.
Denn er ermordete hinterhältig einen seiner engsten Freunde.
„Ich verstehe es immer noch nicht. Sie waren Freunde! Plutarch und Seneca gingen oft zusammen aus, etwas trinken. Nicht selten war Alar bei ihnen. Sie besuchten sich sogar gegenseitig Zuhause“, klagt Ominus Act, einer der Kollegen der beiden Männer. „Sie waren gute Freunde…“ Immer wieder widerholt er diese Worte wie ein Mantra, doch es hilft ihm nicht, den Mord zu verstehen. Aber wie kann jemand den Mord eines Freundes auch nachvollziehen?
“Ich kann’s kaum glauben, dass Plutarch hinter allem steckt. Ich will’s gar nicht glauben. Aber da gibt es ja keinen Zweifel, nicht wahr? Alles macht Sinn. Das macht alles Sinn“, wispert Alar geschockt, als sie endlich die Todesursache ihres Mannes erfährt. Nach Monaten im Dunkeln bringt dies jedoch keine Erleichterung sondern lediglich Hass auf den Täten, den Verräter, den falschen Freund.
Es war Plutarch gewesen, der sich um die Witwe gekümmert hatte, der ihr als Erster sein Beileid aussprach und sich um ihr Wohlergehen gesorgt hatte. Es war Plutarch, der der geschockten Witwe den Ehering ihres Mannes gebracht hatte. Woher hatte er ihn gehabt? Vom Tatort, wie wir nun wissen.


Doch niemand kann Alar Mackney einen Vorwurf machen. Alle waren wir von Plutarch Heavensbee geblendet, während er sich einen Weg nach oben gebaut hatte und dabei über Leichen ging. Leider traf es den unschuldigen Seneca Crane auf dem Höhepunkt seiner Karriere, die mit den 74. Hungerspielen eine fulminantes und denn noch viel zu frühes Finale fand.
Allerdings verstehen wir, wenn wie den Verlauf der Geschichte betrachten, wieso die Rolle des Obersten Spielemachers so wichtig für Heavensbee war: Nur als Oberster Spielmacher hat er die Mittel haben können, diesen hinterhältigen Angriff auf der Hochzeit von Katniss Everdeen und Peeta Mellark durchzuführen und genügend Verbündete zu organisieren. Viele Sieger schlossen sich dem Verräter an, der nun in der idealen Position war, sie zu erreichen.
“Es ist unfassbar, wie weit diese Intrige reicht”, beschwert sich Alar Mackney und hat damit Recht. Dass diese Intrige ausgerechnet auf ihrem Leid aufbaut macht ihre Wut natürlich umso größer.
"Ich bedauere zu tiefst, dass Alar jemanden weiteres verloren hat. War der Tod nicht schon oft genug mit ihr in Verbindung? - Aber nein! Jetzt muss man ihr auch noch den Mann, den sie liebte wegnehmen“, klagt ihr enger Freund Donis zu Recht. Alles, was wir ihr und ihren Lieben jedoch nun versprechen können ist, dass der Täter seine gerechte Strafe erhalten wird und wir alles dafür tun werden, damit dies auch eintrifft.
Aber auch die Bestrafung der Täter bringt den geliebten Ehemann nicht zurück. Ein Glück, dass Alar enge Freunde hat, die ihr auch in Zeiten der größten Not beistehen. Die enge Verbindung zu ihrem Stylisten Donis Garner und zu ihrer Mentorin Undine Artemia wird ihr hoffentlich Kraft geben, den Verlust ein wenig zu schmälern, auch wenn niemand ihr von nun an die Bürde der Trauer nehmen kann. „Sie ist und bleibt eine meiner engsten und besten Freunde, obwohl mir bewusst ist, dass Senecas Tod Alar mitnimmt und sie immer prägen wird“, verspricht der platonische Freund Donis Garner und ich zweifle nicht daran, dass er immer für sie da sein wird, wie er es bisher auch war.


„Ich glaube, es ist nicht einfach, mich zu lieben. Und er hat es trotzdem getan. Das Jahr mit ihm war das schönste, das ich bis jetzt erlebt habe, und ich glaube, da kommt nicht mehr viel. Es gibt viele Menschen, die mich in meinen Träumen verfolgen, und er ist jetzt einer davon. Mit dem Unterschied, dass es keine Albträume sind, wie bei den anderen. Zum Albtraum werden sie erst, wenn ich aufwache. Weil er nicht mehr da ist." Ein besseres Schlusswort hätte ich nicht finden können, weshalb ich es der jungen Witwe mit ihrer zu tiefst berührenden Aussage überlassen, die uns alle nur hoffen lässt, dass die Wunden, die niemals heilen werden, mit der Zeit wenigstens weniger schmerzhaft sein werden.


In Gedenken an Seneca Crane, rechtschaffender Bürger, aufstrebender Spielmacher, geliebter und guter Sohn und liebender sowie wiedergeliebter Ehemann.

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BeitragThema: Re: The Great Capitol   Mi 13 Aug 2014 - 10:14

Devil in disguise










Wie wir in unserer letzten Ausgabe bereits berichteten, mussten wir den mehr als schockierenden Abstieg vom geschätzten Spielmacher zum skrupellosen Massenmörder verzeichnen. Plutarch Heavensbees Wandlung hatte schlimme Folgen und wir kommen leider nicht nur mit blankem Entsetzen davon.
Leider verübte Heavensbee bereits auf seinem Werdegang mindestens einen Mord um sich in die passende Position zu bringen, die er für die schreckliche Revolte, die er seit Tagen aktiv gegen das Kapitol führt, benötigte.

Da Heavensbee bereits Spielmacher war, musste er nun noch ein wenig in der Rangleiter steigen, um auch die benötigten Kontakte knüpfen zu können. Doch jemand vereitelte die Pläne des Rebellen und besetzte die Position. Da Seneca Crane Geschick und Charme besaß, sah es auch nicht so aus, als würde er bald den Posten des Obersten Spielmachers abgeben. Ganz im Gegensatz. Der junge Mann war beliebt und seine Spiele eine Sensation. Doch von diesem Fakt ließ sich Heavensbee nicht aufhalten und ermordete kaltblütigen seinen engen Freund und Kollegen, nur um dessen Position zu erlangen. Was für ein kaltblütiges Monster er darüber hinaus war, kann uns die trauernde Witwe Cranes erzählen, um die sich der vermeintliche Freund noch kümmerte, ja ihr sogar den Ehering ihres Mannes überbrachte, den natürlich nur der Mörder sofort haben konnte. Ein normaler, ehrlicher Bürger kann nicht nachvollziehen, wie kaltherzig man sein kann, wenn man anschließend noch der trauernden Witwe unter die Augen tritt.
Aber dass Heavensbee herzlos ist, ist uns spätestens seit dem Attentat auf Präsident Snow bekannt, das zur Hochzeit von Katniss Everdeen und Peeta Mellark stattfand und etliche Tote mit sich brachte. Die Zahl der Opfer beläuft sich auf 43. Einige verstarben noch vor Ort, andere erlagen ihren schweren Verletzungen erst im Krankenhaus sowie Seeder Hennly oder auch Helena Velvet Luxury. Alle diese Opfer können wie Seneca Crane ebenfalls Plutarch Heavensbee zugeschrieben werden, der in Blut badet.
Dabei hielten wir den Bürger aus unserer Mitte für einen ehrenwerten und noblen Mann, der sich trotz schrecklicher Verluste in seinem Leben (Heavensbees Vater verstarb und seine Mutter gilt als physisch instabil) einen mehr als guten Lebenslauf vorlegen konnte. Durch gute Beziehungen wurde Heavensbee zum Assistenten der Spielmacher und mauserte sich schnell zum vollwerten Spielmacher, bis er die oberste Position erlangte, die er sich jedoch kaltblütig erstohlen hatte.

Nicht nur der Mord an Crane bezeugt, dass diese Rebellion, die Heavensbee und seine Leute nun gegen uns führen, schon von langer Hand geplant war, auch die Tatsache, dass viele unserer geliebten Sieger sich für diese Seite entschieden haben, macht deutlich, wie lange Heavensbee schon an den Plänen arbeitet.
Glücklicherweise sind nicht aller Sieger so respektlos und undankbar. Während eines Treffens habe ich feststellen können, dass sich auch durchaus vernünftige Menschen unter ihnen befinden, die nicht vergessen haben, was das Kapitol und vor allem unser großherziger Präsident für sie getan hat. Undine Artemia und Alar Mackney sprechen sich klar für das Kapitol aus. Sie separieren sich ganz klar von den Taten der anderen Sieger und können deren Handlungen ebenso wenig wie wir verstehen.
„Plutarch hat es geschafft auch andere Sieger gekonnt zu manipulieren. Ich meine, Finnick und Mags haben sich in den letzten Wochen merkwürdig benommen. Man hat Odairs Anspannung deutlich gesehen. Selbst die gute Mags hat meine Gegenwart gemieden. Anscheinend hatte sie Angst, dass ich etwas erfahren könnte und es dem Kapitol sagen würde. Ich würde unseren Staat nie verraten, wie sie es getan haben. Ich bedauere es zu tiefst“, erklärt Undine Artemia mir ganz empört und sogar wütend bei unserem Treffen und ich verstehe sie sehr gut. Sie muss regelrecht beschämt über das Verhalten dieser beiden Menschen sein, die ebenfalls aus ihren Distrikt stammen. Wir erinnern uns schmerzlich daran, dass es das Kapitol war, das Magret Vender nach ihrer schlimmen Herzattacke wieder auf die Beine half und auch, dass Finnick Odair hier jede Tür offen gestanden hat. Diese Liebe und Hilfsbereitschaft wurde nun mit Füßen getreten und wir können nur dafür danken, dass nicht jeder Distriktler ein solches primitives, undankbares Wesen hat. Undine Artemia ist ein positives Beispiel und leert uns, dass Panem nicht verloren ist. Es gibt Gutes dort draußen, das nur geleitet werden muss. Wir müssen die Distriktler an die Hand nehmen und ihnen den Weg zu Recht, Ordnung und Frieden zeigen, da sie selber anscheinend nicht in der Lage sind, diesen zu bestreiten und zu empfänglich für die Manipulation böser Geister wie Heavensbee sind. Nicht jeder ist so selbstständig und klug wie Undine, die niemals auf so eine Schmierenkomödie hereingefallen wäre.

Ebenso können wir neben einigen anderen, wenigen verbliebenen Siegerin, vor allem die Witwe von Seneca Crane, Alar Mackney, positiv hervorherben. „Sie steckten alle von Anfang an mit drin, so, wie sie uns gemieden haben. Und ich dachte, ich kenne diese Menschen - vor allem Plutarch! Ich will es nicht glauben, aber mir bleibt ja gar nichts anderes übrig“, sagt sie tief erschüttert und verletzt vom Verrat ihrer Freunde, die sich gegen sie und gegen uns gewendet haben. Die Sieger, sowie der Kollege ihres Mannes haben tiefe Trauer in das Leben ihrer angeblichen Freundin gebracht. Nun können wir noch hoffen und dabei behilflich sein Alar Mackney zu unterstützen und ihrer Seele etwas Frieden zu verschaffen, in dem wir die Täter endlich bestrafen können.
Alar Mackney kann uns auch noch weiter Details geben, die wir für mehr als stichhaltig halten. „Und vor allem Haymitch! Dieser Bastard! Der war es doch noch, der Seneca angebettelt hat, beide gewinnen zu lassen!“, beschuldigt Alar den Mentor Haymitch Abernathy, dass er unbedingt auf einen Sieg von Katniss Everdeen und Peeta Mellark gehofft hatte. Natürlich erklärt sich uns nun auch warum. Immerhin brauchten Heavensbee und seine Komplizen das tragische Liebespaar um eine Hochzeit zu feiern, bei der die wichtigsten Menschen unseres Landes anwesend sein konnten. Nichts eignete sich besser für einen Anschlag, wissen wir nun. Deswegen zweifle ich auch keine Sekunde an Alars Verdacht über den missratenen Mentor von Distrikt 12.

Doch diese Intrige geht noch weiter. Nicht nur die Sieger stehen an Heavensbee Seite, sondern auch weitere Personen aus unseren Reihen. Der beliebte Stylist Cinna Callest, von dem wir bereits berichteten, sowie das aufstrebenden Model Lucian Fortune, sind bereits rekrutiert wurden und befinden sich unter den Rebellen, die sich außerhalb des Kapitols verschanzen.
Aber Undine kann uns noch einen Hinweis auf eine weiter Komplizin geben: Fulvia Cardew, eine Schmuckdesignerin aus dem Kapitol, die erst nun richtig berühmt wurde, da sie eine Abtrünnige ist. „Und da sagte sie einen Satz zu mir, der mir erst jetzt die volle Bedeutung aufweist. Sie sagte: „Weißt du Undine, wenn man nicht entdeckt werden will, wird man das auch nicht.“ Ich meine, hätte ich damals den Verrat gerochen, ich wäre bestimmt mehr darauf eingegangen. Aber ich habe es als einen einfachen Kommentar vernachlässigt. Ich meine, hätte ich damals den Verrat gerochen, ich wäre bestimmt mehr darauf eingegangen. Aber ich habe es als ein einfaches Kommentar vernachlässigt.“ Doch niemand macht Undine einen Vorwurf, dass sie diesen Hinweis nicht erkannt hat. Wie sollte sie auch, wo doch auch niemand von einem solchen hinterhältigen und von langer Hand geplanten Angriff ausgehen konnte? „Aber wer hätte denn ahnen können, dass sie in diese Sache eingewickelt war? Wer hätte ahnen können, dass ein zukünftiger Spielmacher ein solch hinterlistiger Mann ist?“, stellt Undine selber und betrübt fest.

Niemand. Niemand im Kapitol hätte sich so etwas Schreckliches ausmalen können.
Doch wir gehen mit Zuversicht an diesen schrecklichen Vorfall heran. Denn wir bilden eine Einheit aus Gerechtigkeit und Ehrlichkeit. Unser Zusammenhalt ist stärker als die blutige und unverständliche Wut der Rebellen. Wir werden natürlich all diejenigen unter Schutz stellen, die auch in den Distrikten für Gerechtigkeit kämpfen. Unsere Einheit soll durch nichts erschüttert werden.

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BeitragThema: Re: The Great Capitol   Mo 17 Nov 2014 - 14:48

We are Panem – together against war
Interview mit Enobaria






Wie wir schon positiv in unserer letzten Ausgabe berichten konnten, gibt es auch weitere Sieger, die nicht die Hand beißen, die sie füttert. Es freut uns, dass es auch Menschen mit Verstand gibt, die sich nicht durch andere manipulieren lassen, sondern ebenfalls an der Ordnung und Sicherheit unseres Landes festhalten und sich gegen diejenigen stellen, die einmal Freunde gewesen sind, um uns in dieser schweren Zeit beizustehen.
Zuletzt berichteten wir von Undine Artemia und Alar Mackney, die beiden Siegerinnen aus Distrikt Vier, die anders als ihre Distriktpartner Odair, Vender und Cresta keinen Hochverrat begangen haben, sondern dem Kapitol weiterhin Treuer schwören.
Doch auch andere Distrikte besitzen solche Sieger, die uns den Glauben an die Menschheit wieder geben und uns auch beweisen, dass es Gutes dort draußen gibt und nicht lediglich Barbaren. Neben Adamas Gray sticht vor allem Enobaria Brannon heraus.

Die mutige junge Frau aus Distrikt Zwei, die einer Amazone gleicht, hat sich mir gegenüber offen dem Kapitol bekannt und damit auch gleich die Abneigungen gegen die gefallenen Sieger dargelegt. Nein, nicht nur der Sieger. Ja, ich habe fast das Gefühl, dass sich Enobaria für ihre Herkunft schämt.
„Es sind nicht die Rebellen aus den Distrikten, die mich enttäuscht haben. Die äußeren Distrikte – das überrascht mich nicht. Aber dass Menschen aus unserer Mitte so sein können. Die Sieger haben alle unter uns gelebt, haben uns kennengelernt und haben sowohl Freude als auch Kummer mit uns geteilt. Wir Sieger sind hier im Kapitol so freundlich empfangen worden, als wären wir Teil davon. Die Menschen hier haben das Kapitol zu meiner Heimat gemacht. Und dann gibt es Sieger wie die Mayras oder Finnick Odair. Sie alle haben dem Kapitol viel – wenn nicht sogar alles - zu verdanken und verraten uns ohne mit der Wimper zu zucken. Das ist es, was mich am meisten verletzt hat. Ich kenne sie alle und ich habe es nicht kommen sehen. Wie gesagt, die äußeren Distrikte kümmern mich nicht, ich habe nichts anderes erwartet. Cashmere zum Beispiel stammt aber nicht aus einem dieser Distrikte. Bestimmt kann sich noch jeder im Kapitol an ihre Spiele erinnern. Sie war eine strahlende Siegerin und der Stolz der ganzen Hauptstadt. Sie wird hier geliebt und verehrt und was tut sie? Cashmere hintergeht uns, ist nicht besser als all die anderen Verräter. Dafür kann ich kein Verständnis aufbringen. Irgendwann werden sie sehen, was ihnen das gebracht hat. Sie alle sind selbst schuld an ihren Taten. Niemand hat sie gezwungen. Das ist so erbärmlich, so armselig. Aber sie hausen offenbar lieber im Dreck der Rebellen, als weiter den Glanz des Kapitols zu genießen. Wir dürfen nicht mehr daran denken, nicht mehr enttäuscht sein. Das sind sie nicht wert.“
Natürlich verstehen wir diese Bestürzung. Wir fühlen uns ja nicht anders. Und Enobaria Worte treffen auf den Punkt genau das miese Gefühl des Verrates, das in jedem von uns schmerzlich pocht. Liebten wir unsere denn nicht? Sahen sie nicht, wie sehr wir sie verehrten? Wie kommt es dann, dass nur eine winzige Schar dieser Menschen uns nun bei steht?

Doch nach all den schrecklichen Nachrichten möchten wir uns nun auf das Positive konzentrieren: Unsere Verbündeten. Unserer verbliebenen Sieger. Diejenigen, die unsere Liebe wirklich verdient haben.
„Es hat mich nicht nur überrascht, ich war wirklich geschockt – wer hätte denn ahnen können, dass wir verraten werden? Und das von Menschen, denen wir vertraut haben. Denen so viel geschenkt wurde… Ich kann nicht verstehen, wie man so undankbar sein kann“, so Enobaria bei unserem Treffen.
Sie hat in allem, was sie sagt Recht. Ihre Aussagen sind schneidend genau, wie ihre Zähne. Und trotz ihres vielleicht etwas einschüchternden Aussehen ist mir die Sieger auf Anhieb sympathisch. Denn alle ihre Aussagen zielen darauf ab, mir klar zu machen, dass sie nicht eine von denen ist, die uns heimtückisch verraten haben. Und wer könnte es den verbliebenen Siegern verübeln, dass sie das immer wieder betonen möchten.

Denn selbst ich habe mich mit Misstrauen auf dieses Interview eingelassen. Immerhin: Wer konnte mir garantieren, dass nicht auch Enobaria Brannon einer jener Schmierenkomödianten ist? Doch die Aufrichtigkeit und Inbrunst ihrer Worte, wischt schnell alle meine Zweifel weg.
„Für mich bedeutet das Kapitol so unendlich viel. Ich habe ein neues Leben geschenkt bekommen und habe eine neue Heimat gefunden. Und ich bin stolz, dass ich zum Kapitol gehöre. Wir sind eine Familie und in einer Familie beschützt man sich gegenseitig um jeden Preis. Wer sich gegen meine Familie stellt, kann nicht gewinnen, nur untergehen.“
So viel Dankbarkeit kann nur in Liebe enden. Und wie Enobaria richtig darlegt, sind wir alleine eine Familie. Nicht nur wir im Kapitol, auch die Familien der Sieger, diejenigen die wie Enobaria ebenfalls voller Schade und Scham auf das Vorgehen ihrer Freunde und Angehörigen sehen. Blut ist nicht immer dicker als Wasser, beweisen in diesen schweren Zeiten einige, die sich trotz der schweren Lage nicht für den Weg ihrer Freunde und Blutverwandten entschieden haben, sondern dafür das Richtige zu tun.

Und das Richtige ist, sich nicht den Rebellen anzuschließen, die dieses Land in sein Verderben stürzen werden, bis es nur noch von Barbaren bevölkert wird. Nein, wir müssen Stand halten und die Zivilisation, sowieso den Fortschritt, die Menschenrechte und die Menschlichkeit weiterhin zu erhalten. Wir sind es Panem schuldig, dafür zu kämpfen.
„Die Rebellen kämpfen nur für sich selbst. Ich glaube nicht eine Sekunde, dass auch nur ein Bürger des Kapitols dort freundlich aufgenommen wird. Die würden uns davonjagen. Wir können nicht auf die gleiche Stufe sinken wie die Verräter. Wir müssen uns selbst helfen. Das Kapitol beschützt uns, die Rebellen nicht. Das sollten wir nicht vergessen.“
Hier kann ich Enobaria nur beipflichten. Die Rebellen sind diejenigen, die falsch liegen. Und genau deswegen werden sie auch scheitern. Sie werden scheitern, wie sie schon einmal gescheitert sind vor beinahe 75 Jahren.

Enobarias Aufruf gilt den Distrikten und ihren Bewohnern und ich hoffe zu ihrem eigenen Schutz und Fortbestehen, dass sie auf die Siegerin hören. Dass sie ihren wahren Worten glauben schenken und sich dem Kapitol weiterhin anschließen werden. Denn wir lassen niemanden im Stich, der uns die Treue schwört. Wir schützen, wie schon seit Anbeginn Panems unsere Bewohner. Gegen alles, was dort kommen mag. Und das beinhaltet auch die Rebellen.
Auf dass Schande und Scham über die schrecklichen Taten ihrer eigenen Leute sie nicht davon abhalten, das Richtige zu tun. Das Kapitol urteilt nicht über eure Herkunft, es urteilt über eure Taten. Und diejenigen, die ein reines Gewissen haben, werden den Schutz der Einheit Panems weiterhin erfahren.
Nur Mut, Bürger von Panem. Unser weiser Präsident hält seine schützenden Hände über uns alle..

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BeitragThema: Re: The Great Capitol   Mo 16 März 2015 - 23:46

Unity & Confidence










Wer nicht das Glück hatte zu einer der fulminantesten Partys des Jahres eingeladen worden zu sein, darf sich nun an exklusiven Eindrücken aus erster Hand erfreuen. Denn ich hatte die Ehre eine der begehrten Einladungen dieser Party zu erhalten.

Wer Adamas Gray kennt, weiß dass seine Partys ein Geschenk für alle Sinne sind. Als erstes gab es ein Geschenk für die Augen: die sehr geschmackvolle Einrichtung des Ambiente. Dicht gefolgt von der Erlebnisreise für die Geschmacksnerven. Das Essen war hoch exquisit und köstlich. Doch der Höhepunkt des Abends war wohl der Auftritt des Gastgebers persönlich, der eines seiner Stücke auf dem Klavier zum Besten gab und damit nicht nur die Damenwelt sehr begeisterte.
Leider würde dieses Fest durch einen tragischen Zwischenfall überschattet. Ich selbst wurde Opfer eines Raubüberfalls, der jedoch durch die Regierung schnell und professionell vereitelt wurde. Ich freue mich mitteilen zu können, dass ich dank unseres hervorragenden Sicherheitssystems wohlauf bin.

Wieder einmal hat unser Präsident bewiesen, dass auf ihn Verlass ist und er in jeder Situation schützend seine Hände über uns hält. Und deswegen ist auch nichts von Seiten der Unruhen zu befürchten. Wir wissen um die kleinen Fernsehauftritte der selbst ernannten Kämpfer und empfinden ihre Verleugnung als bodenlose Beleidigung.

Tiefe Trauer über diese Unfreundlichkeit, nachdem wir den Siegern und ihren Distrikten mit nichts weiter als Dankbarkeit entgegen kamen, überfällt uns. Nicht zuletzt wegen der Beschuldigung Distrikt Sieben angegriffen zu haben.
Doch haben Sie, wie auch vorher, Vertrauen in unseren Präsidenten, der sich uns immer als guter Führer erwiesen hat. Auch jetzt ließ er zu unserem Wohl die Sicherheitsmaßnahmen anziehen und lässt verlauten, dass es keinen Grund zur Panik gibt.

Präsident Snow ermahnt jedoch jeden, den lügenden Distriktlern kein Gehör zu schenken. Leider, so der Präsident, sind die Distriktler, darunter auch viele beliebte Sieger wie die Mayra Geschwister und Finnick Odair, manipulierbar oder selbst manipulierend und stehen auf der falschen Seite.
Nur gut, dass unser Präsident ein kluger und nicht zu täuschender Mann ist, der ganz Panem sicher durch diese Zeit führen wird.

Mit Zuversicht und als Einheit werden wir diesen kleinen Konflikt lösen.

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BeitragThema: Re: The Great Capitol   So 21 Jun 2015 - 22:17

Christmas Shopping Horror
- Tote im Einkaufszentrum-





Ich stehe in unserem Einkaufszentrum Extravagance, in dem sich heute Morgen gerade, als sich die Shoppingmall gefüllt hatte, eine Tragödie ereignet. In mitten der Zeit, die wir alle für unsere Weihnachtseinkäufe nutzen, explodierte ein Sprengsatz in mitten des Einkaufzentrums.

Als ich den Ort des Geschehens erreiche, ist die Auswirkung schon sichtbar. Die Hälfte des Gebäudes  besteht aus einem großen Krater und auch der Rest ist angegriffen. Das einst luxuriöse Wahrzeichen unserer Hauptstadt liegt in gespenstischer Dunkelheit, die lediglich durch einiges Funkensprühen unterbrochen wird. Dazu mischt sich die unheilvolle Geräuschkulisse, die aus Sirenen und Schreien besteht.

Das alles klingt wie ein schlechter Film und so fühle ich mich auch: Als wäre ich in einen grausigen Film gestiegen, als ich das Innere des Einkaufszentrums betrete. Denn hier sieht es noch schlimmer aus als ich erwartet hatte.
Das Chaos wird nun sichtbar. Luxuriöse Artikel, Geschenkpapier und glitzernde Glasscherben, über die ich eile um zur Unfallstelle zu gelangen, sind es jedoch nicht, die mich mit Schrecken erfüllen. Sondern die verletzten Menschen, die sich aus dem Gebäude den Rettungskräften entgegen schleppen. Einige Menschen sind nicht in der Lage sich eigenständig zu bewegen und warten auf Rettung.

Durch diesen furchtbaren Alptraum hindurch gehend, erkenne ich Persephone Crane, die unverletzt wirkte. Doch auch ihr ist der Horror ins Gesicht geschrieben. „Es gab einen lauten Knall. Dann ist alles drunter und drüber gegangen, auf einmal lag das halbe Einkaufszentrum in Schutt und Asche. Es ist grauenhaft, so etwas Abartiges habe ich noch nie gesehen “, klagt Persephone und ich möchte mir nicht vorstellen, was sie in den letzten Minuten durchleben musste. Sie wirkt noch vollkommen neben sich und uns wird klar, dass diese Explosion nicht vorher zu sehen war.

Ihre Begleiterinnen sind die Siegerinnen Alar Mackney und Enobaria Brannon. Letztere liegt verletzt am Boden.
Es ist eindeutig, dass Enobaria unter Schock und Schmerzen leidet. Sie scheint vollkommen neben sich zu stehen, als sie das Wort an mich richtet. „Ich hab Angst", wispert die Schwerverletzte und beweist damit, dass Angst nicht einmal vor starken Siegern halt macht. Ein Blick auf Enobaria genügt jedoch um ihre Angst zu verstehen und uns bleibt nur zu hoffen, dass die Sanitäter, die bei der Vielzahl an Opfern zu viel zu tun haben, rechtzeitig zu uns gelangen.
Voller Todesangst ruft Enobaria nach keinem geringeren als Ihrem Mentorenkollegen Jaron Ligretto. "Ich brauche Jaron, ich will hier weg, ich muss hier raus“, wispert sie unter Schmerzen und aufgrund dieser Tragödie bin ich nicht einmal besonders erstaunt über diese Enthüllung.

Der einzige Trost für Enobaria und alle anderen Betroffenen ist, dass die Rettungskräfte trotz des Chaoses außerordentlich schnell reagiert haben und bereits Erste Hilfe vor Ort leisten. Auch unsere Friedenswächter haben sich der Sache schnell angenommen.
Noch ist nicht klar, wer hinter dieser furchtbaren Explosion steckt. Sprechen wir hier von einem technischen Defekt? Oder steckt mehr dahinter? Trotz allgemeiner Sorge möchte The Great Capitol allen Bewohner des Kapitols in Erinnerung rufen, das ein solcher Vorfall ein Einzelfall ist und bleibt und kein Grund zur allgemeinen Beunruhigung besteht. So schrecklich die Situation auch erscheint, unsere Regierung nimmt sich bereits des Falles an und wir werden Sie umgehend Informationen versorgen, sobald sie uns vorliegen. Bis dahin bewahren Sie bitte Ruhe und warten auf weitere Anweisungen von Seiten der Regierung. Wie immer haben wir vollstes Vertrauen in unseren Präsidenten.

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BeitragThema: Re: The Great Capitol   Di 25 Aug 2015 - 10:05

20. Dezember – Ein schwarzer Tag



Wie wir bereits via Eilmeldung berichteten wurde ein Anschlag auf unser vor Leben pulsierendes Einkaufszentrum Extravagance verübt. Nun pulsiert dort vor allem die Angst. Angst vor weiteren Anschlägen, Angst vor dem Unbekannten, das unter uns lauert. Einzig und alleine unser Präsident vermag uns einen Teil dieser Angst zu nehmen. Wohlwissend, dass Präsident Snow seine schützenden Hände über uns hält, können wir jedoch trotzdem nicht das dumpfe Gefühl der Angst abschütteln.

Dieses schauderhafte Gefühl wird hervorgerufen durch die Rebellen. Zum ersten Mal seit dem Anschlag auf der wundervollen Hochzeit von Katniss Everdeen und Peeta Mellark, die sich dank tragischen Umstände nie das Jawort gegeben haben, hat das Übel einen offiziellen Namen bekommen: Rebellen.
Es wurde uns bestätigt, dass es sich nicht um einen technische Defekt oder gar einen Unfall bei der Explosion zur Rushhour gehandelt hat, sondern um einen geplanten Anschlag. Ein Anschlag mit verheerenden Auswirkungen, wurde er immerhin zur Zeit der friedlichen Weihnachtseinkäufe in einem überfüllten Kaufhaus vollzogen.
Die Zahl der Todesopfer beläuft sich auf 10. Weitere 4 Personen befinden sich nach wie vor in einem kritischen Zustand und werden von den fähigsten Ärzten des Kapitols behandelt. Die Zahl der Verletzten beträgt schockierende 40 Personen.

Auch wenn diese Tragödie bereits durch hohe Zahlen schockiert, so ist es ein Wunder, dass sie derart gering sind. Denn wer Vorort war, weiß, dass das einst so schöne und schillernde Einkaufszentrum nun ein Ort der Verwüstung ist, in dem wir Freunde und Verwandte verloren haben. Sogar die Tochter des Präsidenten, Natercia Hendricks, war von diesem feigen Anschlag betroffen. Zum Glück befindet sich Mrs. Hendricks auf dem Weg der Besserung. Dies wünschen wir auch allen weiteren Opfern des Anschlages.

Unsere Gedanken sind auch bei denjenigen, die jemanden in diesem furchtbaren Moment verloren haben.

Der 20. Dezember wird von nun an daher als schwarzer Tag in die Geschichte des Kapitols eingehen. Es tut gut zu wissen, dass unser kluger Präsident für uns sorgen wird. Die Ansprache des Präsidenten baute uns wie schon so oft auch in dem Moment schlimmster Angst wieder auf. Voller Vertrauen warten wir auf weitere Schritte unserer Regierung, die deutlich machte, dass sie kein solches Verbrechen mehr erdulden wird.
Auf Verbrechen dieser Art – wir nennen sie beim Namen: Rebellion – wird die höchster aller Strafen verhängt: Die Todesstrafe. Anscheinend ist diesen Verbrechern, die sich nicht um das Wohl Panems und ihrer Mitmenschen scheren, nur so bei zu kommen. Jeder, der daher rebellisch in Erscheinung tritt und gegen die Regierung vorgeht, bekennt sich zu der Seite dieser Verbrecher.

Wenn Sie, wie wir, auch ein friedliebender Bürger sind, möchten wir Ihnen hiermit Mut zu sprechen. Unserer Regierung ist stark und wird auch diese schwere Zeit überstehen. Gemeinsam werden wir Panem wieder zu einem Ort des Friedens machen.

Panem heute, Panem morgen, Panem für immer!


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BeitragThema: Re: The Great Capitol   Do 29 Dez 2016 - 13:34

5. Januar – Rebellen greifen zu widerlichen Lügen
Doch wir kennen die Wahrheit!




Wir alle verfolgten heute mit Entsetzen die Übertragung unseres eins so geliebten Siegers Finnick Odair, der uns erstmals tief erschüttert hat, als er sich trotz der Liebe die das Kapitol ihm entgegen brachte, den sogenannten Rebellen anschloss. Aber nun hat er etwas getan, was uns noch mehr entsetzt.
Odairs Auftritt heute Morgen setzte uns ein Lüge nach der anderen vor, die so schockierend waren, dass wir alle nichts tun konnte, außer sprachlos an seinen Lippen zu hängen. Lippen, die wir einst für unwiderstehlich hielten, sind nun Instrument der Rebellen um uns zu schaden. Niemals hätten wir angenommen, dass ausgerechnet einer unserer Lieblingssieger uns derart verletzen möchte.
Zu Recht fragen Sie sich, womit wir das verdient haben. Haben wir Odair uns die anderen Siegern nicht immer nur Gutes erfahren lassen? Woher kommt also dieser Hass? The Great Capitol ist wie alle anderen auch bestürzte und kann sich nur eine logische Erklärung denken: Die Rebellen müssen unsere geliebten Sieger dazu zu Zwingen. Oder aber sie sind nicht mehr zurechnungsfähig. Beide Optionen sind furchtbar. Jedoch nicht so furchtbar wie das, was Odair über unser geliebte Hauptstadt und deren Bewohner verlauten ließ.

The Great Capitol möchte nun alle Vorwürfe aufgreifen und die richtige Sachlage kundtun. Natürlich wurden von unserer Seite keine Mühen gescheut, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. Wir sprachen mit allen betroffenen und dem Präsident persönlich, der ebenfalls schockiert ist von einem solchen Verrat.
Die Anschuldigung, das Kapitol würde unschuldige Kinder bestrafen ist falsch. Niemals würde Panem seien Kind grundlos opfern. Wir wissen alle, dass Kinder die Zukunft unseres Landes sind. Jedoch gibt es solche, in denen die Saht dieser Rebellen bereits zu tief gepflanzt ist. Wer sonst ist anfällige für die boshaften Wort, wenn nicht Kinder? Sie festzuhalten und einer Heilung zu unterziehen ist keine Straftat, sondern der einzig richtige Weg um unsere Zukunft zu sicher.

Einen Angriff auf Distrikt Dreizehen, von dem wir nicht einmal wussten, dass er noch existiert, konnte  in der Regierungsebene niemand bestätigen. „Wir sind nicht wie diese Barbaren und greifen zu Zeiten eines Festes an. Wir greifen überhaupt nicht an. Wir verteidigen unser Land, jedoch gingen alle Angriffe bisher von den Rebellen aus“, so der oberste Friedenswächter Kilian Boyd.

Doch es gibt weiter Vorwürfe, die uns alle ebenfalls schockieren. Odair beschuldigte das Kapitol, dass ihm gegen seinen Willen sexuelle Handlungen aufgedrängt wurden. Wir sprachen mit einigen seiner ehemaligen Begleitungen, die alle samt vollkommen aufgewühlt sind. „Ich würde doch niemals jemanden zwingen, mit mir zu schlafen!“, empörte sich Sängerin Valeria Shine unter Tränen und wir können sie gut verstehen. Diese Anschuldigung ist mehr als hoch. „Ich habe bei unserer Verabredung einen Café ausgegeben, aber ihn doch nicht dafür bezahlt, dass wir uns sehen!“, lautet das Statement der aufgewühlten Moderatorin Melavia Grande.

Haarsträubend, was dieser Sieger dort behauptet.  Quellen der so genannten Rebellen zeigen jedoch, dass sich unser einstiger Liebling verlobt hat und zwar mit keine geringeren als der verrückten Annie Cresta. „Kein Wunder, dass er nun Lügen erzählen muss. Diese Verrückte glaubt sie ihm wahrscheinlich“, beschwert sich ein weitere Opfer seiner Lügengeschichten. Etliche Frauen und Männer kontaktierten uns nach den Anschuldigungen des Siegers und hoffen auf Entschädigung, die sie wohl nie erhalten werden.
Wie bei so vielen betrieb Odair heute Rufmord, der sich weder entschuldigen noch wieder begleichen lässt, da der Sieger momentan nicht zur Rechenschaft gezogen werden kann. Doch auch hier versprach Friedenswächter Boyd, dass alles dafür getan werde, diesen Verbrechen zu finden und zu bestrafen.

Aurelia Callis, eine enget Vertraute des Präsidenten informierte uns zusätzlich, über den labilen Zustand des Siegers. „Odair muss das Auftauchen der Rebellen mehr geschadet haben, als wir dachten. Er ist nicht wiederzuerkennen. Sonst war er charmant und fröhlich und nun steht er neben sich. Ich kann uns getrost als Freunde bezeichnen, aber ich konnte nicht mehr zu ihm durchdringen“, so Callis. Ein Psychologe bestätigte die geistige Unzurechnungsfähigkeit des Siegers. „Stress kann zu einer psychischen Störung führen. Diese Radikalen sollten ihm helfen, anstatt ihn als Werkzeug ihrer Lügen zu nutzen!“ Und der Meinung sind wir auch! Aber vermutlich ist es von solch skrupellosen Menschen zu viel erwartet, anderen zu helfen.

„Odairs Vater starb bei einem tragischen Unfall. Schiffsunglücke kommen leider in Distrikt Vier häufiger vor“, erklärte Callis als wir sie auf die Anschuldigungen des Mordes in Bezug auf Odairs Vater ansprachen. Auch hier zeigt sich, dass der geistige Zustand des Siegers kritisch ist.
Unmittelbar nach der Anschuldigungen durch den Sieger sah sich Gaius Amor, einer unsere bekannten Spielmacher vor Gericht. Fassungslos stritt er dort ab, seine Tochter im Alter von 14 Jahren an einen Vorgesetzten weitergereicht zu haben, um sich so seine Position zu versichern. Sowohl der Vorgesetzte, der mittlerweile in Pension lebt und Marcia Amore, stritten dies ebenfalls bestürzt ab. „Ich kann nicht verstehen, wieso Finnick solche Lügen erzählt“, so die weinende junge Frau, die nach der Verhandlung neben sich stand. „Ich habe ihm doch gar nichts getan!“

Eine tragische Folge dieses Auftritts ist der Selbstmord von Mania Nica. Das bekannte und erfolgreiche Model nahm eine Überdosis Tabletten als sie die Nachrichten hörte. Ihre Kollegen sind entsetzt. „Mania war talentiert! Deswegen war sie gefragt! Und nicht weil sie sich ihre Stellung erschlafen hat!“, protestiert Designer Maius Strass traurig.
Auch Arzt Quintus Medicus konnten den Lügen nicht standhalten. Als wir seien Sicht der Dinge in Erfahrung bringen wollte, teilte man uns mit, der befände sich seit der Ausstrahlung Odairs in einer Nervenheilanstalt.
Gleiches fragte sich auch der bekannten Architekt Nino Portshore, der entsetzt mitansehen musste, wie sein Name und er seiner Tochter für rebellische Zwecke missbraucht wurden. „Ich liebe meine Tochter. Niemals würde ich etwas tun, um ihr zu schaden!“, informierte er uns und schüttelt traurig den Kopf. Ihm ist das Entsetzten anzusehen und er scheint seit der Ausstrahlung um Jahre gealtert zu sein.
Finnick, wie kannst du braven Bürgern des Kapitols nur so etwas antun?

Doch nicht einmal vor der Regierung macht Finnick Odair halt. Er dichtet seiner langjährigen Freundin Aurelia Callis ebenfalls eine Affäre an. Die noch trauernde Witwe ist schockiert. „Wir waren gute Freunde. Selbst mit meinem verstorbene Mann war er befreundet und nun  zieht er uns alle in den Dreck!“, beschwert sie sich fassungslos.  Und wir können das bestätigen. Die Eheleute Callis führten eine wunderbare Ehe und keine dieser unmöglichen Lügen kommt uns bekannt vor. „Meine Arbeit für den Präsidenten ist eine ehrliche und aufrichtige. Nur weil ich in Staatsangelegenheiten verschwiegen bin, bedeutet es nicht, dass ich Auftragskillerin bin!“ In welchem Zeitalter leben wir denn, dass Odair auf diese haarsträubende Idee kommt? Aurelia Callis ist zwar eine enge Vertraute des Präsidenten, jedoch wäre sie nicht zu einem Mord fähig.
Alle jene, die davon profitiert haben sollen, zeigen sich ebenfalls schockiert. „Ich habe meinen Dienst als oberste Friedenswächter angetreten, weil mein Vorgänger einem Angriff zum Opfer fiel. Das ist leider in unserem Beruf nicht selten. Aber wir wissen um die Gefahr und nehmen die Herausforderung trotzdem zum Wohle unsers Landes an“, so Boyd über die Spekulationen zu seinem Positionsantritt.
„Die Anschuldigungen über das Ableben von Seneca Crane sind barbarisch und furchtbar. Ich wäre niemals auf so eine abartige Idee gekommen“, streitet Callis ab und das glauben wir. Wie krank muss jemand sein, der sich so einen Mord überhaupt ausdenkt. „Leider ist die Wahrheit ebenfalls schockierend. Cranes guter Freund verbübte den Mord und sobald wir Plutarch Heavensbee fangen, wird er seine gerechte Strafe erhalten“, erklärt uns Boyd und bestätigt damit die Aussagen, die wir bisher zum Mordfall Crane erhalten haben.

Noch schlimmer allerdings traf es die Präsidentenfamilie. Die Eheleute Hendricks sind entsetzt. „Unsere Ehe ist intakt. Wir lieben uns und haben zwei wunderbare Kinder. Keiner von uns würde das für Affären aufs Spiel setzen“, bestätigt uns Anatolius Hendricks, als wir ihn antreffen. Auch Natercia Hendricks ist entsetzt. „Ich würde mich niemals auf einen Sieger einlassen. Was Odair behauptet ist furchtbar. Mein eigener Sohn ist gerade sechzehn geworden! Wie kann Odair er nur wagen?“
Und hier müssen wir unseren First Lady zu stimmen. Wie kann Odair nur solche Lügen erzählen? Was erhofft er sich damit? Ist dieser Kampf ein Kampf, den wir auf so schmutzige und niederträchtige Art und Weise ausführen müssen?

The Great Capitol ist ebenfalls über die Anschuldigungen schockiert, vor allem, weil sie die Zeitung, sowie die Besitzerin selber angreifen.
„Es ist schockierend, dass man mir andichtet, ich wäre in Staatskomplotte verstrickt“, berichtet Iva Nova, Besitzerin von The Great Capitol. „Die Verlobung mit Tullius zählt zwar zu dem schlechtesten Entscheidungen meines Lebens, jedoch nicht weil er den Präsidenten mit irgendwelche Substanzen versorgte!“, stellt Nova richtig. „Ich wusste nicht, dass Tullius sein Geld mit dem Verkauf von Drogen verdient. Plötzlich verschwand er und erst später teilte man mir die Untersuchungsergebnisse mit, als man ihn endlich fand. Er war ein Opfer seiner eigenen Drogen geworden.“ Doch anstatt in Trauer zu versinken arbeitete sich Nova an die Sitze der Firma, für die sie schon lange arbeitete. „Es war furchtbar. Ich konnte Ablenkung in der Arbeit finden. Aber Odairs Lügen wühlen nun alles wieder auf“, gesteht Nova, die sich gerade erst mit Kilian Boyd verlobt hat. Einem Mann, bei dem sie solche Geheimnisse wie Drogen wohl nicht mehr befühlten muss.
Obwohl Tullius offensichtlich mit Drogen arbeitet, bestätigten die damaligen Ermittelter, dass es niemals zum Austausch zwischen ihm und dem Präsidentenpalast gekommen sei. „Unser Präsident ist ein ehrlicher und rechtschaffender Mann. Er besitzt eine natürliche Autorität und leitet unser Land seit Jahren erfolgreich.  Gegensprecher gibt es selten und wenn stellt er sich ihnen öffentlich und fair“, berichtet Aurelia Callis über Coriolanus Snow.

Der Präsident selber trägt diese Nachreichten mit Fassung. „Es wundert mich nicht, dass die Rebellen zu derart schmutzigen Tricks greifen um das Kapitol ins schlechte Licht zu rücken. Dies sind die Handlungen von Verzweifelten. Sie wissen, dass sie im Unrecht sind und versuchen nun, nach all ihren schrecklichen Angriffen, eine neue Methode. Aber davon lassen wir uns nicht einschüchtern. Sie können uns angreifen, Lügen über uns erzählen. Wir werden ihnen dennoch mit unserer Stärke entgegen treten und Panem nicht aufgeben. Jetzt erst recht nicht, wo unser Land uns braucht, bevor es in die Hände dieser gewissenlosen Personen fällt!“

Und wie immer hat unser Präsident recht damit. Wir können nicht zulassen, dass geschickt gewählte Worte dieser Radikalen in uns Zweifel sähen, wenn wir die Wahrheit doch wissen. Unser Freunde, Nachbarn, Familie sind heute Opfer von Verleumdung geworden. Das ist etwas, was wir nicht dulden werden! Wir werden nicht dabei zusehen, wie die Rebellen weiterhin Schaden in unserem Land anrichten. Wir treten ihnen entgegen und demonstrieren nun mehr als zuvor Zusammenhalt unter denjenigen, die an das Gute in Panem glauben und für Panem einstehen werden!

Wir sind Panem! Wir kennen die Wahrheit!



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